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Waldbrände: Weitere Evakuierungen in Monschau vorbereitet

Ein Feuer im Hohen Venn nähert sich der Stadt Monschau in NRW. In Bayern müssen Menschen wegen eines Flächenbrands ihre Häuser verlassen. Alle Entwicklungen im Newsblog. Sonntag, 16. August Monschau: Feuerwehr gibt Entwarnung Die Gefahrenlage in Monschau an der belgischen Grenze hat sich entscheidend entspannt. Wie der Einsatzleiter der dortigen Feuerwehr, Philipp Krüger, der Nachrichtenagentur dpa erklärte, wurde bereits in der Nacht der Großteil der etwa 90 Einsatzkräfte abgezogen. Er sagte: "Aktuell sind wir noch mit 20 Personen auf Reserve vor Ort." Die Stadt Monschau hatte rund 5.000 Bewohnerinnen und Bewohner der Ortsteile Kalterherberg und Mützenich am Samstag vorsorglich gebeten, sich auf eine Evakuierung einzustellen. Laut einem Feuerwehrsprecher wird die Stadt diese Warnungen in Kürze zurücknehmen. Feuerfront an deutscher Grenze weitet sich aus Der Waldbrand in Belgien an der Grenze zu Deutschland wird immer größer. Wie der öffentlich-rechtliche Sender RTBF berichtet, erstreckt sich die Feuerfront am Sonntagmorgen bereits über einen Kilometer. Bereits jetzt gilt der Waldbrand als der größte der belgischen Geschichte. Laut Behörden stehen 2.700 Hektar Wald in Brand. Kein Regen in Waldbrandregion erwartet Die Einsatzkräfte in Monschau und Hürtgenwald werden laut dem Deutschen Wetterdienst nicht von Regen unterstützt. Wie eine Meteorologin des Wetterdiensts erklärte, werde es heute in der Region keinen Niederschlag geben. Immerhin sei der nur schwache und mäßige Wind für die Löscharbeiten günstig. Monschau: Bürger sollen ihre Häuser verlassen Die von einem Waldbrand bedrohte nordrhein-westfälische Stadt Monschau empfiehlt Bürgerinnen und Bürgern einiger Ortsteile "dringend", ihre Häuser und Wohnungen wegen möglicherweise gesundheitsgefährdender Rauchbelastung vorübergehend zu verlassen. Angesichts der Ausbreitung der Feuerfront im nahe gelegenen Hohen Venn werde erwartet, dass es ab dem Vormittag zu erheblichen Rauchbelastungen und Rauchniederschlägen kommen werde, teilte die Stadt am frühen Morgen auf ihrer Webseite mit. Bis zehn Uhr sollten die Häuser geräumt sein, da gesundheitliche Gefahren durch den Brandrauch nicht auszuschließen seien. Bei Waldbränden: Diese Versicherungen zahlen bei Schäden an Haus oder Auto In Waldaschaff werden Glutnester gelöscht Der Großeinsatz wegen eines Wald- und Wiesenbrands im unterfränkischen Waldaschaff dauert weiter an. Das Feuer flamme nicht mehr auf, es gehe nun darum, Glutnester aufzuspüren und abzulöschen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Damit werde am Morgen begonnen. Seit Samstagabend hatte sich das Feuer den Angaben zufolge von anfänglich etwa fünf Hektar auf inzwischen insgesamt knapp 29 Hektar ausgebreitet. Feuerwehr wässert Felder in Grenzregion Die Feuerwehr in der nordrhein-westfälischen Stadt Monschau beobachtet den großen Waldbrand in Belgien intensiv, geht aktuell aber nicht von einem baldigen Übergreifen der Flammen auf deutsches Gebiet aus. "Wir behalten die Lage weiterhin auf jeden Fall im Blick", sagte Philipp Krüger, Einsatzleiter der Feuerwehr Monschau, der Nachrichtenagentur dpa. Einheiten würden jetzt erst einmal in die Pause geschickt. "Wir werden die Einsatzlage stetig überwachen, neu bewerten und gegebenenfalls Einheiten dazuziehen." Die Einsatzkräfte hätten zuvor Feldgrundstücke nahe der deutsch-belgischen Grenze gewässert, um einen Zeitvorsprung vor dem Feuer zu gewinnen. Das Technische Hilfswerk habe die Feuerwehr unterstützt. Monschau: Weitere Evakuierungen vorbereitet Wegen der Ausbreitung des großen Waldbrandes von Belgien in Richtung Deutschland ruft die nordrhein-westfälische Stadt Monschau weitere Ortsteile dazu auf, sich auf eine Evakuierung vorzubereiten. Betroffen seien die Menschen in den Ortsteilen Kalterherberg und Mützenich, teilte die Stadt in der Nacht auf ihrer Webseite mit. Die Feuerfront im Hohen Venn befindet sich demnach nur noch etwa drei Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Vorsorglich würden Löschmaßnahmen vorbereitet, damit im Falle eines Überspringens des Feuers auf deutsches Gebiet unmittelbar mit den Löscharbeiten begonnen werden kann, hieß es. Die belgischen Behörden hätten demnach die Evakuierung der unmittelbar westlich an den Ortsteil Kalterherberg angrenzenden Ortschaft Küchelscheid bereits angeordnet. Die Stadt fordert die Einwohner dazu auf, Notgepäck bereitzuhalten und ihre Nachbarn zu informieren. Zudem wird den Angaben darum gebeten, die Notrufleitungen von Polizei und Feuerwehr nicht zu blockieren. Der Hohe Venn ist eine grenzübergreifende Hochfläche zwischen Deutschland und Belgien. Samstag, 15. August Bewohner dürfen zurück nach Hürtgenwald Die Bewohner des Ortsteils Gey in Hürtgenwald dürfen in ihre Häuser zurück. Das hat der Landrat des Kreises Düren am Samstag entschieden. Die 1.800 Bewohner hatten in der Nacht auf Freitag wegen des Waldbrandes in der Nordeifel das Gebiet verlassen müssen. Die Flammen waren bis auf 