US-Präsident Donald Trump hat CNN, MSNBC und "Politico" den Zutritt zum Weißen Haus entzogen. Ob und wie das Verbot umgesetzt wird, ist noch offen. US-Präsident Donald Trump Chat NN, MSNBC und das Nachrichtenportal "Politico" vom Zugang zum Weißen Haus ausgeschlossen. Als Begründung warf er auf Truth Social den drei Medienhäusern vor, Falschnachrichten zu verbreiten. Laut Berichten der betroffenen Sender waren deren Reporter zum Zeitpunkt der Ankündigung noch im Weißen Haus anwesend, ohne dass Trumps Regierung Maßnahmen zur Umsetzung ergriffen hatte. Das Verbot würde bedeuten, dass Journalisten dieser Medienhäuser von Pressekonferenzen und Terminen im Oval Office ausgeschlossen wären. Unklar blieb auch, ob sie künftig nicht mehr an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One mitfliegen dürften. CNN ist einer der bekanntesten Nachrichtensender weltweit. "Politico" gehört zum deutschen Medienkonzern Axel Springer. Trump regiert die USA : Alle aktuellen Nachrichten Abkehr von den USA: Trump treibt Carney in die Arme der EU Trump sperrte bereits Nachrichtenagentur AP aus Als Trump im Weißen Haus auf die Frage angesprochen wurde, ob sein Verbot vor Gericht Bestand haben werde, sagte er: "Ich finde nicht, dass ein Gericht zulassen sollte, dass Tag für Tag Falschnachrichten veröffentlicht werden." In seinem Post schrieb Trump, Medienunternehmen sollten nicht ständig über "FIKTION und LÜGEN" schreiben oder sie verbreiten dürfen, wenn sie über den Präsidenten der Vereinigten Staaten, die Regierung oder die Vereinigten Staaten von Amerika berichten. Er kündigte an, weitere Medienhäuser würden folgen, nannte aber keine Namen. Es ist nicht das erste Mal, dass Trump Medien den Zugang zum Weißen Haus erschwert. Bereits zu Beginn seiner zweiten Amtszeit im Januar 2025 war die Nachrichtenagentur Associated Press betroffen. Gleichzeitig ließ das Weiße Haus verstärkt rechte Influencer in den Kreis der akkreditierten Journalisten aufnehmen. Bei Pressekonferenzen der früheren Regierungssprecherin Karoline Leavitt durfte jeweils ein vom Weißen Haus handverlesenes Medium die erste Frage stellen. Trump geht in seiner zweiten Amtszeit zunehmend hart gegen ihm unliebsame Medien vor. Journalisten beleidigt er regelmäßig, wenn ihm ihre Fragen missfallen; wohlwollende Berichterstattung lobt er ausdrücklich. Daneben zieht er Medienhäuser vor Gericht. Betroffen waren bereits die "New York Times", der britische Sender BBC sowie die US-Sender CBS und ABC. Kritiker sehen darin gezielte Einschüchterungsversuche und einen Angriff auf die Pressefreiheit. CNN: "Rechtswidriger Angriff" CNN meldet sich mit einer Stellungnahme zu Wort: "CNN steht voll und ganz hinter unserem Team im Weißen Haus und dessen fairer und akkurater Berichterstattung. Nach der US-Verfassung haben wir das Recht, diese Berichterstattung ohne Behinderung oder Einmischung seitens der Regierung durchzuführen. Sollte das von Präsident Trump angedrohte Verbot tatsächlich umgesetzt werden, wäre dies ein rechtswidriger Angriff auf dieses grundlegende und verfassungsrechtlich geschützte Recht." Der demokratische Minderheitsführer im US-Senat, Chuck Schumer, reagierte auf der Plattform X mit den Worten: "Donald Trump hat gerade das getan, was Diktatoren im Laufe der Geschichte getan haben." Er erinnerte Trump zugleich: "Das ist eine Demokratie." Trump werde es nicht schaffen, Nachrichten zu manipulieren oder die Wahrheit zu verbergen. Trumps Beliebtheitswerte sind knapp sieben Wochen vor den Parlamentswahlen schlecht. Vor allem der zäh verlaufende Krieg im Iran , den Trump ursprünglich auf wenige Wochen begrenzen wollte, bringt ihm Kritik ein. Die Republikaner wollen ihre Mehrheiten in beiden Kammern des Parlaments, Repräsentantenhaus und Senat, verteidigen.