Fotofinish: Vom Handy-Foto direkt aufs Papier: Fünf Fotodrucker im Vergleichstest
Fotodrucker erlauben es uns, unsere Lieblingsfotos daheim ohne Wartezeit aufs Papier zu bringen. Unser Fotodrucker-Test zeigt, welches Modell das am besten kann.
Das Smartphone und riesige Cloud-Speicher haben die Fotografie verändert. Statistisch gesehen drücken die Menschen weltweit mehr als 60.000 Mal pro Sekunde auf den Auslöser. Die Zahl der Aufnahmen, die täglich durch die sozialen Netzwerke flimmern, geht in die Milliarden. Viele Bilder schlummern zwar dauerhaft im Digitalen, aber einige schaffen es auch aufs Papier – vielleicht für eine Grußkarte oder einfach als schöne Erinnerung, die an der dekorativen Fotoschnur oder am Kühlschrank in der Küche hängt. Ein Foto vom Grillfest mit Freunden, eines mit drei Familiengenerationen und natürlich die Bilder vom Stubentiger: Das ist etwas retro, das ist sympathisch und nicht zuletzt gesprächsanregend.
Bequemer als mit einem Fotodrucker bekommen Sie die Bilder nicht aufs Papier, zudem ist die Qualität hoch. In unserem Test haben wir einige der Spitzenkandidaten genauer unter die Lupe genommen. Die günstigsten Exemplare im Test beginnen bei unter 150 Euro.
Fotodrucker-Test: Die ausgewählten Geräte
- Canon Pixma G650zum Shop
- Epson XP-15000zum Shop
- Fujifilm Instax Mini Link Plus zum Shop
- HP Envy Photo 7930 zum Shop
- Brother DCP-J1360DW zum Shop
Diese Geräte sind ebenfalls interessant
Teil des Fotodrucker-Tests waren die folgenden Geräte zwar nicht, aber sie könnten dennoch eine Option sein. Wie heißt es so schön? Schauen kostet nichts.
- Epson EcoTank ET-2870 zum Shop
- Nelko PP01zum Shop
- Canon Selphy CP1500 zum Shop
- Kodak Mini 2 Retrozum Shop
- HP Smart Tank 7305 zum Shop
Testergebnis im Fotofinish: Dieser Fotodrucker holt sich den Sieg
Unser Testsieger kommt von Canon und heißt Pixma G650. Die Druckqualität ist exzellent, hauptsächlich bei den beliebten Hochglanzfotos. Ausschlaggebend für den Platz ganz oben auf dem Treppchen war letztlich die Möglichkeit, Tinte nachzufüllen. Das macht unabhängig und spart auf Dauer viel Geld. Der schnelle und schicke Epson XP-15000 druckt ebenfalls auf höchstem Niveau – und liefert auf Wunsch sogar gestochen scharfe A3-Fotos mit Wow-Effekt. Am Ende war es ein echtes Fotofinish.
Mit dem HP Envy Photo 7930 können wir auch einen Design- und zugleich einen Preis-Leistungs-Tipp abgeben: Mit seiner minimalistischen Gestaltung und dem neigungsverstellbaren Farb-Touch-Display macht das helle Gerät eine richtig gute Figur zu einem richtig guten Preis.
Alle Details, Eindrücke und Testergebnisse finden Sie in den Einzeltests unter der Tabelle.
Vergleichstabelle: Fotodrucker im Test
* Herstellerangabe
So haben wir die Fotodrucker ausgewählt
Nach diesen Kriterien haben wir die Produkte für den Fotodrucker-Test ausgewählt:
- Anwendung: Professionelle Fotodrucker kosten einen vier- bis fünfstelligen Betrag. Sie bedienen die Ansprüche von Künstlern, Profifotografen und einigen Konzern-Dienstleistern. Wir konzentrieren uns in unserem Test auf Geräte für den privaten Gebrauch.
- Namhafte Hersteller: Bei Fotodruckern dominieren einige renommierte Unternehmen mit ihren Modellen den Markt. Sie kamen für uns in die engere Wahl.
- Online verfügbar: Alle Fotodrucker im Test sind online und im stationären Handel erhältlich. Die Hersteller bieten zugleich umfangreiche Support-Leistungen an.
