Добавить новость


World News in German


Новости сегодня

Новости от TheMoneytizer

Midterms 2026: Religiöse Trump-Wähler – können Demokraten sie abwerben?

Jahrzehntelang überließen die Demokraten das Thema Religion den Republikanern. Bei den Midterms treten nun etliche demokratische Pastoren an – und werben ganz offensiv mit Gott. Julia Naue berichtet aus Washington . Adam Hamilton sagt, die Bibel sei die prägende Geschichte seines Lebens. "Ich knie nieder, übergebe mein Leben Christus, bete darum, dass der Heilige Geist mich führt, lese in der Heiligen Schrift", erzählt der Mann, der immer eine kleine Bibel in der Tasche hat, in einem TV-Interview. Hamilton ist Demokrat. Und er macht bei den Midterms in den USA Wahlkampf mit seinem christlichen Glauben. Und damit ist er nicht der einzige demokratische Kandidat. Das ist ungewöhnlich, denn eigentlich ist Kirche das Thema der Republikaner; US-Präsident Donald Trump predigt einen christlichen Nationalismus. Doch die Demokraten beginnen, den Glauben nicht länger den Republikanern zu überlassen und werben um christliche Wähler. Kann das funktionieren? Etliche Pastoren und bekennende Christen gehen bei den Zwischenwahlen für die Demokraten ins Rennen. Sie spielen ihren Glauben nicht herunter, sondern stellen ihn ins Zentrum ihrer Auftritte, nutzen christliche Rhetorik und präsentieren einen Gegenentwurf zur religiösen Rechten, die in den vergangenen Jahren immer stärker geworden ist. Der bekannteste von ihnen ist James Talarico. Der 37-Jährige ist der Enkel eines Baptistenpredigers und absolvierte eine theologische Ausbildung. Er will im erzkonservativen Texas einen Sitz im US-Senat gewinnen. Eigentlich sind Demokraten im republikanisch geprägten "Lone Star State" nahezu chancenlos. Doch Talarico liegt in Umfragen gleichauf mit seinem republikanischen Konkurrenten. Im konservativen Kansas will Pastor Adam Hamilton in den US-Senat. Der 62-Jährige steht der größten Methodistenkirche in den USA vor, einer sogenannten Megakirche. 1990 hat er sie gemeinsam mit seiner Ehefrau gegründet. Auch er kann sich Chancen ausrechnen, das Rennen zu gewinnen. In diversen weiteren Bundesstaaten kandidieren demokratische Pastorinnen und Pastoren für das US-Repräsentantenhaus. Dabei sprechen sie eine Wählerschaft an, die sich in weiten Teilen von den Demokraten abgewandt hat. "Republikaner zu sein, ist in Amerika zu einem Teil dessen geworden, was es bedeutet, ein weißer Christ zu sein – selbst für Menschen, die nicht besonders religiös sind", erläutert Ryan Burge. Er ist Politikwissenschaftler an der Washington University in St. Louis und forscht zum Thema Religion. Die Chancen für Demokraten, religiöse Republikaner für sich zu gewinnen, hält er für "ziemlich begrenzt", besonders bei weißen Evangelikalen, die regelmäßig in die Kirche gehen. Diese Menschen gehörten seit Jahrzehnten fest zum Lager der Republikaner, so Burge zu t-online. Sehr religiöse Erwachsene sind meist Anhänger der Republikaner Die Zahlen zeigen: Rund 62 Prozent der Amerikaner identifizieren sich dem Forschungsinstitut Pew Research Center zufolge als Christen. In den USA hängt die politische Orientierung demnach häufig mit der Religiosität zusammen: Erwachsene mit hoher religiöser Bindung identifizieren sich öfter mit den Republikanern. Menschen mit geringer religiöser Bindung identifizieren sich häufiger mit den Demokraten. Doch es gibt deutliche Unterschiede bei den Bevölkerungsgruppen. Während sich 77 Prozent der stark religiösen Weißen mit den Republikanern identifizieren, zählen sich religiöse Schwarze mehrheitlich zu den Anhängern der Demokraten. Bei den stark religiösen Hispanics stehen 48 Prozent den Republikanern und 40 Prozent den Demokraten nahe – also ebenfalls deutlich durchmischter als bei den weißen Christen. Weiße Evangelikale sind zudem die einzige religiöse Gruppe, in der mehr Menschen Trumps Amtsführung gutheißen als ablehnen. Die Demokraten versuchen nun jene Christen zu erreichen, die mit Trump und dessen Verständnis von Religion nichts anfangen können. "Aber es ist ein großer Unterschied, sich mit Donald Trump unwohl zu fühlen oder tatsächlich für einen Demokraten zu stimmen", warnt Politikwissenschaftler Burge. Wie soll es also dennoch gelingen? Nächstenliebe statt und "moralische Spannung" Talarico, Hamilton und die anderen Demokraten grenzen sich deutlich vom christlichen Nationalismus ab. Die Ideologie sieht vor, die USA zu einer christlichen Nation zu machen, in der die Regierung dem christlichen Glauben Vorrang einräumt. Talarico bezeichnete christlichen Nationalismus in der Vergangenheit als ein "Krebsgeschwür an unserer Religion". Die christlichen Demokraten werben zwar damit, religiös geprägt zu sein, ihre Politik aber nicht von der Religion diktieren zu lassen. So verteidigt Pastor Hamilton das Recht auf Abtreibung, gesteht aber eine "moralische Spannung" bei der Frage ein. Die Demokraten setzen außerdem bewusst auf Nächstenliebe, Freundlichkeit und Güte und begründen das mit ihrem Glauben. Damit betonen sie explizit andere Werte als Präsident Trump, der für