Weil es in Newcastle schwierig wurde, wechselte Nick Woltemade auf Leihbasis nach Italien. Dort hat er aber einen anderen Spieler vor der Nase. In der 76. Minute war es so weit: Nick Woltemade feierte am späten Sonntagabend sein Debüt für Juventus Turin . Vergangene Woche war der deutsche Nationalstürmer auf Leihbasis von Newcastle United zu den Italienern gewechselt. In der Schlussphase kam er dann für Douglas Luiz im Spiel gegen die AC Mailand beim Stand von 0:1 ins Spiel. Und tatsächlich: Die offensivere Ausrichtung der Turiner zeigte Wirkung, Juve glich in der Nachspielzeit aus. Woltemade war am Tor zwar nicht direkt beteiligt, den Freistoß, aus dem das Tor fiel, holte er aber heraus. Immerhin ein kleines Erfolgserlebnis. Womöglich wird es dem groß gewachsenen Stürmer auch helfen, geduldig zu sein. Denn im Sturm ist vorerst Randal Kolo Muani gesetzt. Woltemade ist der Herausforderer, auch in den kommenden Wochen, stellte Trainer Luciano Spalletti klar. "Woltemade ist kopfballstark, man kann ihn als Lösung einsetzen. Ich setze weiterhin auf Kolo Muani", sagte Luciano Spalletti nach dem Spiel gegen Milan bei DAZN. "Am Ende werden wir sehen, wohin uns dieser Weg führt. Ich werde bis zum Ende der Saison dabei bleiben." Bitterer Start : Goretzka fehlt neuem Klub für über einen Monat US Open : 21-Jähriger schreibt Geschichte – Boris Becker schwärmt Woltemade muss also auf seine Chance von Beginn an warten. Inwiefern das Folgen für seine Rolle in der Nationalmannschaft unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp haben wird, bleibt abzuwarten. Außen vor ist der Deutsche aber keineswegs, Trainer Spalletti schwärmte in einem Interview mit der italienischen Zeitung "Tuttosport" vom 1,98 Meter großen Stürmer und wählte einen ungewöhnlichen Vergleich: "Ich habe ein Friesenpferd – und das kommt mir sehr ähnlich vor. Er ist statuenhaft, wirkt körperlich etwas einschüchternd, ist aber dann wieder sehr lieb und lässt sich gerne streicheln und reiten." Zudem lobte er den 24-Jährigen auch weniger metaphorisch: Woltemade könne sein Spiel in die Breite gestalten, aufgrund seiner körperlichen Präsenz aber auch für die Tiefe eingesetzt werden. "Normalerweise ist es schwierig, diese beiden Eigenschaften in einem einzigen Spieler zu vereinen", erklärte Spalletti. "Er aber vereint beides." Damit könnte er perspektivisch auch für Juventus immer wichtiger werden. Und dank der Mehrfachbelastung aufgrund des Europapokals wird er voraussichtlich auch auf seine Minuten kommen.