- Positiv bewertet: Gute Bewertungen und positive Kommentare von verifizierten Käufern schaffen Vertrauen. Wir nutzen sie als eine Säule bei der Produktauswahl.
- Faire Preise: Die Preisspanne der Testgeräte liegt zwischen rund 100 und 300 Euro im Online-Handel. Das ist zugleich das gefragteste Segment.
So haben wir getestet
Bei Fotodruckern gibt es kaum Unterschiede im Lieferumfang. Ein Stromkabel, Druckerpatronen oder Tintenflaschen und ein Handbuch: Das war’s. Bei Canon kamen die beiden Druckköpfe separat verpackt, aber das ist eher eine Formalie. Weit größer sind die Unterschiede im Handling, bei den Funktionen, in der Druckqualität und bei den Verbrauchskosten. Wir haben uns, nach der Ersteinrichtung der Geräte, auf den Farbdruck von Fotos konzentriert. Im Fokus standen die Detailtreue, die Natürlichkeit und die Strahlkraft der Bilder im Format von der Größe einer Visitenkarte bis zu A3. Die Ausdrucke, mindestens zehn pro Drucker, mussten sich dabei als Solisten behaupten, aber auch dem Vergleich mit dem digitalen Original und dem Vergleich untereinander standhalten. Ebenfalls erfasst und bewertet haben wir die Ergebnisse des Schwarz-Weiß-Drucks, die Druckgeschwindigkeit, die Möglichkeit der Geräte zur Verarbeitung verschiedener Formate und mögliche Zusatzfeatures, also etwa das Scannen oder den Dokumentendruck. Die Bilder, die in unsere Bewertung einflossen, entstanden unmittelbar nach der automatischen Ersteinrichtung.
Für unsere Tests haben wir Fotopapier mit folgenden Formaten und Oberflächen verwendet:
- 10 × 15 cm, matt, 180 g / m²
- 13 × 18 cm, hochglänzend, 250 g / m²
- A4, glänzend, 180 g / m²
- A3, glänzend, 180 g / m²
Die Ausnahme: Beim Fotodrucker Instax Mini Link Plus von Fujifilm waren wir auf die zugehörigen Fotokassetten angewiesen. Das Gerät kann mit Tinte und Normalpapier nichts anfangen. Beim Dokumentendruck konnten wir Universal-Kopierpapier mit 80 g/m² nutzen. Sofern wir Druckzeiten angeben, beziehen sich diese auf den Zeitraum vom Auslösen des Druckbefehls in der App – alle Hersteller bieten diese an – bis zur vollständigen Ausgabe des Fotos. Beim Instax mini Link Plus zählte die vollständige Entwicklung. Erste Umrisse zeichnen sich hier schon nach rund 20 Sekunden ab, aber mit der vollen Sättigung dauert es etwas länger. In unserem Fotodrucker-Test berücksichtigen wir die Verbrauchskosten, hauptsächlich für die Tinte, mit 20 Prozent. Der hohe Wert basiert auf der Erfahrung, dass sich günstige Drucker als teuer erweisen können, wenn es um den Nachkauf der Original-Toner geht.
So setzen wir die Wertung zusammen:
| Gewichtung | Kategorie |
| 40 % | Druckqualität & Leistung |
| 15 % | Verarbeitung & Design |
| 20 % | Verbrauchskosten |
| 10 % | Benutzerfreundlichkeit |
| 10 % | Ausstattung & Zusatzfunktionen |
| 5 % | Nachhaltigkeit |
1. Unser Testsieger: Canon Pixma G650
Auspacken und Einrichten: Beim Öffnen des Kartons vom Canon Pixma G50 erwarten uns neben dem eigentlichen Drucker sechs Fläschchen mit Tinte, fein säuberlich an einer Seite aufgereiht. Später kommen, etwas tiefer vergraben, noch zwei verschweißte Schachteln mit den beiden Druckköpfen hinzu. Wir setzen sie zuallererst in das Hauptgerät ein. Ein Booklet zur Inbetriebnahme hilft mit verständlichen Grafiken. Anschließend bringen wir den Fotodrucker an den Strom, wählen „Deutsch“ als Sprache aus und befüllen die sechs Tanks mit der jeweiligen Tinte. Jetzt bloß keine Verwechslungen!
