Statt des deutschen Doppelsiegs über 800 Meter Freistil, sehen die TV-Zuschauer Leichtathletik. Lukas Märtens gefällt das überhaupt nicht. Lukas Märtens hat die ARD scharf kritisiert. Den Olympiasieger von 2024 störte es, dass der Sender am Mittwoch das Finale über die 800 Meter Freistil bei der Schwimm-EM in Paris nicht live übertrug. Der 19-jährige Johannes Liebmann wurde mit einer Rekordzeit Europameister, Sven Schwarz holte Silber. Die ARD entschied sich in diesem Moment, Wettkämpfe von der Leichtathletik-EM zu zeigen. Märtens schimpfte: "Dass das nicht im TV übertragen wurde, ist eine absolute Schande, finde ich." Weiter sagte er: "Das hat so ein Junge verdient, das hat Sven verdient, das hat einfach der ganze Schwimmsport verdient. Dass man dann einfach zur Leichtathletik schaltet, obwohl da nicht so wirklich viel passiert ist gestern – fragwürdig für mich. Aber es ändert sich hoffentlich." Statt des Finales zeigte die ARD zunächst die Tagesschau , danach den ersten Wettkampftag im Zehnkampf mit Leo Neugebauer und Niklas Kaul. Die Schwimmer Liebmann und Schwarz waren als Favoriten in das Rennen gegangen. Liebmann krönte sich in 7:37,59 Minuten zum ersten deutschen Europameister über 800 m Freistil und unterbot seinen im April aufgestellten Europarekord um 35 Hundertstel. "Das war eine grandiose Leistung" Etwa eineinhalb Stunden später zeigte die ARD das Rennen ab 21.35 Uhr nach. Mit 4,08 Millionen Zuschauenden und 21,6 Prozent Marktanteil erzielte die Übertragung die zweithöchste Quote des Abends – knapp hinter der Tagesschau mit 4,10 Millionen und 24,1 Prozent. Die Leichtathletik-Übertragung ab 20.15 Uhr kam auf 3,71 Millionen Zuschauende und 21,0 Prozent. Das Finale hatte Märtens nach eigenen Angaben "tatsächlich leider nur im Liveticker" verfolgt. Für Liebmanns Leistung fand er lobende Worte: "Das war eine grandiose Leistung."