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Wahlumfragen vor Midterms: Die Umfragen deuten Verluste für Trump-Partei an

Am Dienstag kommt es in den USA zu den Midterms 2026. Werden die Republikaner von Präsident Donald Trump bei den Kongresswahlen die Mehrheit an die Demokraten verlieren? Wenn am Dienstag die US-Amerikaner an die Wahlurnen gehen, findet nach der Präsidentschaftswahl die zweitwichtigste US-Wahl statt: Bei den Zwischenwahlen in den USA wird ein Großteil des Kongresses neu gewählt. Konkret werden etwa ein Drittel der Sitze im Senat und alle Plätze im Repräsentantenhaus neu vergeben. Zudem finden in etlichen Bundesstaaten Gouverneurswahlen und weitere Abstimmungen auf kommunaler Ebene statt. Aktuell besitzen die Republikaner von US-Präsident Donald Trump die Mehrheit in beiden Kammern. Allerdings sind die sogenannten US-Midterms traditionell eine Abstimmung, in der die Wähler häufig die Politik des Präsidenten mit ihrem Votum abstrafen. Auch vor dieser Zwischenwahl sagen verschiedene Umfragen , dass Trumps Partei ihre Mehrheit im Kongress verlieren und den Republikanern ein böses Erwachen drohen könnte. Demokraten bei Midterms 2026: Bundesstaat wird zum Testlabor US-Zwischenwaheln: Hier wird es für Trump bei den Midterms richtig eng t-online gibt einen Überblick über die Ausgangslage in den beiden Kammern des Kongresses vor den Midterms 2026 : Zahlreiche offene Rennen im Repräsentantenhaus bei den Midterms Das Repräsentantenhaus wird alle zwei Jahre komplett neu gewählt. Es umfasst 435 Sitze von Abgeordneten aus den gesamten USA. In der aktuellen Wahlperiode besitzen die Republikaner eine knappe Mehrheit von 219 zu 214 Sitzen. Zwei Sitze sind nach Rücktritten nicht mehr besetzt. Analysen in den USA, die die Umfragewerte von verschiedenen Erhebungen zusammenfassen, sagen dort einen Sieg der Demokraten voraus. Das Umfrageportal "RealClear Polling" geht davon aus, dass die Demokraten im Repräsentantenhaus mit 227 Sitzen fest rechnen können, die Republikaner dagegen mit 180. Ein offenes Rennen soll es laut dem Portal noch in 28 Wahlkreisen geben. Andere Analysen sehen das Rennen offener und sprechen von 40 bis 50 umkämpften Sitzen bei US-Midterms 2026. Für eine Mehrheit in der Kammer sind mindestens 218 Sitze notwendig. Theoretisch reichen den Demokraten also nur wenige Zugewinnen, damit die Mehrheit wechselt. Newsblog: Alle aktuellen Entwicklungen rund um die US-Midterms 2026 Bei den US-Zwischenwahlen werden 35 Sitze im Senat vergeben Anders als im Repräsentantenhaus wird der Senat bei den US-Zwischenwahlen nicht vollständig neu gewählt. Von den 100 Sitzen in der Kammer – zwei für jeden Bundesstaat – werden diesmal 35 Plätze neu vergeben. 33 Wahlen sind regulär. In Florida und Ohio finden zudem zwei Sonderwahlen statt: Diese sind erforderlich, weil die Senatoren JD Vance (Ohio) und Marco Rubio (Florida) in die Regierung gewechselt waren. Da ihre Nachfolger ernannt wurden, müssen sie sich vorzeitig einer Wahl stellen. Die Amtszeit eines Senators beträgt regulär sechs Jahre. Aktuell besitzen die Republikaner in der Kammer eine Mehrheit von 53 zu 47 gegenüber den Demokraten. Damit die Mehrheit wechselt, müssten die Demokraten also alle ihre Sitze halten und mindestens vier weitere bei den Midterms dazugewinnen. Ein Gleichstand würde auch eine Mehrheit für die