Der gesamte Vorgang ist in einer knappen Viertelstunde erledigt. Der Füllstand aller Farben zeigt das Höchstniveau an, wie wir durch kleine Fenster an der Frontseite gut sehen können. Während die Füllstandsanzeige perfekt platziert ist, müssen wir uns an den Bildschirm erst noch gewöhnen. Es befindet sich links an der Oberseite des Geräts, ebenso wie die Bedienelemente. Gut erdacht sind drei große, farbige Tasten, die ohne langes Menü-Scrolling mit einem Klick das Scannen in Farbe oder Schwarz-Weiß oder den Abbruch des Vorgangs ermöglichen.
Ebenfalls an der Oberseite hat Canon den Papiereinzug platziert. Das hat Vorteile, zwingt uns aber zum freien Aufstellen des Geräts. Mittlere Regalbretter oder offene Fächer sind tabu. Eine Alternative zum Papiereinzug über ein Fotopapierfach oder eine Papierkassette gibt es nicht.
Fotoqualität: Die Druckergebnisse des Canon Pixma G650 sind in allen Formaten exzellent. Vor uns liegen Fotos wie aus dem Labor: glasklar, detailreich und mit leuchtenden Farben. Vor allem im direkten Vergleich mit Epson trägt Canon, sogar im Wortsinn, etwas dicker auf. Bei den Schwarz-Weiß-Ausdrucken ist das übrigens genau umgedreht. Der Scan eines Hochglanzfotos gerät beim Pixma G650 für unseren Geschmack ein wenig zu dunkel, funktionierte aber problemlos.
Canon benötigt für den A4-Job etwas mehr als drei Minuten, was Epson in zwei erledigt. Bei Brother sind es mehr als zehn.
Kosten: Die Möglichkeit, Tinte nachzufüllen, statt Patronen zu wechseln, ist nützlich. Der Vorgang spart Kosten und verhindert, dass Hersteller per Software günstigere Drittanbieter ausschließen. Ein Satz mit den sechs Nachfülltinten kostet bei Canon rund 90 Euro und reicht laut Hersteller für circa 3.800 Farbfotos im Format 10 × 15 cm. Die Tinten-Kosten pro Foto liegen damit unter 3 Cent. Hinzu kommen die Ausgaben für das Fotopapier, die bei Canon etwa 19 Cent pro Blatt betragen, bei anderen Anbietern aber auch für weniger als 8 Cent zu haben sind.
Bedienung: Zum Einrichten des Drucks, also etwa der Formate und Ränder, nutzen wir ausschließlich die Foto-App, was sich bewährt hat. Wichtig ist, die App während des Druckvorgangs nicht zu schließen. Wir begehen diesen Fehler bei den ersten Druckversuchen, woraufhin das eingezogene Papier in Sekundenschnelle blütenweiß durchs Gerät rauscht. Schließen bedeutet bei Canon Abbruch. Auch die Bedienung über Tasten am Gerät ist logisch aufgebaut. Das Mini-Display, das die nächsten Schritte anzeigt, setzt aber eine perfekte Sehschärfe voraus.
Weitere Funktionen: Mit dem Pixma G650 können wir scannen, dank Scharnieren an der Abdeckung selbst dickere Kaliber. Das Gerät druckt neben Fotos auch Dokumente und zeigt dabei keine Schwächen. Die Tinte bleibt dieselbe, wir wechseln nur zum Normalpapier. Canon bietet über seine App eine kostenlose „Papierhandwerksmaterial-Download-Seite“ an. Hinter dem sperrigen Begriff verbirgt sich unter anderem die Möglichkeit, Teile für Papiermodelle auszudrucken und danach entsprechend zuzuschneiden. Hier finden Sie ganze Kaufmannsläden und mehr – die Enkel freut’s beim nächsten Besuch sicher.
Fazit: Der Canon Pixma G650 überzeugt uns auf ganzer Linie. Wir drucken Fotos und Dokumente in exzellenter Qualität. Die Verbrauchskosten sind gering, gerade in Bezug auf die Tinte. Beim Design haben andere die Nase vorn. Für die Bedienung bevorzugen wir die guten App-Funktionalitäten. Das Handy haben wir ja ohnehin parat, da hier die Fotos entstehen.
