Nach dem Remis gegen Kiel holt Hertha gegen Bielefeld einen späten Sieg. Karlsruhe erlebt in Magdeburg einen Nachmittag zum Vergessen. Zweitligaspitzenreiter Hertha BSC bleibt auch im neunten Ligaspiel in dieser Saison ungeschlagen. Nach dem 0:0 gegen Holstein Kiel in der vergangenen Woche konnte der Hauptstadtklub am Samstag Arminia Bielefeld mit 1:0 (0:0) niederringen. Den Treffer des Tages erzielte Josip Brekalo – per Handelfmeter in der Nachspielzeit (90. Minute+2). Die "Alte Dame" hat als Tabellenführer nun neun Punkte Vorsprung auf Rang vier. Dort steht vorerst der 1. FC Magdeburg . Das Team von Petrik Sander zerlegte den Karlsruher SC vor heimischem Publikum mit 6:1 (1:0). Nach einem Elfmeter-Doppelpack von Mateusz Żukowski (39./51.) schraubten Anselmo García MacNulty (54.), Emmanuel Iyoha (59.) und Roko Šimić (66.) das Ergebnis in die Höhe. Deniz Ofli gelang für den KSC der Ehrentreffer (82.). Leon Mergner setzte den Schlusspunkt (90.+3). Der 1. FC Heidenheim und Energie Cottbus trennten sich mit einem 1:1-Unentschieden (0:1). Die Führung der Gäste durch Lucas Copado (40.) egalisierte Oualid Mhamdi (49.). Hertha BSC – Arminia Bielefeld Die Gastgeber begannen druckvoll. Sebastian Grönning scheiterte bei der ersten Chance aber an Torhüter Jonas Kersken (2.). Bei der zweiten Möglichkeit der Hertha hatte Grönning Kersken bereits überwunden, doch Maximilian Großer klärte kurz vor der Linie (16.). Der Spitzenreiter blieb in der Folge spielbestimmend, Oluwaseun Adewumi fand aber ebenfalls in Kersken seinen Meister (39.). Die Berliner drängten auch nach dem Seitenwechsel auf die Führung, Mads Pedersen verzog allerdings in aussichtsreicher Position (52.). Kevin Sessa schlenzte einen Freistoß zudem an die Latte (65.). Bielefeld tat sich offensiv äußerst schwer, Großer brachte mit seinem Kopfball etwas Gefahr (60.). Als es nach einer Nullnummer aussah, spielte Großer den Ball mit dem Arm. Brekalo verwandelte den Elfmeter mit etwas Glück. 1. FC Magdeburg – Karlsruher SC Die Karlsruher erwischten den besseren Start und jubelten nach einem Treffer von Noel Eichinger (9.) über die vermeintliche Führung. Wegen Abseits wurde das Tor jedoch aberkannt. Nach rund einer Viertelstunde übernahmen die Gastgeber die Kontrolle und trafen durch Żukowski ebenfalls ins Netz. Doch auch dieser Treffer zählte wegen Abseits nicht. Später durfte der Pole dafür gleich doppelt jubeln. Bei seinen Elfmetertoren war KSC-Torhüter Hans Christian Bernat machtlos. Überhaupt waren Standardsituationen an diesem Nachmittag die große Stärke des FCM. Auch dem dritten Treffer ging ein ruhender Ball voraus. Die Gegenwehr der offensiv harmlosen Gäste war endgültig gebrochen und Magdeburg spielte sich in einen Torrausch. 1. FC Heidenheim – Energie Cottbus Auf der Ostalb legten die verletzungsgeplagten Gäste mit Schwung los. Direkt nach dem Anstoß prüfte Copado (1.) Heidenheims Torwart Thomas Dähne aus der Ferne. Beide Teams gingen zu Beginn mit viel Intensität zu Werke, doch Energie war gefährlicher. Dähne rettete gegen Tolcay Ciğerci (9.) erneut in höchster Not. Die Gastgeber kamen nun stärker auf. Energie-Keeper Marcel Lotka (19.) parierte eine Heidenheimer Doppelchance, Patrick Mainka (20.) köpfte Sekunden später knapp daneben. Ein Treffer von Budu Zivzivadze (30.) wurde wegen einer Abseitsstellung aberkannt. Mitten in dieser guten Phase der Schwaben traf Cottbus, als Copado Dähne per Heber keine Chance ließ. Nach der Pause dominierte dann vornehmlich Heidenheim. Nach einer Ecke fälschte Tim Campulka einen Schuss von Mhamdi von der Strafraumkante unhaltbar ins Tor ab. Die Heidenheimer erspielten sich nun eine Vielzahl von Chancen – sie vergaben jedoch eine nach der anderen kläglich.