Wer sich das Wohnen nicht mehr leisten kann, kann einen staatlichen Zuschuss bekommen. Wie haben sich Haushalte und Ausgaben im vergangenen Jahr entwickelt? Die Zahl der Haushalte mit Wohngeld und die Ausgaben hierfür sind 2025 auf den höchsten Wert seit 20 Jahren gestiegen. Die staatlichen Ausgaben sind dem Statistischen Bundesamt in Wiesbaden zufolge binnen eines Jahres von knapp 4,7 Milliarden auf knapp 5 Milliarden Euro um mehr als 6 Prozent gestiegen. Die Haushalte, die Wohngeld bezogen, stiegen um 7,2 Prozent oder rund 90.000 mehr als ein Jahr zuvor. Das seien die höchsten Werte seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2005. "Wohngeld wird einkommensschwachen Haushalten gewährt, damit diese sich angemessenen Wohnraum leisten können", heißt es in der Mitteilung. Die Höhe des Anspruchs hänge vom Einkommen, den Wohnkosten und der Zahl der Haushaltsmitglieder ab. Grund für die Anstiege im vergangenen Jahr seien gesetzlich vorgeschriebene, turnusmäßige Anpassungen an die Preis- und Mietpreisentwicklung. Im Vergleich der Bundesländer stieg dem Bundesamt zufolge die Zahl der Wohngeldhaushalte in Schleswig-Holstein zum Jahresende mit 12,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr prozentual am stärksten. Den geringsten Anstieg hatte Berlin mit 1,7 Prozent. "Der durchschnittliche Wohngeldanspruch pro Haushalt bewegte sich zwischen 217 Euro in Mecklenburg-Vorpommern bis 339 Euro in Hessen." In mehr als der Hälfte der Wohngeldhaushalte seien Rentner und Pensionäre die Haupteinkommensperson gewesen.