Eberbacher Integrationsmanagerin: "Ich kümmere mich um die Probleme im Alltagsleben"
Eberbach (fhs) Die Stadt beschäftigt jetzt drei Personen bei der Integration der Flüchtlinge - in der Anschlussunterbringung sind derzeit 206 Personen im Ordnungsamt erfasst. Da keine statistische Erfassung mehr greift, schätzt Amtsleiter Rainer Menges die Zahl dieser Neubürger aber auf 80 bis 100 Personen mehr.
Die Nachricht ist eigentlich, dass es keine gibt: in Eberbach halten sich Problemfälle beim Aufnehmen von Flüchtlingen in wenig auffallendem kleinem Rahmen - im Rhein-Neckar-Kreis gibt es Städte vergleichbarer Größenordnung, in denen Zwischenfälle mit Flüchtlingen und Alteingesessenen mehr Aufmerksamkeit erfahren.
Das ist nicht zuletzt auf das Vorhandensein spezieller Ansprechpartner im Rathaus zurück zu führen, vor allem aber auf die Leistung engagierter Bürger etwa im Arbeitskreis Asyl sowie von Privatpersonen, die wenig Aufhebens um ihre praktische Integrationsleistung "Wir schaffen das" machen. Amtlicherseits gibt es bereits seit Mai eine neue Integrationsmanagerin.
Fürs Integrationsmanagement hat die Stadt vorerst für zwei Jahre eineinhalb Stellen finanziert erhalten; Neben dem im Oktober 2016 auf drei Jahre befristet eingestellten Flüchtlings- und Integrationsbeauftragten Özgün Öz geht Allegra Pfeifer als Angestellte beim Internationalen Bund dieser Aufgabe nach. Ihr steht Johanna Essmer zu Seite.
Gemeinsam sind sie für direkte Beratung in allen Bereichen zuständig und stehen Flüchtlingen in Räumen in der Passage am Neuen Markt 13 täglich zur Verfügung. Özgün Öz ist weiter Mittelsmann zwischen den verschiedenen Ansprechstationen für Flüchtlinge, und er betreut Organisatorisches. Allegra Pfeifer: "Ich kümmere mich um die direkte Integration der Leute ins Alltagsleben."
Pfeifer war in Eberbach bereits Schulsozialarbeiterin an der Real- und der (damals noch) Werkrealschule. Nach ihrem Studium an der SRH Hochschule Heidelberg arbeitete Allegra Pfeifer als Schulsozialarbeiterin sowie parallel im Stadtteilmanagement von Heidelberg-Boxberg; durch ihre Tätigkeit als Schulsozialarbeiterin in Eberbach "kenne ich hier schon viele".
Großen Bedarf haben ihre Klienten beim Integrieren auf dem Arbeitsmarkt, etwa bei Bewerbungen-Schreiben, beim Darstellen ihres Potenzials und beim Herausfinden der Interessen. Hier greift Allegra Pfeifer ihren Klienten etwa mit dem Vorbereiten auf Vorstellungsgespräche unter die Arme, aber je nach Themenschwerpunkt, der die Leute gerade beschäftigt, auch bei anderen Angelegenheiten.
Allegra Pfeifer spricht noch Englisch und Spanisch. "Ich habe bis jetzt nur wenige Leute kennen gelernt, die weder Deutsch noch Englisch sprechen."
Info: Allegra Pfeifers Bürozeiten im Büro (E-Mail: allegra.pfeifer@ib.de) Neuer Markt 13 (Passage) sind Mo-Mi 14.30-16.30 Uhr, Di 10-12.30 Uhr, Do 10-12.30 Uhr und 13.30-14.30 Uhr sowie Fr 10-12.30 Uhr.