Republikaner bedeuten: In dem Fall darf Vance als Vizepräsident im Senat mit abstimmen und kann damit den Republikanern eine Mehrheit verschaffen. Umfragen vor den US-Midterms sehen Demokraten leicht im Vorteil Laut aktuellen Umfragen vor den Midterms deutet sich im US-Senat ein Kopf-an-Kopf-Rennen an. Das Umfrageportal "RealClear Polling" geht davon aus, dass die Demokraten im kommenden Senat 47 Sitze sicher haben werden. Die Republikaner stehen laut den aktuellen Umfragen derzeit bei 44 Sitzen. Bei neun weiteren Sitzen gibt es bisher keine klare Tendenz in den Wahlumfragen für welche Partei sich die Wählerinnen und Wähler vor der Wahl in den USA entscheiden könnten. Eine gute Siegchance rechnet das Portal den Demokraten in North Carolina aus. Dort tritt der Republikaner Thom Tillis ab. Aktuelle Umfragen sehen in dem Bundesstaat den Demokraten Roy Cooper vorn. Dort wäre also ein sogenannter Flip eines Senatspostens für die Demokraten möglich. In acht Bundesstaaten macht das Portal keinen Favoriten aus: Texas , Kansas, Iowa, Michigan , Ohio, Maine, South Carolina und Alaska. Zudem gibt es mehrere Bundesstaaten, in denen kurz vor der Wahl wohl ein sehr knappes Ergebnis erwartet wird: Dazu gehören Nebraska, das traditionell von Republikanern dominiert wird und Minnesota, das eher demokratisch wählt. Viele der Bundesstaaten, in denen bislang kein Favorit erkennbar ist, sind traditionell eher republikanisch geprägt: Den letzten demokratischen Senator in Texas gab es vor mehr als 30 Jahren. In Kansas wurde zuletzt 1930 ein Mann aus dieser Partei in den Senat gewählt. Letzte Wähler-Umfrage vor Midterms: Vorsprung verringert Der Abstand zwischen Demokraten und Republikanern ist kurz vor den US-Kongresswahlen am Dienstag geschrumpft. Etwa 46 Prozent der registrierten Wähler wollen einer am Montag abgeschlossenen Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters und des Instituts Ipsos zufolge für die Demokraten stimmen, während 38 Prozent die Republikaner bei den Midterms bevorzugen. Der Vorsprung von acht Prozentpunkten ist damit geringer als in der Vorwoche, als die Demokraten noch mit elf Punkten in der Umfrage führten. Viele Wähler sehen ihre Entscheidung bei den Wahlen zum Repräsentantenhaus und zum Senat als Votum gegen US-Präsident Donald Trump: Rund 50 Prozent der registrierten unabhängigen Wähler gaben an, ihre Stimme richte sich gegen den Präsidenten. Dagegen wollten 13 Prozent damit Trump unterstützen, während er für 33 Prozent keine Rolle bei der Wahlentscheidung spielte. Ist die US-Zwischenwahl bereits entschieden? Entschieden ist die Wahl aber noch nicht, denn Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. In der Vergangenheit hatten die Prognosen vor Wahlen in den USA mitunter deutlich andere Ergebnisse als an den Wahltagen vorhergesagt. Vor der Präsidentschaftswahl 2016 galt ein Sieg von Donald Trump etwa als unwahrscheinlich. Trump setzte sich dann aber deutlich gegen Hillary Clinton durch. Auch bei den Zwischenwahlen hatte es in der Vergangenheit Überraschungen gegeben. 2022 hatten die Umfragen etwa einen klaren Sieg der Republikaner vorhergesagt. Stattdessen konnten die Demokraten ihre Mehrheit im Senat leicht ausbauen und verloren nur knapp im Repräsentantenhaus die Mehrheit an die Republikaner.

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