Panne beim Rückflug des Bundesfinanzministers. Lars Klingbeil sitzt in den USA fest. Das ist für den SPD-Politiker doppelt ärgerlich. Eigentlich sollte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) am Dienstag vom G20-Gipfel in den USA zurück nach Deutschland fliegen. Doch das Regierungsflugzeug, dessen Abflug für 15.45 Uhr (Ortszeit) geplant gewesen ist, blieb auf dem Regionalflughafen von Asheville im US-Bundesstaat North Carolina stehen. Er wagt die Konfrontation: Klingbeil kämpft – doch er steht fast allein Nager, Reifen und Hydraulik: Defekte Regierungsflieger – Eine Chronik des Versagens Die Delegation des deutschen Finanzministers muss nun nach dreistündiger Wartezeit in einem Hotel unterkommen, wie t-online Reporter Daniel Mützel berichtet. Ob und wann der Flug vom Greenville-Spartanburg International Airport noch stattfinden kann, ist dem Vernehmen nach unklar. Ursache für die Verzögerung soll ein Schaden an der Maschine sein. Für Klingbeil ist die Panne auch in anderer Hinsicht ärgerlich: Der Finanzminister verpasst so die Kabinettssitzung am Mittwochmorgen, bei der die Reform der Einkommensteuer beschlossen werden soll. Das Gesetz war zuletzt heftig in die Kritik geraten, unter anderem attackierte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) Klingbeil noch am Dienstag. Das Gesetz kann aber trotz Klingbeils Abwesenheit am Mittwoch beschlossen werden. Der Minister kann sich vertreten lassen. Erstaunliche Pannenserie bei der Flugbereitschaft Das Treffen in den USA verlief für den deutschen Spitzenpolitiker turbulent, wie Sie hier nachlesen können. Im Anschluss besuchte er ein BMW-Werk in Spartanburg in South Carolina. Es ist nicht das erste Mal in den vergangenen Jahren, dass die Flugbereitschaft der Bundeswehr Probleme mit den Regierungsmaschinen hat. Die spektakulärste Panne der deutschen Regierungsflotte ereignete sich im November 2018. Damals waren Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Olaf Scholz auf dem Weg zum G20-Gipfel nach Buenos Aires. Doch kurz nach dem Start fielen im Airbus A340 gleich zwei Funksysteme aus. Eigentlich sollten sich die Systeme im Notfall gegenseitig absichern. Die Maschine musste umkehren. Bis heute gilt dieser Vorfall als einer der schwerwiegendsten in der Geschichte der Flugbereitschaft. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Außenministerin Annalena Baerbock hatten in den Regierungsflugzeugen bereits mit technischen Defektenn zu kämpfen. Steinmeier strandete im Januar 2019 wegen eines Druckluftproblems am A340 drei Stunden lang in Äthiopien . Bei Baerbock kam es 2023 noch schlimmer: Auf dem Weg zu ihrer Indopazifik-Reise, auf der sie unter anderem Australien , Neuseeland und die Fidschi-Inseln besuchen wollte, musste ihre Maschine gleich zweimal wegen derselben Panne umkehren. Die Ursache waren defekte Landeklappen. Als Konsequenz aus dem Vorfall, der auch weltweit Beachtung fand, zog das Verteidigungsministerium den betroffenen Flugzeugtyp umgehend aus dem Verkehr. Vollständig gelöst scheinen die Probleme der Flugbereitschaft dennoch nicht zu sein.