250 Meter an Grundstücke herangerückt. Bei dem Waldbrand handelte es sich nach Einschätzung der Landesregierung wohl um den größten in der Geschichte Nordrhein-Westfalens. Bei seinem Besuch bei den Einsatzkräften hatte Ministerpräsident Hendrik Wüst bereits davon gesprochen, dass das Eindämmen des Waldbrandes vorankomme. Es sei in der Nacht zuvor gelungen, die Lage stabilisiert wurde, sagte der CDU-Politiker bei einem Besuch im Einsatzgebiet. Der Landrat hatte am Abend noch ein Gewitter und mögliche starke Winde, welche die Flammen wieder hätten anfachen können, abgewartet, bevor die Entscheidung für die Rückkehr der Bewohner gefallen war. Seit Donnerstagnachmittag kämpfen über 1.400 Einsatzkräfte gegen die Flammen im Hürtgenwald in der Eifel. Nach Angaben des Kreises Düren sind etwa 300 Hektar Wald von dem Brand betroffen. Großbrand in Wald in Bayern – Evakuierungen eingeleitet In Waldaschaff im Landkreis Aschaffenburg gibt es aktuell einen Großbrand. Das teilte das Polizeipräsidium Unterfranken mit. Betroffen sei insbesondere das nördliche Waldgebiet im Bereich Fuggerstraße und Neubaugebiet. Erste Evakuierungsmaßnahmen von betroffenen Häusern seien bereits eingeleitet worden. Anwohner würden gebeten, Fenster und Türen zu schließen. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers werden die Löscharbeiten andauern, am Morgen sollen dann erneut Polizeihubschrauber zum Einsatz kommen und Wasser abwerfen. Feuer nähert sich aus Belgien – Monschau bereitet Evakuierung vor Wegen eines großen Waldbrandes im Hohen Venn bittet die nordrhein-westfälische Stadt Monschau Bewohner mehrerer Siedlungen, sich auf eine mögliche Evakuierung vorzubereiten. Betroffen seien die Menschen in Ruitzhof, Leyloch, Vennhof, Haus Sonnentau und Plattevenn, teilte die Stadt an der deutsch-belgischen Grenze auf ihrer Facebook-Seite mit. Monschau liegt nur wenige Kilometer südwestlich vom Hürtgenwald, wo es in den vergangenen Tagen heftig brannte. Der Brand im Hohen Venn in Belgien war am Freitag von einem ehrenamtlichen Helfer entdeckt worden. Das Hochplateau ist 5.000 Hektar groß und das älteste Naturschutzgebiet der belgischen Region Wallonie. Der Waldbrand hat mittlerweile etwa eine Fläche von 2.000 Hektar erfasst. Das berichtet die Nachrichtenagentur Belga nach Informationen der regionalen Regierung. Zum Vergleich: Im Hürtgenwald waren nach Angaben des Kreises Düren etwa 300 Hektar Wald von dem Brand betroffen. Das Feuer sei "der größte Brand, den Belgien je erlebt hat", zitiert der Sender RTBF lokale Politiker. Wenn möglich, sollten Anwohner bei Verwandten oder Freunden unterkommen, hieß es von der Monschauer Stadtverwaltung. Die Einrichtung von Notunterkünften werde vorbereitet. Es handele sich zunächst um eine vorbeugende Maßnahme. Auf belgischer Seite sei am Samstag die Evakuierung der Orte Küchelscheid und Leykaul eingeleitet worden. Etwa 600 Menschen dort wurden angewiesen, ihre Häuser zu verlassen – wegen des sich rasch ausbreitenden Brandes, wechselnder Windrichtungen und starker Rauchentwicklung. Spezialtruppe revolutioniert deutsche Waldbrandbekämpfung Bei den Waldbränden in Deutschland kommen Taktiken und Techniken zum Einsatz, die in den meisten Feuerwehren lange unvorstellbar waren. Das liegt an der Not – und Spezialisten, die einführen, was in anderen Ländern Standard ist. t-online-Reporter Lars Wienand hat die Spezialtruppe gesprochen und bei der Arbeit beobachtet . Neubaur: "Dieser Waldbrand ist historisch für unser Bundesland" Gemeinsam mit Hendrik Wüst hatte sich Vize-Ministerpräsidentin Mona Neubaur (Grüne) im Lagezentrum über die Situation informieren lassen."Dieser Waldbrand ist in seiner Dimension historisch für unser Bundesland. Er hat eine Fläche, wie alle Waldbrände der letzten fünf Jahre zusammen." Das mache deutlich, was für ein Kraftakt Stand jetzt gelungen sei, den Brand statisch zu halten. Alle Kräfte so zu koordinieren, dass sie bei schwierigstem Gelände, größter Hitze und drehenden Winden das Schlimmste verhindern konnten, nötige ihr tief empfundenen Dank ab. Neubaur betonte zugleich, das Prinzip Hoffnung bereite nicht ausreichend auf Folgen der Klimakrise vor. Extremwetterereignisse bedeuteten Lebensgefahr für Menschen, geminderte Produktionsleistungen der Industrie und Natur werde zerstört. "Deswegen ist kein Klimaschutz die falsche Antwort." Wüst sagte, man werde häufiger mit Extremwetterereignissen unterschiedlicher Art zu tun haben. Klimafolgenanpassung und Klimaschutz seien weiter auf der Agenda. Wüst: "Bleiben Sie aus dem Wald raus" Das Eindämmen des Waldbrandes im Hürtgenwald kommt nach Angaben von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst voran. "Es besteht jetzt erste Hoffnung, dass der Brand unter Kontrolle gebracht werden kann. Es besteht auch erste Hoffnung, dass die evakuierten Menschen aus der Ortschaft Gey bald wieder in ihre Häuser zurückkehren können, wenn es weiter gut läuft." Bisher sei kein Haus verloren gegangen und auch verhindert worden, dass Menschen zu Schaden gekommen seien. Angesichts einsetzenden Nieselregens vor Ort sagte