Werder Bremen will mit dem Abstieg in dieser Saison nichts zu tun haben. Um das Ziel zu erreichen, muss sich Werder aber dringend steigern. Der SC Freiburg hat Werder Bremen am 1. Spieltag der neuen Saison deutlich besiegt. Mit 4:1 gewannen die Breisgauer ihr Heimspiel gegen das Team in Grün-Weiß, das selten gefährlich wurde. Das Debüt von Niclas Füllkrug seit seiner Rückkehr hatte sich der Nationalspieler anders vorgestellt. Freiburg hingegen war sowohl nach ruhenden Bällen als auch aus dem Spiel heraus gefährlich. Mann des Spiels war Yuito Suzuki, der gleich dreimal traf. Auch Torjäger Igor Matanović war erfolgreich. Werders Ehrentreffer erzielte Dariusz Stalmach. So lief das Spiel Füllkrug lief zum ersten Mal seit Mai 2024 in der deutschen Eliteklasse auf. Der Stürmer hatte bereits im Erstrundenspiel des DFB-Pokals beim niedersächsischen Oberligisten Lüneburger SK Hansa in der Startelf gestanden - und direkt getroffen. Beim 3:0 erzielte der 33-Jährige, der an der Weser einst zum Nationalspieler und Bundesliga-Torschützenkönig avanciert war, vier Tage nach seinem Wechsel auf Leihbasis vom englischen Premier-League-Absteiger West Ham United per Foulelfmeter das zwischenzeitliche 2:0. Kurz vor dem Anpfiff mussten die Bremer die Nachricht vom monatelangen Ausfall von Jens Stage wegen einer schweren Muskelverletzung verkraften. "Er ist ein absoluter Leistungsträger und ist schwer zu ersetzen", sagte Trainer Daniel Thioune bei DAZN. Sportchef Clemens Fritz ("Das ist ein Riesenschock") sucht bereits nach einem Ersatz für den dänischen Mittelfeldspieler, der bis zum Jahresende fehlen wird: "Wir sind dran." Die 34.700 Zuschauer im ausverkauften Freiburger Stadion sahen zu Beginn mutige Gäste. Die Bremer spielten zielstrebig nach vorne. Die Gastgeber, die ihren einstigen Stammtorwart Noah Atubolu erst vor wenigen Tagen an den Ligarivalen Eintracht Frankfurt abgegeben hatten, taten sich hingegen etwas schwerer. Der Europa-League-Finalist wurde aber nach knapp 20 Minuten deutlich stärker. Ab diesem Zeitpunkt war Füllkrug in erster Linie der vorderste Werder-Verteidiger. Als Stürmer hing der Routinier meist in der Luft, von Bremen kam in der Offensive nicht mehr viel, Freiburg war am Drücker. Die SC-Führung durch den Kopfball Suzukis nach einer Ecke von Jan-Niklas Beste fiel nicht überraschend. Auch nach dem Rückstand war Werder fast nur in der Defensive beschäftigt, von Füllkrug war fast gar nichts mehr zu sehen. Matanović erhöhte per sehenswertem Distanzschuss noch vor der Pause. Zu Beginn des zweiten Durchgangs war Werder noch nicht richtig zurück auf dem Platz, als Suzuki nach Vorarbeit von Derry Scherhant erneut traf. Kurz darauf schob Suzuki auf Vorlage von Matanović ein. In der 57. und 59. Minute brachte Füllkrug zweimal Gefahr, in der 61. Minute musste er das Feld für Cedric Itten räumen. In der Schlussphase ließen es die Freiburger ruhiger angehen. Werders Stalmach nutzte das und überwand Backhaus nach einer Ecke noch zum Ehrentreffer.