Filmfestspiele: Pressekonferenz beim Filmfest Venedig soll doch stattfinden
Erst gestrichen, nun doch angesetzt: Das Filmfest Venedig hat einem Medienbericht zufolge nun doch eine Jury-Pressekonferenz zur Eröffnung angesetzt. Zuvor hatte die Absage für Spekulationen gesorgt.
Die zunächst gestrichene Eröffnungs-Pressekonferenz der Filmfestspiele Venedig soll nun doch stattfinden. Das berichtete das US-Magazin „Deadline“ unter Berufung auf das Festival. Die Organisatoren hatten die Pressekonferenz, bei der sich die Jury Fragen der Presse stellt, zuvor gestrichen.
Das führte zu Irritationen und Kritik bei Festivalbesuchern. Und zu Vermutungen, dies habe mit den zuletzt politisch sehr aufgeladenen Eröffnungs-Pressekonferenzen bei Filmfestivals zu tun. Die Pressestelle des Festivals bestritt das aber und sprach von einem Terminkonflikt.
2025 geriet der Jury-Präsident in Erklärungsnöte
Eine Jury-Pressekonferenz zum Auftakt ist Standard bei Filmfestivals wie in Venedig, Cannes oder Berlin. Vergangenes Jahr wurde Jury-Präsident Alexander Payne zum Auftakt in Venedig zum Gaza-Konflikt befragt und geriet in Erklärungsnöte.
Bei der Berlinale war die Jury-Pressekonferenz im Februar Zündpunkt politischer Debatten über den Gaza-Krieg, die sich über das ganze Festival erstreckten und in einem offenen Brief, Protesten und Stellungnahmen endeten. Jury-Präsident Wim Wenders hatte dort auf eine Frage zum Gaza-Krieg gesagt, Filmschaffende müssten sich aus der Politik heraushalten, sie seien ein Gegengewicht zur Politik.
Die 83. Filmfestspiele in Venedig starten am Mittwoch und laufen bis zum 12. September. Die diesjährige Jury-Präsidentin ist US-Regisseurin und Schauspielerin Maggie Gyllenhaal.