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Insolvenz: Stecher-Gruppe ist insolvent – 175 Mitarbeiter betroffen

In Baden-Württemberg gibt ein Robotik-Unternehmen auf. Der Chef des Familienbetriebs erklärt die Gründe – und macht auch Kanzler Merz Vorwürfe. Die Auswirkungen des Iran-Kriegs treffen die deutsche Wirtschaft. Nach fünfzig Jahren rutscht der Traditionsbetrieb Stecher in Baden-Württemberg in die Insolvenz . Das Unternehmen war weltweit in der Automationstechnik unterwegs. Nun droht das Aus. Firmenchef Günter Stecher, der die nun insolvente Gruppe gemeinsam mit seinem Bruder Michael in der zweiten Generation führt, sagte der "Schwäbischen Zeitung": "Wir hatten fest zugesagte Aufträge, aber als der Iran-Krieg losging, haben alle gedacht, sie müssen ihre Budgets einfrieren." Sein bitteres Fazit: "Wir können das als Familie nicht mehr finanzieren." Umbau: Aldi Süd streicht 1.100 Stellen Umstrukturierung: Porsche stößt Luxusmarke ab Insolvenz der Stecher-Gruppe: 175 Beschäftige betroffen Nach Einschätzung der Firmenleitung werden nur die Standorte in Rumänien und der Türkei überleben. In Deutschland müssen nach der Insolvenz am Standort Sauldorf-Krumbach rund 175 Beschäftigte um ihre Zukunft fürchten. Kerngeschäft des Unternehmens, das 1964 gegründet wurde, sind Präzisionsdrehtechnik und Metallverarbeitung. Kunden sind unter anderem Maschinenbauunternehmen und die Automobilindustrie , aber auch andere Branchen. Innovationspreisträger insolvent: "Das ist eine brutale Niederlage" Noch vor sechs Jahren erhielt das Unternehmen den Innovationspreis in Baden-Württemberg. Nun kommt die Insolvenz. "Das ist eine brutale Niederlage, der tiefste Punkt in meiner beruflichen Karriere“, so Günter Stecher. Als Gründe für die Insolvenz des Familienbetriebs nennt der Firmenchef etwa die US-Zölle von Donald Trump . Hinzu kommen hohe Energie- und Personalkosten und überbordende Bürokratie. Daran habe laut Stecher auch die neue Bundesregierung von Friedrich Merz nichts geändert. Für die Mitarbeiter soll sich fürs Erste jedoch nichts ändern. Die Löhne würden die kommenden drei Monate durch das Insolvenzgeld bezahlt, versichert Stecher. Die Produktion laufe im Mehrschichtbetrieb weiter, Bestandsaufträge seien noch genügend da. Diese Zeit will Stecher nutzen, um "alte Zöpfe abzuschneiden", wie er sagt, und das Unternehmen im Insolvenzverfahren neu aufzustellen.

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