Impfschutz gegen Covid-19 wird aus dem Leistungskatalog der Krankenkassen gestrichen. Doch es gibt weiterhin Ausnahmen. Gesetzlich Versicherte, die sich gegen Covid-19 impfen lassen möchten, müssen die Impfung womöglich nun aus der eigenen Tasche zahlen. Hintergrund ist ein Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), der am 29. Oktober in Kraft getreten ist. Für wen die Krankenkasse weiter zahlt Zahlten die Krankenkassen bislang für alle Versicherten ab 60 Jahren eine jährliche Auffrischungsimpfung, liegt diese Altersgrenze mittlerweile bei 75 Jahren. Wer folglich vor Erreichen des 75. Lebensjahres seinen Covid-Schutz erneuern möchte, zahlt dies künftig selbst. Für alle Älteren übernimmt weiterhin die Krankenkasse die anfallenden Kosten. Auch für weitere Risikogruppen bleibt die Impfung eine Krankenkassenleistung. Dazu gehören: Menschen mit chronischen Erkrankungen (unter anderem chronische Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenerkrankungen, Diabetes, Adipositas, Demenz , COPD), die ein erhöhtes Risiko für schwere Erkrankungen haben Bewohner von Pflegeeinrichtungen Medizinisches Personal und Pflegepersonal mit erhöhtem Infektionsrisiko Schwangere mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung Bestimmte Kontaktpersonen von besonders gefährdeten Menschen Grundlage für den Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses ist eine neue Einschätzung der Ständigen Impfkommission (Stiko) . Diese sieht mittlerweile keine Notwendigkeit mehr für gesunde Erwachsene, sich gegen Corona impfen zu lassen. Laut Robert Koch-Institut verfügt mittlerweile die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung (95 Prozent) durch Impfungen oder Infektionen über eine ausreichende Immunität gegen Corona. Impfung als Zusatzleistung Obwohl die Corona-Impfung für die meisten gesunden Menschen unter 75 Jahren nicht mehr zum regulären Leistungskatalog der Krankenkassen gehört, kann es sein, dass die Kasse dennoch zahlt. Manche Krankenkassen bieten zusätzliche Impfungen als zusätzliche Leistung an. Impfwillige Versicherte, die sich unsicher sind, sollten bei ihrer Krankenkasse nachfragen. Alle anderen können die Impfung gegen Selbstzahlung weiter vornehmen lassen. Laut "Berliner Morgenpost" belaufen sich die Kosten für den Impfstoff auf einen Betrag zwischen 105 und 120 Euro. Hinzu kommt das Honorar für die Impfung, wofür weitere 14 Euro fällig werden.