Mit Inter Mailand feierte Marko Arnautović 2010 den Gewinn der Champions League. Im Anschluss wird er zweimal von der Polizei zu Boden gerungen – und steigt kurz darauf auch noch in den Bayern-Bus. Der ehemalige österreichische Nationalspieler Marko Arnautović hat von seinen turbulenten Erlebnissen rund um das Champions-League-Finale 2010 berichtet. Die Partie in Madrid konnte Inter Mailand damals mit 2:0 gegen den FC Bayern gewinnen. Rund um den Triumph in der spanischen Hauptstadt wurde Arnautović, der bei den Italienern unter Vertrag stand, jedoch gleich zweimal von der Polizei festgenommen, wie er im Stream bei Twitch-Star Marli erzählte. "Wir haben das Finale gewonnen, sprinten alle rein, feiern auf dem Platz", sagte Arnautović. Er sei kurz darauf dann zu einigen Fans hinter dem Tor auf die Tribüne gesprungen. Als er zurück aufs Feld wollte, habe die Polizei dann gedacht, er sei selbst ein Inter-Anhänger. Mehr als 1,5 Promille im Blut: Fußballprofi baut betrunken Unfall – und flieht "Ich liege am Boden und die halten mich so fest", sagte Arnautović im Stream während er seine Hände auf den Rücken hielt. "Ich hatte nicht mehr die Akkreditierung. Die hatte ich nicht mehr um, ich habe die irgendwie weggeschmissen", erläuterte er den Grund für die Annahme der Beamten, er gehöre nicht aufs Feld. "Die haben geglaubt, ich bin irgendein Fan und wollten mich festnehmen." Inters Co-Trainer habe die Situation dann aber aufgelöst und den Polizisten klargemacht, dass Arnautović ein Spieler sei. Danach habe er dem damaligen Jungprofi gesagt: "Marko, du hast es (die Akkreditierung, Anm. d. Red.) nicht mehr. Bleib jetzt im Feld und geh in die Kabine." "Auf einmal kommen sechs Polizisten" Kurze Zeit später habe Arnautović eigenen Angaben zufolge dann auch den Weg in die Katakomben angetreten. Teamkollege Mario Balotelli habe sich derweil schon im Bus befunden, dort telefoniert – was Arnautović zu einem folgenschweren Scherz veranlasste. "Ich gehe so ganz langsam zum Bus, springe hoch und haue voll gegen die Fensterscheibe", schilderte er. Balotelli habe sich daraufhin erschreckt. "Auf einmal kommen sechs Polizisten", sagte Arnautović. Diese hätten mehrfach "Stopp" geschrien. "Haben wieder geglaubt, ich bin ein Fan", so der Mittelstürmer. "Ich war wieder am Boden." Erneut sei dann Inters Co-Trainer zu seiner Rettung gekommen. Dieser habe ihm dann gesagt: "Hör zu, steig jetzt in den Bus ein und geh nicht mehr raus. Du bleibst jetzt da sitzen und du machst gar nichts." Doch daran habe er sich aber nicht gehalten, so Arnautović. "Keiner kannte mich": Arnautović plötzlich im Bayern-Bus Er sei kurz darauf wieder aus dem Inter-Bus ausgestiegen und zum Bus des FC Bayern gegangen, berichtete Arnautović. Dort habe er dem damaligen Münchner Trainer Louis van Gaal die Hand geschüttelt und ihn zu einem guten Spiel beglückwünscht. "Ich als 18-, 19-Jähriger, Ahnungsloser, keiner kannte mich, keiner hat gewusst, dass ich bei Inter spiele, gehe in den Bus rein und sage: 'Ey, bester Trainer, viel Glück, Jungs'", beschrieb Arnautović lachend die Situation und fügte hinzu: "Bruder, ich bin ein No-Name." Tatsächlich hatte der heute 37-Jährige in der Champions-League-Saison 2009/2010 kein einziges Spiel für Inter absolviert, genauso auf dem Weg zum Pokaltriumph in derselben Spielzeit. In der Liga stand er wiederum dreimal auf dem Feld, trug damit zumindest einen kleinen Teil zum Meisterschaftsgewinn bei. Größer war sein Einfluss dann in der Meistersaison 2023/2024, als er in 27 Partien fünf Tore erzielte und drei Treffer vorlegen konnte. In Deutschland ist Arnautović aus seiner Zeit bei Werder Bremen bekannt. Für den Bundesligisten lief er zwischen 2010 und 2013 in 84 Pflichtspielen auf und sammelte 29 Scorerpunkte (16 Tore, 13 Assists).