Wüst: "Jetzt kommen ein paar Tropfen Wasser, damit könnte dann ein bisschen auffrischender Wind verbunden sein. Also, wir sind weiter abhängig davon, dass es nicht zu windig wird." Er formulierte als Bitte an alle, die jetzt nicht im Wald sein müssen: "Bleiben Sie aus dem Wald raus." In der Natur gelte gerade absolute Vorsicht, etwa keine Zigarettenstummel wegzuschmeißen und kein Glas liegenzulassen. Mit Blick auf Helfer und Einsatzkräfte hob Wüst hervor, dass "viele Menschen mit einem großen Herz große Taten vollbringen. Das ist typisch für unser Land, diese Art von Solidarität und Nächstenliebe dann eben auch in praktisches Tun umzusetzen." Es regnet leicht in Hürtgenwald – aber nicht genug Rund um das Großfeuer im Hürtgenwald ist aktuell und auch in den nächsten Tagen kein nennenswerter Regen zu erwarten. "Es sieht nicht nach Regen in größeren Mengen aus – auch für die folgenden Tage nicht", sagte eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Samstag. Am Nachmittag hatte es in Hürtgenwald leicht geregnet. "Wir haben etwas Getröpfel über NRW. Sehr geringe Niederschlagsmengen, die nicht helfen", sagte die Sprecherin. Allerdings hätten sich bisher über der Eifel auch keine Gewitter gebildet, so dass es nicht zu stärkeren Böen komme. Brandbekämpfer hatten befürchtet, dass stärkerer Wind oder gar Böen das Feuer wieder anfachen könnten. Möglicherweise könne eine lokale Gewitterzelle am Abend das Wetter rund um den Brandherd beeinflussen, hieß es vor Ort. Feuerwehr ist "sehr zufrieden" – und hat eine Angst Feuerwehrsprecher Peter Berndgen blickt positiv auf die bisherige Löschaktion: Die Feuerwehr sei "sehr zufrieden" mit dem Stand der Brandbekämpfung. Gleichzeitig könne die Situation schnell kippen. Er erklärte: "Wir haben einen frischen böigen Wind hier im Hürtgenwald, das könnte nochmal so ein Punkt sein." Ein gewisser Unsicherheitsfaktor bleibe bestehen. NRW-Innenminister: "Irgendein Idiot hat das Feuer verursacht" Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) geht davon aus, dass der große Brand im Hürtgenwald von Menschen verursacht wurde. Er sagte am Samstag bei einm Besuch vor Ort: "Irgendein Idiot hat das Feuer verursacht." Weiter sagte er: "Darum muss man nachdenken, wie verantwortungslos die Leute in der Gegend rumrennen und einfach irgendwas wegwerfen. Das ist das eigentliche Problem." Anwohner planen Dank-Aktion Anwohner aus der Nähe von Hürtgenwald planen, sich am Samstagabend mit der Aktion "Applaus für die Einsatzkräfte" bei Feuerwehrleuten und anderen Helfern zu bedanken. Das berichtet die "Aachener Zeitung". Demnach wurde die Aktion über Social Media und WhatsApp geplant und soll um 19 Uhr beginnen. Wie die "Aachener Zeitung" schreibt, soll die Aktion gefilmt und später in den sozialen Medien geteilt werden. Es habe oberste Priorität, dass die Einsatzkräfte durch die Dankesbekundung nicht behindert werden. Weitere Löschhubschrauber abgestellt Wie Düren auf der Website des Kreises mitgeteilt hat, wurde die Zahl der Löschhubschrauber weiter aufgestockt. Nun sind zehn Hubschrauber von Bundeswehr, Bundes- und Landespolizei im Einsatz. Wind im Waldbrandgebiet dreht sich Wie der Kreis Düren bereits am Morgen erklärte, kommt in der Gegend Hürtgenwald Wind aus Richtung Norden auf. Wie sich dies auf die Brandlage auswirke, sei noch unklar. Anwohner zum Wassersparen aufgefordert Der Kreis Düren appelliert an die Anwohner aus den Ortsteilen Vossenack, Hürtgen, Kleinhau und Simonskall sparsam mit Leitungswasser umzugehen. Merz telefoniert mit Landrat Wie der Kreis berichtet, hat Kanzler Friedrich Merz (CDU) mit Landrat Ralf Nolten (CDU) telefoniert – und sich bei ihm persönlich über die Lage des Waldbrandes informiert. Demnach habe der Bundeskanzler abermals seinen persönlichen Dank für die Helfer zum Ausdruck gebracht. 1.400 Einsatzkräfte bei Löscharbeiten Wie der Kreis Düren meldet, sind aktuell 1.400 Kräfte für die Löscharbeiten im Hürtgenwald im Einsatz. Außerdem sind die Löschhubschrauber wieder gestartet. Kreisbrandmeister Karlheinz Eisnar erklärt, dass es bereits seit 6 Uhr wieder eine Starterlaubnis für die Piloten gab. Auch heute sind fünf bis sechs Löschhubschrauber eingeplant. Nachts konnten die Hubschrauber nicht fliegen. "Die Nacht war gut": Landrat ist optimistisch Die Lage im Hürtgenwald hat sich in der Nacht nicht weiter zugespitzt. Landrat Ralf Nolten (CDU) ist optimistisch und erklärt der dpa: "Die Nacht war gut." Er fügt hinzu: "Gestern Morgen war echter Kampf und jetzt ist kontrolliertes Arbeiten." Er hoffe, dass die Löscharbeiten am Samstag so weit voranschreiten, dass es im Wald kein offenes Feuer mehr gibt. Es stehen schon jetzt keine riesigen Rauchwolken mehr über dem Hürtgenwald. Löscharbeiten werden laut Feuerwehr mindestens bis Montag dauern Die Löscharbeiten rund um Hürtgenwald-Gey werden noch bis mindestens Montag andauern. Das teilte die Feuerwehr am Samstagmorgen mit. Nachdem in der Nacht die Löscharbeiten mit Hubschraubern wegen der Dunkelheit ausgesetzt worden waren, sollten am Morgen auch die Unterstützungsarbeiten aus