A100 eingeschränkt: Weiterhin Sperrungen auf Rudolf-Wissell-Brücke
Seit Monaten gibt es auf der A100 umfangreiche Sperrungen, weil mehrere Brücken marode sind und abgerissen werden. An einer vielbefahrenen Stelle dauern Untersuchungen länger. Was bedeutet das?
Wegen Schäden an der Rudolf-Wissell-Brücke müssen sich Verkehrsteilnehmer auf der Stadtautobahn A100 weiterhin auf Staus einstellen. Die Sperrungen auf der Brücke dauern nach Angaben der Verkehrsinformationszentrale an. Die Brücke werde noch von externen Gutachtern untersucht, hieß es unter Verweis auf die Autobahn GmbH des Bundes. Ergebnisse sollen erst Mitte November vorliegen. Zuvor hatte der RBB berichtet.
Die äußeren Fahrstreifen der A100 auf der Brücke sind seit dem 7. Oktober gesperrt. Ursprünglich sollte der jeweils rechte Fahrstreifen zwei Wochen lang nicht befahrbar sein.
Hintergrund ist ein beschädigtes Spannglied an der Brücke, das erneuert werden muss. So lange ist laut Autobahn GmbH eine Vollbelastung der Brücke, die zu den meistbefahrenen Autobahnabschnitten Deutschlands gehört, nicht möglich.
Umfangreiche Sperrungen wegen Schäden
Die Rudolf-Wissell-Brücke ist mit rund 930 Metern die längste Straßenbrücke in Berlin, wie es hieß. Täglich überqueren sie rund 180.000 Fahrzeuge. Für das Bauwerk ist laut Autobahn-Gesellschaft ein Ersatzneubau mit zwei getrennten Brücken in Planung.
Seit Monaten gibt es auf der A100 umfangreiche Sperrungen, weil mehrere Brücken marode sind und abgerissen werden. Der prominenteste Fall ist die Ringbahnbrücke, die zum Dreieck Funkturm gehörte. Im Frühjahr 2025 wurde sie wegen eines sich ausbreitenden Risses im Tragwerk gesperrt und schließlich abgerissen. Der Neubau der Brücke läuft bereits. So erging es auch der weiter nördlich gelegenen Westendbrücke. Auch hier hat der Neubau Ende Dezember 2025 begonnen.