+ Vorteile
- einwandfreie Druckqualität
- sehr geringe Verbrauchskosten
- praktische Füllstandsanzeige
– Nachteile
- Bildschirm nicht klappbar
- Design etwas langweilig
2. Der A3-Spezialist: Epson XP-15000
Auspacken und Einrichten: Der Epson XP-15000 wirkt modern, ja fast schon sportlich. Das verdankt er seiner flachen Form und der großen, leicht gerippten Oberfläche. Uns fällt zuerst der breite Papiereinzug ins Auge, den es zwingend braucht, denn der XP-15000 druckt auch im A3-Format, als einziges Gerät im Test. Auf das Scannen müssen Sie im Gegenzug verzichten.
An der Vorderseite finden wir ein Bedienpanel, das sich über die gesamte Breite zieht. Wir können es um volle 90 Grad nach oben klappen. Rechts befindet sich ein Knopf zum Ein- und Ausschalten, 10-Cent-Stück groß, nobel im Gehäuse versenkt und von einem Lichtring umgeben. Auch die Haptik gefällt uns ausgesprochen gut.
Epson legt gleich sechs Tintenpatronen mit Schwarz, Magenta, Cyan, Gelb, Rot und Grau bei. Die Erweiterung um Rot und Grau auf ein Sechs-Farb-System sorgt für besonders kräftige Farbtöne und starke Kontraste, wie wir nach dem Test bestätigen können.
Fotoqualität: Aus unserem Farbfoto-Test im A4-Format geht Epson als Sieger hervor. Das Bild ist makellos, detailreich und hält die Balance zwischen satten Farben und Natürlichkeit. Mit gut zwei Minuten ist der XP-15000 auch das mit Abstand schnellste Gerät im Test. Diesen Spitzenplatz behält er beim Format 13 × 18 mit knapp anderthalb Minuten bei. Selbst der Druck im A3-Format nimmt nur gut fünf Minuten in Anspruch und die Druckqualität ist beeindruckend. Auch beim Dokumentendruck hat Epson in unserem Test mit einem untadeligen Schriftbild die Nase vorn oder agiert zumindest auf demselben hohen Niveau wie der Testsieger.
Kosten: Die sechs Farbpatronen des Epson-Druckers kosten als Multipack in der XL-Version etwa 135 Euro, im Einzelkauf sind es pro Patrone circa 23 Euro. Die Ergiebigkeit schwankt: Bei den Farben sind es laut Hersteller im Durchschnitt 830 Seiten, bei Schwarz 500 und bei Grau 200. Die Angaben beziehen sich allerdings auf Standard-Textseiten, nicht auf den farbintensiven Fotodruck. Da ist beim Format 10 × 15 cm oft schon nach 250 Fotos Schluss. Die Kosten pro Bild liegen damit bei stolzen 54 Cent. Das Papier kommt hinzu, bei Originalpapier macht das circa 11 Cent pro Blatt aus.
Bedienung: Wir richten den Drucker über die Webseite ein, was dank eines guten Leitfadens mit Videos keine Probleme bereitet. Für die Bedienung ist die sprachlich holprige App dann aber weitaus bequemer. Über einen Touchscreen verfügt der Fotodrucker nicht, und die Tastatur am Gerät dient uns nur zur Wartung und zur Änderung der Grundeinstellungen. Sehr gut fanden wir, dass sich das Fach zur Papierausgabe automatisch öffnet, sobald der XP-15000 einen Druckauftrag erhält. Er erkennt sogar das gewählte Format und gibt bei A3-Drucken also entsprechend mehr Raum frei.
Weitere Funktionen: Gut versteckt unter dem Papierfach, wir hätten es fast übersehen, befindet sich das Fach zum Bedrucken von CDs und DVDs, was allerdings nur mit geeigneten Rohlingen funktioniert. Die Epson-App für die XP-15000-Serie führt uns zudem in den separaten Bereich „Creative Print“, mit dem wir etwa Collagen erstellen und Fotos bearbeiten. Scannen können wir mit dem Epson XP-15000 nicht.
Fazit: Der Epson XP-15000 ist ein kompakter A3-Fotodrucker, der uns vom Design bis hin zur Druckqualität und Druckgeschwindigkeit voll überzeugt. Die Verbrauchskosten sind hoch, was das Gerät den Testsieg kostet. Wer sich für den Epson XP-15000 entscheidet, muss zudem gegebenenfalls in einen separaten Scanner investieren.