der Luft wieder aufgenommen werden. Die gute Nachricht: Das Feuer habe sich in der Nacht nicht weiter ausgebreitet. "Unsere Strategie für die Nacht ist aufgegangen", sagte Kreisbrandmeister Karlheinz Eisnar am Morgen. "Wir konnten die Flanken halten." Wald- und Wiesenfläche in Sonsbeck in Brand geraten In Sonsbeck (Kreis Wesel , NRW) ist eine Wald- und Wiesenfläche in der Größe von rund 16 Fußballfeldern in Brand geraten. Wie ein Sprecher der Rettungsleitstelle sagte, war eine Fläche von etwa 115.000 Quadratmeter betroffen. Das Feuer sei gegen 18 Uhr ausgebrochen und bis zum frühen Morgen noch nicht gelöscht, aber unter Kontrolle. Noch seien die meisten Einsatzkräfte vor Ort, hieß es. Der Brandort befand sich demnach im Ortsteil Labbeck. Weiter Angaben wurden zunächst nicht gemacht. Waldbrand in Leverkusen gelöscht Auch in Leverkusen hat ein Waldstück gebrannt: Das Feuer im Stadtteil Rheindorf habe sich am Abend auf eine Fläche von rund 10.000 Quadratmetern ausgebreitet, teilte die Feuerwehr mit. Es sei auf den Boden und den unteren Bereich der Bäume und Sträucher begrenzt geblieben. Nach weniger als vier Stunden war der Einsatz den Angaben zufolge beendet. Besonderes Risiko durch Böen Das Wetter am Samstag sehen die Einsatzkräfte teils mit Hoffnung, teils mit Befürchtungen. in der bis in den Morgen hinein sollte der Wind schwach aus Süden wehen – also eher weg von den gefährdeten Ortschaften, sagte Dennis Weyel t-online. Weyel arbeitet für die auf Waldbrände spezialisierte Organisation Internationaler Katastrophenschutz Deutschland e. V. und als Fachberater in der Einsatzleitung eingesetzt. Im Laufe des Morgens könnte der Wind jedoch drehen, von Norden kommen und deutlich auffrischen. Mögliche Böen stellen ein besonderes Risiko dar, weil sie Feuer über Schneise und abgebranntes Gelände tragen können. Freitag, 14. August Feuerwehr rechnet mit "ruhiger Nacht" 22.09 Uhr : "Wir rechnen mit einer ruhigeren Nacht, für Ortslagen sehen wir keine akute Gefahr", sagt Peter Berndgen, Sprecher der Feuerwehr Düren, t-online. Bei Gey würden Bergepanzer der Bundeswehr weitere Schneisen schlagen, so Berndgen. Die Schneisen durch die Gegenfeuer in Großhau haben nach seinen Worten die Lage dort entspannt. Landrat Ralf Nolten (CDU) will jetzt auch mal schlafen gehen: "Ich bin seit gestern 5 Uhr auf den Beinen." Bis Montag stehen bereits die Pläne, im Zwölf-Stunden-Takt die Einsatzkräfte der Feuerwehren durch andere Einheiten auszutauschen – jeweils 500 Feuerwehrleute. t-online-Reporter vor Ort: Waldbrand bedroht Orte – Betroffene berichtet Ohne Unterlass kämpfen die Einsatzkräfte gegen den Waldbrand. Die Flammen rücken an mehrere Orte heran. Und es droht im Brandgebiet eine weitere Gefahr. Sehen Sie die Aufnahmen unseres Reporters Lars Wienand hier im Video . Kampf um Großhau läuft – Hubschrauber im Einsatz 20.48 Uhr: Der Kampf um Großhau läuft, wie t-online-Reporter Lars Wienand vom Waldrand rund 500 Meter vom Ortsrand entfernt berichtet. Mit Gegenfeuer und Umpflügen des Bodens kämpfen die Einsatzkräfte gegen die nahenden Flammen des Waldbrands, die zwischenzeitlich in der Nähe sichtbar waren. Auch Hubschrauber sind im Einsatz und kippen aus sogenannten Bambi Buckets, faltbaren Löschwasser-Außenlastbehältern, Wasser auf die Flammen. 900 Menschen in Langenfeld und Arft können aufatmen 20.12 Uhr : Die Orte Langenfeld und Arft in Rheinland-Pfalz müssen wegen des großen Wald- und Flächenbrandes nicht evakuiert werden. Das sagte Landrat Marko Boos bei einer Pressekonferenz. Allerdings wurden bei dem Einsatz sieben Feuerwehrleute leicht verletzt. Die rund 900 Bewohner von Langenfeld und Arft können nun aufatmen. "Gott sei Dank mussten wir diese Maßnahmen nicht umsetzen", sagte Rainer Nell, Brand und Katastrophenschutzinspekteur des Kreises. In den etwas abgelegeneren Ortsteil Netterhöfe dagegen mussten 20 bis 25 Häuser evakuiert werden, wie Nell sagte, "weil doch das Feuer sehr nah an die Häuser rangekommen ist und uns die Lage zwischenzeitlich dazu gezwungen" habe. Der leitende Notarzt des Landkreises Mayen-Koblenz, Mario Klingbeil sagte, von den sieben Verletzten seien vier in ein Krankenhaus gebracht worden. Die Feuerwehrkräfte litten unter leichten Brandverletzungen, einer Verletzung durch Umknicken und Hitzeerschöpfungen. Dobrindt: Bilder von Waldbränden in NRW "verheerend" 19.24 Uhr : Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat die Bilder der Waldbrände in Nordrhein-Westfalen als "verheerend" bezeichnet und den Einsatz der Helfer gewürdigt. "Alle Einsatzkräfte leisten unter schwierigsten Bedingungen Herausragendes, um die Flammen zu bekämpfen, Menschen zu schützen, Schäden zu begrenzen. Zusätzlich zu Feuerwehren, Landespolizei und Bundeswehr ist die Bundespolizei mit ihrer Fliegerstaffel im Einsatz, das THW hilft bei Logistik und Einsatzkoordinierung." Dobrindt dankte allen Einsatzkräften für ihren "großen und engagierten Einsatz." Fünf Verletzte bei Waldbrand im Hürtgenwald 19.13 Uhr : Beim Waldbrand im Hürtgenwald hat es fünf Verletzte gegeben. Eine ältere Person habe Herzprobleme