Gesund oder giftig: Dürfen Hunde Avocados essen?
Avocados gelten als gesundes Super-Food – zumindest für Menschen. Darf man die grünen Früchte auch an Hunde verfüttern? Die Antwort auf diese Frage ist eindeutig.
Avocados sollte man auf keinen Fall an Hunde verfüttern. Darauf weisen Tier-Experten auf mehreren Ratgeber-Seiten hin. Zwar gelten die Früchte, die ursprünglich aus den tropischen und subtropischen Regionen Mittel- und Südamerikas stammen, für Menschen als das absolute Super-Food und haben ihren festen Platz in der veganen und vegetarischen Ernährung. Doch für Hunde können Avocados riskant bis lebensgefährlich sein.
Zwar sind Hunde – anders als Katzen – keine reinen Fleischfresser, können sich also auch zu einem kleineren Teil von pflanzlicher Kost ernähren. Avocados sollten aber trotzdem nicht auf ihrem Speiseplan vorkommen.
Das in der Avocado enthaltene Persin ist giftig für Hunde
Dafür gibt es mehrere Gründe: Der erste und wichtigste ist ein Stoff, der in Avocados enthalten und für Hunde giftig ist: das Persin. Dieses Toxin kommt natürlicherweise in der Avocado vor, und ist in höherer Konzentration in der Schale, im Kern und in den Blättern der Pflanze enthalten – aber auch im essbaren Fruchtfleisch, vor allem wenn die Avocado unreif ist. Für Menschen ist das Avocado-Fruchtfleisch unbedenklich. Wir vertragen Persin in geringen Mengen. Die Kerne der Avocado sind jedoch auch für uns Menschen giftig.
Bei Hunden sieht das anders aus, sie reagieren wesentlich empfindlicher auf den giftigen Stoff. Persin verursacht bei ihnen in schlimmeren Fällen Atemnot und schädigt den Herzmuskel, und eine Persin-Vergiftung kann bei Hunden vergleichsweise rasch tödlich enden.
Deshalb warnen Tier-Fachleute davor, überhaupt irgendwelche Bestandteile der Avocado an Hunde zu verfüttern. Zwar bringe ein kleines Stück Avocado-Fruchtfleisch keinen Hund um, so der Tenor. Da die Früchte jedoch generell kein gesunder Snack für die Tiere sind, gibt es auch keinen Grund, überhaupt Hunden Avocados zu fressen zu geben.
Besondere Vorsicht ist beim Kern der exotischen Früchte geboten. Diesen dürfen Hunde auf keinen Fall verschlucken. Nicht nur wegen der toxischen Wirkung. Die Tiere können daran ersticken. Gelangt er in den Verdauungstrakt, kann er einen Darmverschluss auslösen, was ebenfalls zum Tod führt.
Frucht extrem fetthaltig – kein gesunder Snack für einen Hund
Aber auch ohne das Gift, das in höherer Konzentration auch in der Schale enthalten ist, und die Gefahr durch den Kern wäre die Avocado alles andere als gesund für den Hund. Denn die Frucht enthält extrem viel Fett, was ungesund für Hunde ist, denn es löst Verdauungsprobleme und Durchfall aus. Auch eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse kann die Folge sein, wenn Hunde Avocados essen und die Fette den Magen des Tiers reizen.
Doch warum wird die Frage, ob Hunde Avocados fressen dürfen, überhaupt diskutiert? Das liegt einerseits an Social-Media-Trends, die teils neue und ungewöhnliche Ernährungsformen für Tiere propagieren.
Und andererseits weiß – fast – jeder Hundebesitzer: Für die Tiere ist das Essen der Menschen grundsätzlich spannend. Manchmal fällt beim Kochen in der Küche auch das eine oder andere Stück auf den Boden, das nicht für den Hund bestimmt ist und trotzdem blitzschnell weggefuttert wird. Oft ist das nicht der Rede wert – aber bei Avocados sollte man aufpassen. Denn was für uns lecker und gesund ist, kann einem Hund sehr schaden.
Quellen: Petsdeli, Curafyt.com, barfers-wellfood.de, Saligo.de