+ Vorteile
- sehr schneller und hochqualitativer Druck
- Papierfach öffnet automatisch
- Drucken im A3-Format möglich
– Nachteile
- kein Scanner
- relativ hohe Verbrauchskosten
3. Klein, aber oho: Fujifilm Instax Mini Link Plus
Auspacken und Einrichten: Der Fujifilm Instax Mini Link Plus passt locker in die Jackentasche, entsprechend gering fällt die Größe des Kartons aus. Die Unterschiede zu den anderen Fotodruckern im Test werden für uns also schon auf den ersten Blick deutlich. Trotz des Mini-Formats erhalten wir einen vollwertigen Drucker, einen Smartphone-Drucker. Er arbeitet nicht mit Papier und Tinte, sondern mit speziellen Instax-Mini-Kassetten. Verlässt ein belichtetes Bild aus dieser Kassette das Gehäuse des Druckers, startet automatisch die Bild-Entwicklung. Die Chemikalien für diesen Prozess werden physisch durch zwei Walzen aktiviert.
Mit dem Instax Mini Link Plus halten wir ein kantiges Design-Objekt in den Händen, ein Tech-Gadget par excellence. Der Korpus ist tiefschwarz, die Bedientasten, der Ausgabeschlitz und die Klappe für den Ladeanschluss kontrastieren in einem satten Orange. Den hochwertigen Eindruck verstärken zwei massive Metallösen, an denen wir den Handgelenk-Riemen befestigen. Er gehört ebenso wie ein kurzes Akku-Ladekabel (USB-C auf USB-A) zum Lieferumfang.
Das Konzept dieses mobilen Fotodruckers geht für uns auf. Ein kleines Manko: Den Ladedeckel können wir kaum ohne Hilfsmittel oder spitze Fingernägel öffnen. Hier hat sich der Hersteller das Design über die Bedienerfreundlichkeit gestellt.
Fotoqualität: Bis zur vollständigen Entwicklung des Fotos dauert es rund zwei Minuten, erste Umrisse zeichnen sich aber schon nach weniger als einer halben Minute ab. Die Drucke sind trotz ihrer geringen Größe gestochen scharf und vermitteln ein ganz eigenes Flair. Der große Vorteil dieses Druckers liegt in seiner Mobilität. Wir nehmen ihn im Testzeitraum daher gleich mehrfach zu Treffen mit Freunden mit. Die Reaktionen sind durchweg positiv – und immer fällt das Wort „Sofortbildkamera“. Auch dabei geht es ja nicht um Bilder für die Ewigkeit, sondern um liebevolle Momentaufnahmen, die wir in Form eines kleinen Fotos sogar verschenken können. Großer Vorteil des Instax-Druckers: Wir sehen das Foto vor dem Drucken und können es bearbeiten. Das geht mit der Sofortbildkamera nicht.
Kosten: Eine Kassette mit zehn Bildern kostet rund zehn Euro. Der Preis für eine Aufnahme liegt damit je nach Online-Shop zwischen 92 Cent und einem Euro. Weitere Materialien brauchen Sie nicht.
Bedienung: Die Bedienung läuft ausschließlich via App, dem Herzstück des Systems. Der Zugriff auf die eigenen Bilder funktioniert nach der Freigabe zwar problemlos, aber die Bilder waren anders angeordnet, als wir es gewohnt waren. Einige Aufnahmen konnten wir partout nicht finden. Der sonstige Aufbau ist logisch und nach wenigen Anwendungen selbsterklärend.
Weitere Funktionen: Als Zusatzfunktionen bietet uns der Drucker verschiedene Möglichkeiten zur Bildbearbeitung. Wir erstellen einige Collagen und bereichern sie mit Stickern. Wir probieren uns an 3D-Effekten im sogenannten „Instax Air Studio“ und testen die Schnelldiagnose im „Übereinstimmungstest“. Diese launige Spielerei, die anhand der Äußerlichkeiten checkt, ob zwei Menschen in ihren Eigenschaften harmonieren, dürfte an einem launigen Partyabend mehr Anhänger finden als am Nachmittag vor dem Feierabend in unserem Testlabor.