bei der Evakuierung bekommen, sagte Landrat Ralf Nolten (CDU). Außerdem seien vier Einsatzkräfte leicht verletzt. Darunter seien eine Schnittverletzung und Kreislaufprobleme. Nach der Evakuierung des Ortsteils Gey könnten die betroffenen Menschen noch nicht zurück in ihre Häuser. Die Gebäude seien derzeit zwar nicht akut bedroht. Doch könnte der Wind gefährlich wechseln, erläuterte der Landrat. Die Betroffenen seien meist bei Verwandten und Freunden untergekommen. Auch sei eine Schule als Notunterkunft hergerichtet worden. "Gey ist im Augenblick aus unserer Sicht sicher, solange eben kein entsprechender Windwechsel, kein starker Wind aufkommt", sagte der Landrat des Kreises Düren. Es sei eine reine Vorsichtsmaßnahme, dass es bei der Räumung bleibe. Es seien zurzeit rund 400 Kräfte von Feuerwehr, Polizei, THW und dem Landesbetrieb Wald und Holz im Einsatz. Je nachdem, wie sich die Wetterlage und der Wind entwickelten, "werden wir dann an den unterschiedlichen Fronten auch in der Nacht angreifen", erklärte der Landrat weiter. Feuerwehr und Landwirte löschen Waldbrand in Bayern 18.35 Uhr : Mehr als 200 Einsatzkräfte haben im Landkreis Bamberg gegen einen Waldbrand gekämpft – sieben Feuerwehrleute mussten nach Polizeiangaben medizinisch versorgt werden. Mehrere Landwirte hätten mit Fasswägen geholfen, auch eine Drohne, ein Polizeihubschrauber und ein Kleinflugzeug der Brandbeobachter seien im Einsatz gewesen, teilte die Polizei weiter mit. Am Nachmittag war das Feuer bei Oberhaid unter Kontrolle. Es hatte sich zuvor auf etwa einen Hektar Fläche ausgebreitet. Wegen des Brandes war eine Kreisstraße vorübergehend gesperrt worden. Brand bei Langscheid "weitestgehend unter Kontrolle" 18.26 Uhr : Der Wald- und Wiesenbrand im Landkreis Mayen-Koblenz ist nach Angaben der Feuerwehr "weitestgehend unter Kontrolle". Momentan werde weiterhin an verschiedenen Feuerfronten gearbeitet, sagte Michael Hartung von der Feuerwehr. Es sei zwar im Großen und Ganzen unter Kontrolle, doch es gebe immer wieder ein Aufflammen und Glutherde. "Wir werden sehr gut unterstützt von Leuten und Landwirten." Ihm sei derzeit kein Szenario bekannt, dass irgendetwas evakuiert werden müsse. Vier Verletzte bei Waldbrand in Rheinland-Pfalz 17.52 Uhr : Bei dem Wald- und Wiesenbrand bei Langscheid im rheinland-pfälzischen Landkreis Mayen-Koblenz sind vier Menschen verletzt worden. Nach Angaben eines Landkreissprechers habe eine der Personen Brandverletzungen davongetragen. Von dem Feuer sei eine Fläche von etwa 50 Hektar betroffen, so der Sprecher. Aufgrund der Wetterlage drehten die Brände immer wieder. Aus diesem Grund müsse die Lage genau beobachtet werden und mögliche Evakuierungen würden vorbereitet. "Die Menschen vor Ort sind informiert, falls wir das Go geben, dass die dann evakuiert werden. Aktuell ist es aber nur eine vorbereitende Maßnahme", erklärte der Sprecher. Polizei sucht Zeugen für Brandursache mit Hinweisportal 17.41 Uhr : Die Polizei Köln ermittelt zur Ursache des Großbrandes im Hürtgenwald und hat unter diesem Link ein Hinweisportal für Zeugen eingerichtet . Von besonderem Interesse seien Fotos und Videos aus dem Zeitraum der Brandentstehung, teilte die Behörde mit. Der Brand hatte sich seit Donnerstagnachmittag ausgebreitet. Ministerin: Waldbrand in Eifel wohl größter in NRW-Historie 16.42 Uhr : Der Waldbrand im Hürtgenwald ist wohl der größte in der Geschichte von Nordrhein-Westfalen. "Wir haben hier in Hürtgenwald mit einem Ausmaß zu tun, mit dem wir so nichts zu tun hatten in Jahrzehnten", sagte NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (CDU) bei einem Besuch der Einsatzkräfte. "Das ist einfach eine andere Hausnummer." Die Landesregierung gehe davon aus, dass es der größte Waldbrand in der Geschichte von NRW sei. "Wir wüssten zumindest nicht, dass es einen Waldbrand gab, der daran herangereicht hat", sagte Gorißen. "Es könnte gut sein, dass es tatsächlich der größte ist seit Bestehen unseres Bundeslandes, und dann sieht man mal, womit wir hier gerade zu tun haben." Sie gehe von einer betroffenen Mindestfläche von 200 Hektar aus. "Es wird wahrscheinlich schon einiges mehr sein, möglicherweise kratzen wir hier an der 300." Gorißen sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass sie schon von Weitem während der Anfahrt die Rauchsäulen habe aufsteigen sehen. "Das ist so ein bisschen apokalyptisch. Es ist ein sehr beeindruckendes Bild, sehr trauriges Bild, den Wald brennen zu sehen." Beeindruckend sei aber auch, welch unfassbare Zahl von Menschen hier mit anpacke, um das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. "Es ist schon ein wahnsinniges Ausmaß." Sie appellierte an alle Bürgerinnen und Bürger, keine Wälder zu betreten, um nicht noch weitere Brände auszulösen. "Fast alle Waldbrände sind menschengemacht." Zwei Hektar Wald brennen bei Zeven in Niedersachsen 16.28 Uhr : Nordwestlich von Zeven im niedersächsischen Landkreis Rotenburg (Wümme) ist ein Waldbrand ausgebrochen. Rund zwei Hektar Wald und Felder seien von dem Feuer betroffen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Verletzt