Überzeugungen wie das Recht des Stärkeren steht. Trump hat ohnehin ein fragwürdiges Verhältnis zur Religion. Trump nannte die Bibel zwar sein "Lieblingsbuch", konnte aber einst in einem Interview keinen einzigen Bibelvers zitieren. Später sagte er, "Auge um Auge" sei sein liebster Vers. Trump ist in seiner Zeit als New Yorker Geschäftsmann nicht als besonders christlich in Erscheinung getreten, er machte Schlagzeilen mit Affären und ließ sich mehrfach scheiden. Später als Präsident hat er allerdings aktiv die christliche Rechte unterstützt und so diese Wählerschaft an sich gebunden. Dass er die Mehrheit am Supreme Court so weit nach rechts verschoben hat, dass das Oberste US-Gericht das Recht auf Abtreibung gekippt hat, dankt die religiöse Rechte ihm mit unerschütterlicher Treue. Die demokratischen Christen versuchen Trump und seine Republikaner auch mit einer religiösen Argumentation anzugreifen. Sie werfen ihnen vor, ihre Abschiebungs- oder Gesundheitspolitik sei unchristlich, das Ausgrenzen von Minderheiten ebenso. Die Republikaner versuchen Hamilton, Talarico und die anderen christlichen Demokraten hingegen als falsche Christen darzustellen – Wölfe im Schafspelz, die nur vorgeben würden, christliche Werte zu vertreten, aber eigentlich gar keine richtigen Christen seien. Kulturkampfthemen sind Angriffsfläche US-Vizepräsident JD Vance warf Pastor Hamilton zum Beispiel vor, seine Predigten seien "kein Christentum", sondern "linker Radikalismus, der im Gewand unserer Religion daherkommt". Er sei "zu woke" für Kansas. In Texas machen die Republikaner auch zum Thema, dass Talarico Gott einst als "non-binär" bezeichnet hat. Talarico ruderte im Wahlkampf zurück und sagte, dass seine damalige Aussage absichtlich provokativ gewesen sei. US-Zwischenwahlen: In diesen Bundesstaaten wird es für Trump richtig eng Bizarrer Vorstoß: "Irrationaler Hass auf alles, was mit Trump zu tun hat" Der Vorfall macht aber deutlich, wie angreifbar die Demokraten bei Kulturkampfthemen sind. Gerade eine sehr christliche Wählerschaft dürfte bei solchen Äußerungen schnell abgeschreckt sein. Die Republikaner nutzen das. So griff Trump Pastor Hamilton dafür an, sich für Trans-Menschen einzusetzen. Hamilton reagierte: "Ich finde nicht, dass wir eine kleine Gruppe von Menschen schikanieren, auf ihnen herumhacken oder ihnen Leid zufügen sollten." Gleichzeitig sprach er sich gegen die Teilnahme von Transfrauen im Frauensport aus. Für Demokraten in konservativen Staaten sind solche ideologisch aufgeheizten Themen, die von den Republikanern gezielt befeuert werden, ohnehin ein Balanceakt. Für Demokraten, die mit religiöser Rhetorik gezielt Christen ansprechen wollen, ist es noch einmal schwieriger. Der konservative Stratege Eric Teetsel schreibt in der "Washington Post" über die progressiven Christen: "Sie verwenden die Sprache des Glaubens, um für Positionen zu argumentieren, die im Allgemeinen mit der säkularen Linken in Verbindung gebracht werden." Er geht davon aus, dass die Demokraten nur sehr christliche Wählerinnen und Wähler ansprechen könnten, wenn sich progressiv-christliche Kandidaten bei ihren Positionen in "Richtung Mitte" bewegen. Auch Politikwissenschaftler Burge ist überzeugt, dass die Möglichkeiten der Demokraten begrenzt sind. Vor allem die "umfassende kulturelle Kluft" sei für Demokraten am schwierigsten zu überwinden. Burge zufolge nehmen Menschen politische Identitäten an und passen anschließend ihre religiöse Identität und ihren Glauben an diese politischen Überzeugungen an. Das deute darauf hin, dass politische Einstellungen stärker von der Parteibindung geprägt werden als von der Religiosität. Für die christlichen Demokraten macht es das schwieriger. "Demokraten können nicht einfach häufiger aus der Bibel zitieren und erwarten, dass ihnen religiöse Republikaner scharenweise zulaufen", betont der Politikwissenschaftler. Denn die Gräben zwischen beiden Parteien hätten sich über Jahrzehnte hinweg entwickelt. "Mit ein paar gut formulierten Reden werden sie nicht verschwinden."

Читайте на сайте


Smi24.net — ежеминутные новости с ежедневным архивом. Только у нас — все главные новости дня без политической цензуры. Абсолютно все точки зрения, трезвая аналитика, цивилизованные споры и обсуждения без взаимных обвинений и оскорблений. Помните, что не у всех точка зрения совпадает с Вашей. Уважайте мнение других, даже если Вы отстаиваете свой взгляд и свою позицию. Мы не навязываем Вам своё видение, мы даём Вам срез событий дня без цензуры и без купюр. Новости, какие они есть —онлайн с поминутным архивом по всем городам и регионам России, Украины, Белоруссии и Абхазии. Smi24.net — живые новости в живом эфире! Быстрый поиск от Smi24.net — это не только возможность первым узнать, но и преимущество сообщить срочные новости мгновенно на любом языке мира и быть услышанным тут же. В любую минуту Вы можете добавить свою новость - здесь.


Новости от наших партнёров в Вашем городе

Ria.city
Музыкальные новости
Новости России
Экология в России и мире
Спорт в России и мире
Moscow.media










Топ новостей на этот час

Rss.plus