Fazit: Die Fujifilm Instax Mini Link Plus punktet mit ihrer guten Verarbeitung, einem modernen Design und klaren Ausdrucken. Die App ist überwiegend übersichtlich und sie bietet viele Möglichkeiten, die Fotos im Scheckkartenformat individuell zu gestalten.
+ Vorteile
- klein, handlich und mobil
- starkes, modernes Design
- hohe Druckqualität
– Nachteile
- sehr hohe Verbrauchskosten
- Fotosortierung in der App unklar
4. Unser Design- und Preis-Leistungs-Tipp: HP Envy Photo 7930
Auspacken und Einrichten: Der HP Envy Photo 7930 erreicht uns gut verpackt, rundum von recycelbarer Pappe geschützt. Ein Griff hilft beim Herausziehen aus dem Karton. Der Drucker ist in einem freundlichen Hellgrau gehalten, einzelne Flächen wie der obere Bereich des Scanners sind farblich leicht abgesetzt. Das Design wirkt modern, vor allem aber wohnraumkompatibel.
Unser Blick fällt auf ein fast quadratisches Display an der Frontseite, das wir um circa 45 Grad nach oben klappen. Bei einem relativ niedrigen Standort wie unserem Testtisch ist das ein praktisches Feature. Auf Tasten und Knöpfe verzichtet HP mit Ausnahme eines kleinen Ein-/Aus-Knopfes, womit zugleich lästige Staubfänger entfallen. Da wir zuerst aus purer Neugier die obere Scanner-Klappe geöffnet hatten, wird das Einlegen der Druckerpatronen wider Erwarten zum Problem: Bei geöffneter Klappe blockiert das Hauptfach und wir brauchen die Kurzanleitung, um uns wieder auf den rechten Weg zu führen. Im Drucker-Korpus treffen wir auf Steckplätze für zwei Tintenpatronen, einer für schwarze Tinte, der andere für eine Kombination aus Cyan, Magenta und Gelb. Diese Lösung bedeutet leider auch, dass das Ende einer Farbe die Lebensdauer des gesamten Farbtrios bestimmt.
Die Erstinstallation geht uns leicht von der Hand. Nach dem Einstellen der Sprache und dem Scannen des QR-Codes folgen wir einfach der Schritt-für-Schritt-Anleitung in der App. Alles ist intuitiv, online und auf der Anzeige.
Fotoqualität: Der Envy Photo 7930 liefert im Test hochklassige Fotos in satten Farben. Die Kontraste stimmen, vor allem ist Schwarz wirklich schwarz. Auch beim farbigen Dokumentendruck überzeugt uns das Ergebnis, das die drei Dye-Farben und die schwarze Pigmenttinte aufs Blatt zaubern. Im direkten Vergleich mit den anderen Druckern im Test schneidet der Envy Photo 7930 gut ab, ohne gleich an die Spitze zu stürmen. Sehr dunkle Flächen wirken leicht übersaturiert, was auf Kosten der Details geht, aber wir können hier in den Einstellungen nachjustieren. Ein Nachteil bei Verwendung des Hochglanz-Fotopapiers ist, dass sich auf den Fotos vertikale Linien abzeichnen, wahrscheinlich durch den Transport des empfindlichen Papiers im Drucker. Die Spuren sind nur bei bestimmten Betrachtungswinkeln sichtbar und dezent genug, dass wir sie ignorieren können. Aber es gibt sie. Der Erstdruck unseres A4-Testfotos dauerte drei Minuten und 18 Sekunden. Das erscheint uns relativ lange, liegt aber im Rahmen. Beim Druck kleinerer Formate im Alltag verliert die Zeitnahme zudem an Relevanz. Wer sich an die frühere Wartezeit bei der Labor-Entwicklung erinnert, kann diese Angaben in Minuten und Sekunden ohnehin nur belächeln.
Kosten: Das Set aus 3er-Farbpatrone und der Druckerpatrone in Schwarz können wir für circa 43 Euro erwerben. Es reicht für rund 170 Fotos im Format 10 × 15. Das entspricht etwa 25 Cent pro Foto, ohne die Kosten fürs Papier. HP selbst bietet hier eine breite Auswahl an, teilweise umgerechnet für weniger als 9 Cent pro Blatt. Mit insgesamt 34 Cent liegen die Kosten im Mittelfeld, aber die Kombi-Farbpatrone birgt das Risiko des ungleichmäßigen Verbrauchs. Ist eine Farbe leer, ist für alle Farben Schluss.