worden sei niemand. Mehr als 100 Kräfte sind seinen Worten zufolge im Einsatz. Die Feuerwehr stoppte die weitere Ausbreitung des Brandes. Das Feuer sei unter Kontrolle, sagte der Sprecher. Derzeit liefen die Nachlöscharbeiten. Neben Tanklöschfahrzeugen waren auch Landwirte mit Güllefässern, die mit Wasser gefüllt waren, zur Unterstützung dabei. Wie es zu dem Brand kam, war zunächst unklar. Weiterer Brand bei Koblenz – Evakuierung wird vorbereitet 16.14 Uhr: Auch zwischen den Dörfern Langenfeld und Langscheid im Kreis Mayen-Koblenz brennt eine 500 Hektar große Wald- und Wiesenfläche. Laut einer aktuellen Gefahrenmeldung sollen sich die Bewohner der Orte Langenfeld und Arft auf eine Evakuierung vorbereiten. "Nehmen Sie nur das Nötigste für 2-3 Tage außer Haus mit. Folgen Sie den Anweisungen der Einsatzkräfte und des Ordnungsamtes", heißt es in einer Warnung des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Wind gedreht: Feuerwehr verlegt Einsatzzentrale 16.01 Uhr: Aufgrund der Änderung der Windverhältnisse wird die Einsatzzentrale der Sicherheitskräfte verlegt. Laut der Pressesprecherin im Kreis Düren habe sich der Wind gedreht, wodurch der aktuelle Ort perspektivisch durch das Feuer gefährdet ist. Zudem sollen die neuen Windverhältnisse die Flugrouten der Hubschrauber erschweren. Die Zentrale werde nach Angabe der Pressesprecherin jetzt stückweise verlegt. Eine unmittelbare Gefahr, dass die Zentrale durch das Feuer gefährdet ist, bestehe aktuell allerdings nicht. "Hier werden jetzt große Stromaggregate, Zelte und Container abtransportiert", berichtet t-online-Reporter Lars Wienand. "Die Bewohner der angrenzenden Häuser in Großhau müssen bisher aber nicht evakuiert werden. Die Evakuierung der Menschen könnte schnell gehen, der Umzug der Logistik der Einsatzzentrale ist aufwendiger. Dort, wo jetzt noch die Hubschrauber Wasser tanken, soll die Wiese gleich vom Landwirt gepflügt werden, damit das Feuer möglichst wenig Nahrung hat, sollte es sich weiter nähern." Einsatzkräfte koordinieren weitere Löscharbeiten 15.11 Uhr: Wie der Kreis Düren mitteilte, sind bei den Löscharbeiten mehr als 200 Einsatzkräfte vor Ort. Wie t-online-Reporter Lars Wienand vom Rande des Hürtgenwalds berichtet, koordinieren mehrere Einsatzkräfte die weiteren Löscharbeiten. Von einem Tankfahrzeug des THW werden die Einsatzfahrzeuge neu betankt. Im Bild befüllen Spezialisten des "Waldbrandteams Fire Crew" ihr Fahrzeug. "Ihr seid alle Idioten": Jörg Kachelmann über Ursache von Waldbränden 14.52 Uhr: Der Meteorologe Jörg Kachelmann hat im Podcast "Ronzheimer" zum Rundumschlag ausgeholt und heftige Kritik an der Berichterstattung über Wetter und Klima geübt. Was den Meteorologen dabei besonders aufregt, sind die angeblichen Auslöser von Waldbränden, die in Deutschland häufig angeführt werden. Kachelmann sagte: "Wenn es kein Gewitter ist, gibt es nur noch die Möglichkeit der Brandstiftung." Rauch erschwert wohl Löschaktion 14.31 Uhr: Wie die "Aachener Zeitung" berichtet, nimmt die Rauchentwicklung im Hürtgenwald und seiner Umgebung immer weiter zu. Dadurch werde auch der Einsatz der Löschhubschrauber erschwert. Waldbrand erreicht offenbar historische Ausmaße 14.02 Uhr: Der Waldbrand in Hürtgenwald gehört wohl inzwischen zu den größten Bränden dieser Art in Nordrhein-Westfalen. Wie Landrat Ralf Nolten erklärte, brennen aktuell 300 Hektar Land. Dieses Zahlen sind bisher nicht amtlich bestätigt. Der WDR liefert Kontext zu den Ausmaßen des Brandes. Im vergangenen Jahr brannten in dem ganzen Bundesland zusammen lediglich 51,7 Hektar Wald. Von den Jahren 2018 bis 2025 seien es zusammen genommen 275,9 Hektar. Kanzler Merz äußert sich zu Waldbränden 13.47 Uhr: Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich zu den Waldbränden geäußert. Merz schrieb auf X: "Ich danke allen Einsatzkräften für ihren unermüdlichen und oft bis zur Erschöpfung reichenden Einsatz." Er werde über die aktuelle Lage bei den Brandherden laufend unterrichtet. Merz erklärte: "Wo immer möglich, leisten Bundespolizei und Bundeswehr Hilfe." Regen in Waldbrandregion unwahrscheinlich 13.40 Uhr: Beim Löschen des Brandes im Hürtgenwald können die Einsatzkräfte nicht auf Hilfe durch Regenfälle hoffen. Wie eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes der Deutschen Presse-Agentur erklärte, sei nicht klar, ob die Brandregion von den vereinzelten Schauern und Gewittern in den nächsten Tagen getroffen werde. Ganz Deutschland ist im Sommer 2026 von einer Dürre historischen Ausmaßes betroffen. Auch die Prognosen für die kommenden Wochen bleiben im ganzen Land düster. Weitere Kreise warnen Bevölkerung 12.21 Uhr: Weitere Kreise im Umfeld von Hürtgenwald haben Warnungen veröffentlicht. Neben Rauchniederschlag kann es in den Orten auch zu "Geruchsbelästigungen" kommen. Die auf der Webseite des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe veröffentlichen Warnungen gelten für die Region zwischen Bonn , Neuss und Aachen . Feuer kurz vor evakuiertem Ortsteil Gey 12.07 Uhr: Wie die "Aachener