Im Kampf gegen Drogenkartelle sind jetzt auch US-Soldaten in Ecuador im Einsatz. Sie helfen bei Razzien. Die USA haben Soldaten in aktive Einsätze gegen Drogenkartelle in Ecuador geschickt. Das meldete das amerikanische Southern Command auf X. Es habe sich um eine gemeinsame Aktion mit der Drogenbehörde DEA und der ecuadorianischen Polizei gehandelt. Die Polizei von Ecuador bestätigte den Einsatz. Laut einem Bericht seien 50 amerikanische Soldaten bei den landesweiten Razzien eingesetzt gewesen. Es habe sich um Operationen gegen Drogenhändler gehandelt, die mit dem mexikanischen Kartell Jalisco New Generation in Verbindung stehen sollen. Drei Verdächtige seien getötet, Dutzende verhaftet worden. Trump regiert die USA: Alle aktuellen Meldungen Gefahr für Deutschland: Hendrik Streeck warnt vor Trumps Drogenkrieg Aufnahmen der Polizei von Ecuador zeigen Soldaten mit amerikanischen Flaggen auf dem Ärmel. In Zusammenarbeit mit dem Südkommando der amerikanischen Streitkräfte sei auch ein Mann namens "Charlie" getötet worden, der ein Drogenboss gewesen sein soll. Verteidigungsminister teilt blutiges Video "Wir haben gesagt, es geht entweder ins Gefängnis oder in die Hölle, und dieser hier hat es nicht bis ins Gefängnis geschafft", schrieb Ecuadors Verteidigungsminister Gian Carlo Loffredo zu einem Video auf X. Darin waren drei Männer zu sehen, die auf einer blutbefleckten Straße neben einem von Kugeln durchsiebten Lastwagen liegen. Seit Monaten sind die USA in Mittel- und Südamerika aktiv, trainieren örtliche Polizeieinheiten in Peru , teilen Geheimdienstinformationen mit Regierungen und Drogenbehörden, schicken Ausrüstung nach Guatemala und jagen mutmaßliche Drogenkuriere in der Karibik . Dass Soldaten aber direkt in Razzien involviert sind, ist laut WSJ ein Novum. USA helfen bereits mit Training und Waffen "Was wir derzeit in Ecuador erleben, ist mit nichts zu vergleichen, was wir selbst während des Kalten Krieges gesehen haben", sagte er. "Sollte sich dieses Modell in der Region durchsetzen, werden wir US-Truppen vor Ort sehen, die sich in unmittelbarer Nähe von Kampfhandlungen befinden oder sogar daran teilnehmen." Ecuador gilt als Trump-Verbündeter im Kampf gegen Drogen. Das Land liegt zwischen den großen Produzentenländern Kolumbien und Peru. Präsident Daniel Noboa hat wiederholt um internationale Unterstützung im Kampf gegen den Drogenhandel gebeten. Im März bombardierte die US-Luftwaffe mutmaßliche Drogenhändler an der Grenze zu Kolumbien. Außerdem wurden von der US-Marine einige Fischerboote aus Ecuador im Pazifik zerstört, die Drogen geschmuggelt haben sollen. Bei einem Besuch in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito Anfang September hatte US-Außenminister Marco Rubio angekündigt, dass US-Spezialeinheiten nun gemeinsam mit ecuadorianischen Einsatzkräften gegen Drogenhändler vorgehen werden.