Bedienung: Bis zum Ende ungelöst blieb in unserem Test des Envy Photo 7930 das Problem mit Fotopapier im Format 13 × 18 cm. Trotz der entsprechenden Beschriftung im Fotofach ist das genormte Papier einige Millimeter zu breit. Es passt schlicht nicht hinein und die Engstelle ist physisch nicht einstellbar. Aus dem breiteren Hauptfach, das ebenfalls die Markierung 13 × 18 enthält, funktionierte der Einzug ebenfalls nicht. Auch ein Bedienvideo von HP und die komplexe Auswahlliste der Formate halfen uns da nicht weiter.
Weitere Funktionen: Neben dem Fotodruck beherrscht der Envy Photo 7930 auch den Druck von Dokumenten. Wir nutzen ihn zudem als vollwertigen Scanner. Im Test waren wir mit dem Dokumentendruck zufrieden, beim Scannen zeigte sich ein blasser Streifen auf dem Bild. Die App hält auch ein paar kostenlose Extras bereit, etwa Grußkarten und Malvorlagen für Kinder im Menüpunkt „Printables“. Außerdem erhalten wir die Möglichkeit zum Versand von Faxen.
Fazit: Der HP Envy Photo 7930 ist ein schicker Alleskönner, der hochwertige Fotos und Dokumente druckt. Auf Wunsch nutzen Sie ihn auch als Scanner. Einrichtung und Bedienung via App oder Touchscreen sind einfach. Das Preis-Leistungs-Verhältnis des Druckers selbst ist exzellent. Fotos im Format 13 × 18 cm konnten wir nicht drucken, was Punkte kostet.
+ Vorteile
- freundliches und modernes Design
- überzeugende Druck-Qualität
- integrierter Scanner
– Nachteile
- Probleme beim Papiereinzug im Format 13 x 18 cm
- Kombi-Farb-Patrone
5. Der Alleskönner für den Alltag: Brother DCP-J1360DW
Auspacken und Einrichten: Der Brother DCP-J1360DW ist ein sehr kompakter Fotodrucker, der sich mit einer geringen Standfläche begnügt. Die in zwei Stufen klappbare Bedienleiste mit dem kleinen Display ermöglicht es uns, den Drucker im Alltag auf eine relativ niedrige Ablage zu stellen. Das ist gut gelöst. Die Kunststoffmaterialien des schwarzen Geräts wirken recht einfach, erfüllen aber ihren Zweck. Es gibt zahlreiche Tasten und Knöpfe, die den Eindruck eines leicht betagten Designs hinterlassen.
Der Fotodrucker von Brother arbeitet mit vier Patronen, die zum Lieferumfang gehören. Wir arretieren sie mit einem Klick hinter einer Klappe, die das separate Fach für den Tintenvorrat schützt. Das geht ohne langes Suchen und Fummelei. Der gesamte Prozess der Erstinstallation mit zwei Kalibrierungsseiten für die richtigen Farben und Walzenausrichtung wirkt vertrauenserweckend.
Fotoqualität: Für das Drucken von Farbfotos mit dem Brother DCP-J1360DW braucht es Geduld. Unser A4-Testfoto erscheint erst nach gut zehn Minuten im Ausgabefach, beim Format 13 × 18 cm sind es noch mehr als fünf. Das ist nichts für Eilige, denen bei Verlassen des Hauses einfällt, dass sie ja noch zwei, drei schöne Fotos mitnehmen wollten.
Die Druckergebnisse selbst entsprechen den Erwartungen, verlieren aber im direkten Vergleich. Die Farbfotos wirken etwas blasser als bei der Konkurrenz, die gescannten Bilder fallen zum Teil recht dunkel aus und beim Dokumentendruck entdecken wir leichte Ungleichheiten beim Schriftbild. Keine dieser Abweichungen ist dramatisch, aber für einen Spitzenplatz genügte es nicht.