Zeitung" berichtet, befürchten die Einsatzkräfte, dass das Feuer in den nächsten Minuten durch den Waldrand brechen könnte. Damit wäre es bis an den Rand des Ortsteils Gey herangerückt. Die anliegenden, trockenen Felder sollen jetzt noch gepflügt werden – wohl um dem Feuer Einhalt zu gebieten. Waldbrand in NRW: Wichtige Autobahn gesperrt 10.59 Uhr: Wegen des Waldbrandes sind zwei Ausfahrten der Autobahn 4 gesperrt worden. Wie die Autobahn GmbH mitteilte, seien die Ausfahrten Düren und Langerwehe ab sofort nicht mehr nutzbar. Sie würden als Rettungszufahrten für die Einsatzkräfte benötigt. Derzeit könne keine Dauer der Sperrung genannt werden. Die Auffahrten hingegen seien an beiden Anschlussstellen weiter möglich. Waldbrand in NRW: "Das ganze Unterholz hat gebrannt wie Zunder" 10.58 Uhr: Der Landrat des Kreises Düren, Ralf Nolten (CDU), rekapituliert vor der Presse, wie es zu der Entscheidung für die Evakuierung von Gey gekommen ist. Das Feuer habe sich in der Nacht mit extremer Geschwindigkeit ausgebreitet und 20 Meter in wenigen Minuten zurückgelegt. Es hätten sich keine Anwohner der Evakuierung verweigert. Nolten erzählt: "Wenn Sie die Feuerwand gesehen haben – die Bäume haben hier schon ihre Höhe, und dann brennt's noch mal 18 Meter über die Krone – wenn Sie das gesehen haben, dann gehen Sie. Dann fangen Sie nicht an zu diskutieren." Nolten fügt hinzu: "Das ganze Unterholz hat gebrannt wie Zunder." Experte erklärt: So sollten sich Hausbesitzer bei einem Waldbrand verhalten Laut Nolten sind die kommenden Minuten entscheidend. Auch wenn er sich vorsichtig optimistisch gibt, lasse sich erst nach dem Mittag sagen, wie sich die Lage wirklich weiterentwickelt. Waldbrand in der Eifel: Weitere Notunterkunft muss verlegt werden 10.44 Uhr: Wie ein Feuerwehrsprecher der Deutschen Presse-Agentur erklärte, musste auch eine Notunterkunft in einem Sport- und Schützenheim in Straß geräumt werden. Die Gründe seien eine zu starke Rauchentwicklung und Ascheregen. Polizei schickt Wasserwerfer ins Waldbrandgebiet von Hürtgenwald 10.31 Uhr: Die Polizei NRW hat vier Wasserwerfer zu der Brandstelle entsandt. Wie der WDR berichtet, sollen die einzelnen Fahrzeuge je zehntausend Liter Fassungsvermögen haben. Zusätzlich sind zwei Polizeihubschrauber im Einsatz. Gegen elf Uhr werden weitere Hubschrauber aus anderen Bundesländern erwartet. Zudem hat die Bundeswehr zwei Hubschrauber vom Typ NH-90 entsandt. Die Transporthubschrauber sind mit einem sogenannten Bambi Bucket bestückt, einem faltbaren Löschwasser-Außenlastbehälter für Hubschrauber. Mit jedem einzelnen Flug können damit 2.000 Liter Löschwasser abgelassen werden. Laut einem Sprecher der Feuerwehr wurden zudem 150 weitere Feuerwehrleute angefordert. Die Bundeswehr hat bereits Soldaten und zwei Bergepanzer vom Typ "Büffel" ins Brandgebiet geschickt. Wie der WDR unter Berufung auf die Feuerwehr schreibt, gibt es für ihren Einsatz aber noch keine Freigabe. Momentan werde der Brand nur aus der Luft gelöscht. "Wir sitzen auf gepackten Koffern": Anwohner filmte Brand mit Drohne 10.17 Uhr: Der Filmemacher Stefan Hase lebt in Hürtgenwald-Kleinhau, er hat den Brand in der Nacht und am Morgen mit seiner Drohne gefilmt. Die Aufnahmen zeigen das enorme Ausmaß des Brandes. Hase will die Bevölkerung in der Eifel mit seinen Aufnahmen über die aktuelle Entwicklung informiert halten. Er sagt der Aachener Lokalredaktion von t-online : "Die Leute hatten Sorge, wo das Feuer hinzieht – sie sind gestresst." Hase wohnt seit sechs Jahren in Hürtgenwald. "Wir sitzen hier praktisch auf gepackten Koffern und hoffen, dass der Wind sich nicht dreht. Das müssen wir jetzt im Auge behalten." Waldbrand: Behörde spricht Warnung für Düren aus 10.10 Uhr: Auf der offiziellen Seite des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gibt es weiter Warnungen für die Stadt Düren. Im südwestlichen Stadtgebiet kommt es demnach zu "Rauchniederschlag". Wie das Amt schreibt, sind "gesundheitliche Beeinträchtigungen" möglich. Anwohner sollen sich in geschlossene Räume begeben und die Fenster schließen. Die Stadt Düren liegt wenige Kilometer nordöstlich des betroffenen Waldbrandgebietes. Waldbrand in Hürtgenwald: Kreis spricht Helfern Dank aus 9.53 Uhr: Wie der Kreis Düren schreibt, sind mehr als 200 Personen vor Ort im Einsatz. Die Bundeswehr, Mitarbeiter des Forstes und die Polizei unterstützen demnach die Löscharbeiten. Auch Landwirte helfen und bringen Wasser zum Waldbrand. Der Kreis erklärt: "Wir möchten uns schon jetzt bei allen Helferinnen und Helfern und Einsatzkräften bedanken." Ascheregen nach Waldbrand: Notunterkunft muss geräumt werden 9.40 Uhr: Die Notunterkünfte in Straß mussten geräumt werden. Wie die "Aachener Zeitung" berichtet, mussten rund 60 Menschen stattdessen in die Förderschule Athenée Royal in Stockheim gebracht werden. Der Grund sei ein zu starker Ascheregen. Die Bevölkerung wird dazu angewiesen, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Düren rechnet vorerst nicht mit weiterer Evakuierung 9.23 Uhr: Wie eine Sprecherin des Kreises Düren t-online erklärte, wird aktuell nicht mit einer weiteren Evakuierung gerechnet. Gleichzeitig betonte die Sprecherin, dass die Lage vor Ort "dynamisch" bleibe. Viel hänge auch davon ab, wie sich der Wind in den kommenden Stunden entwickeln wird. Es bestehe momentan "keine große Gefahr" für das alte Munitionslager in Düren. Laut der Pressesprecherin werden die Löscharbeiten aber durch alte Weltkriegsmunition, die in dem Waldstück liegt, erschwert. Wie sie erklärte, werden die dadurch entstehenden Gefahren von den Experten berücksichtigt. Bereits gestern war es zu kleineren Explosionen gekommen. Ein Desaster für die US-Armee : So wurde die Schlacht im Hürtgenwald 1944 zum Fiasko Anwohner berichtet von Waldbrand: "Uns war angst und bange" 9.10 Uhr: "Gestern war uns angst und bange", berichtet Anwohner Mario Napiralla der Aachener Lokalredaktion von t-online. Das Haus des Familienvaters steht in Hürtgenwald-Großhau. Die Familie hatte Glück im Unglück: In der Nacht drehte der Wind, der Waldbrand steuert nun auf den Ortsteil Gey zu. Napiralla will helfen: Er ist am Freitagmorgen in der Region unterwegs, um die Rettungskräfte mit Getränken zu versorgen. "Heute werden es bis zu 38 Grad, das müssen die Helfer irgendwie überstehen." Als t-online Napiralla erreicht, ist er gerade auf dem Weg zu einer Einsatzzentrale nach Großhau. Bürgermeister vermeldet Erfolg beim Waldbrand im Hürtgenwald 8.47 Uhr: Wie Stephan Cranen, der Bürgermeister von Hürtgenwald, dem WDR erklärt, gibt es aktuell rund um die Gemeinde drei einzelne Waldbrände. Laut ihm sind mittlerweile zwei der Brände unter Kontrolle. Der dritte habe sich aber in der Nacht leider weiter ausgebreitet. Waldbrand nur noch 200 Meter von Ortsteil entfernt 8.24 Uhr: Das Feuer bewegt sich weiter auf den Ortsteil Gey zu. Wie eine Pressesprecherin des Kreises Düren mitteilte, ist das Feuer nur noch rund 200 Meter entfernt. Wie der Bürgermeister von Hürtgenwald, Stephan Cranen, dem WDR erklärte, breiten sich die Flammen auch in Richtung des alten Munitionslagers in Düren aus. Waldbrand: Welche Informationen die Feuerwehr jetzt von Meldern benötigt Evakuierung in Hürtgenwald abgeschlossen 8.13 Uhr: Die Evakuierung von Gey ist abgeschlossen. Wie eine Sprecherin des Kreises Düren mitteilte, haben alle Bewohner des Ortsteils ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Insgesamt leben in Gey 1.800 Menschen. Bundeswehrpanzer fährt in Brandgebiet 7.55 Uhr: Wie der WDR berichtet, ist ein Panzer der Bundeswehr in dem Waldbrandgebiet im Einsatz. Ein Sprecher der Polizei erklärte dem Sender, dass der Panzer den Einsatzkräften den Weg im Brandgebiet freiräumen soll. Insgesamt sind laut dem Sender mindestens 200 Einsatzkräfte vor Ort. Waldbrand in NRW: Krisenstab in Düren einberufen 7.13 Uhr: Der Waldbrand rückt weiter vor. Die Flammen seien nur noch 400 Meter von dem Ortsteil Gey entfernt, sagte eine Polizeisprecherin. Weiterhin bestätigt eine Sprecherin des Kreises der Deutschen Presse-Agentur, dass der Krisenstab des Kreises Düren einberufen worden ist. Dieser werde nun die aktuelle Lage und das weitere Vorgehen besprechen. Sieben Hektar betroffen: Waldbrand bei Plauen unter Kontrolle Bereits gegen 2 Uhr hatte die Gemeinde erste Warnungen veröffentlicht. Menschen sollten die Bereiche Kleinhau, Gey und die L25 meiden. Die Flammen waren zu dem Zeitpunkt nach Angaben einer Polizeisprecherin nur gut 500 Meter vom Ortsteil Gey entfernt. Der Brand breitete sich zunächst nicht weiter in Richtung der Häuser aus. Offenbar hat sich aber der Wind in der Nacht gedreht. Laut einem Bericht der "Bild" schrillten in dem Ortsteil Gey schließlich die Sirenen. Donnerstag, 13. August Hubschrauber wirft am Abend Wasser ab 21.37 Uhr: Auch ein Hubschrauber ist bei den Löscharbeiten im Einsatz und wirft noch am Donnerstagabend Wasser über dem Wald ab. Verletzte seien bislang nicht gemeldet worden, erklärte die Sprecherin. Die Brandursache ist weiter unklar. Waldbrand auch im Saarland 19.58 Uhr: Auch in anderen Teilen Deutschlands wüten Waldbrände. Hunderte Einsatzkräfte bekämpfen seit Donnerstagnachmittag zudem einen Waldbrand bei Ottweiler im Landkreis Neunkirchen. Nach derzeitiger Einschätzung seien maximal rund zehn Hektar betroffen, teilte das saarländische Innenministerium mit. "Bei 33 Grad Celsius und starker Rauchentwicklung ist der Einsatz besonders belastend." Vier Einsatzkräfte wurden verletzt. Sie werden aufgrund von Rauch- und Hitzeeinwirkungen medizinisch versorgt. Vorsorglich wurden eine Gaststätte und ein Wohnmobilstellplatz evakuiert. An den Seiten des Brandes mit angrenzender Wohnbebauung sichern Einheiten aus dem Landkreis St. Wendel einen Bereich mit eigener Wasserversorgung, wie es hieß. Der Sprecher der Feuerwehren Landkreis Neunkirchen, Andreas Kuhn, sagte, es seien Kräfte von Feuerwehr und Katastrophenschutz aus mehreren Landkreisen im Einsatz. Es sei inzwischen gelungen, eine weitere Ausbreitung des Waldbrandes zu stoppen. "Der Einsatz wird die Kräfte voraussichtlich noch längere Zeit beschäftigen", sagte Kuhn.

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