Kosten: Das Value-Pack mit den vier Farben inklusive Schwarz kostet im Handel rund 76 Euro, im Angebot erhalten wir es mit 58 Euro oft deutlich günstiger. Die Patronen sind für 500 A4-Seiten im Standarddruck ausgelegt, können also geschätzt knapp 200 Farbfotos im Format 10 × 15 cm drucken. Der Preis pro Foto liegt damit bei 29 Cent, wobei die Kosten für das Papier noch hinzukommen. Bei Original-Papier sind es schnell nochmals gut 20 Cent pro Bild, andere Anbieter sind da deutlich günstiger.
Bedienung: Während uns die Menüführung am Gerät unübersichtlich erscheint, was vor allem am winzigen Display und den darauf genutzten Abkürzungen liegt, ist in der App alles deutlich leichter. Sie ist aufgeräumt und bietet genau das, was wir zur Bedienung wirklich brauchen. Klare Empfehlung für weniger technikaffine Nutzer, die sich weder durch lange Menüs hangeln wollen, noch auf der Suche nach Zusatz-Content sind.
Weitere Funktionen: Zusätzliche Funktionen beschränken sich auf das Kopieren und Scannen, wobei der Scanner auf Normalpapier ausgelegt ist. Dank ausfahrbarer Scharniere finden unter dem Deckel des Scanners auch dickere Objekte wie Bücher oder Ringordner Platz.
Fazit: Die einfache Handhabung gehört beim Brother DCP-J1360DW zur DNA. Neben Stärken in der Bedienung über die App bedient das Gerät auch jene Klientel, die lieber gummierte Tasten unter den Fingerkuppen spürt, als über glatte Bildschirme zu streichen. Mit den Druckergebnissen waren wir insgesamt zufrieden, Luft nach oben bleibt. Das gilt für die Bildqualität ebenso wie für die Druckdauer. Wenn Sie das Gerät für den gelegentlichen Druck von Schnappschüssen bestellen, werden Sie sicher nicht enttäuscht sein und kommen mit relativ wenig Geld aus.
+ Vorteile
- nutzerfreundliche Bedienung
- geringer Preis
- Scanner auch für dickere Vorlagen geeignet
– Nachteile
- relativ langsamer Druck
- Design eher altbacken
Fotodrucker: Die wichtigsten Fragen & Antworten
Kann ich einen Fotodrucker auch als Drucker für Dokumente verwenden?
Ja, das ist möglich. Die meisten Fotodrucker sind als Multifunktionsgeräte konzipiert und arbeiten auch mit Standard-Kopierpapier. Die Qualität eines hochwertigen Laserdruckers erreichen Fotodrucker beim Dokumentendruck jedoch nicht. Auch bei den Verbrauchskosten sind andere Geräte lukrativer.
Worauf kommt es beim Kauf eines Fotodruckers an?
Natürlich steht die Qualität der Fotos an erster Stelle, was eine hohe Auflösung voraussetzt, aber es gibt auch ganz praktische Erwägungen: Welche Formate möchte ich ausdrucken? Will ich den Drucker unterwegs nutzen? Soll der Fotodrucker zugleich den normalen Dokumentendrucker ersetzen?
Was kostet der Druck mit dem Fotodrucker?
Viele unterschätzen die Frage der Verbrauchskosten. Fotopapier kostet mehr als normales Kopierpapier und bei der Tinte gibt es erhebliche Unterschiede zwischen Nachfüll-Lösungen und Patronen. Standard-Farbfotos können fünf Cent kosten, aber auch locker mehr als 50 Cent.
Welche Tinte benutzen Fotodrucker?
Die meisten Drucker arbeiten mit Farbstofftinte (Dye-Ink), einige aber auch mit Pigmenttinte oder einer Kombination aus beidem. Bei Dye-Ink handelt es sich um flüssige Tinte, die günstig hergestellt werden kann und für wunderschöne Hochglanzfotos mit brillanten Farben sorgt. Allerdings ist diese Tinte nicht wasserfest und nur bedingt lichtbeständig. Die Fotos verblassen mit den Jahren und sollten besser nicht feucht oder gar nass werden. Für Privathaushalte und Hobbyfotografen ist Dye-Ink die erste Wahl. Profis greifen eher zur Pigmenttinte. Dabei spielt nicht nur die Langlebigkeit eine Rolle, sondern auch der bessere Schwarz-Wert, insbesondere auf mattem Papier. Da Pigmenttinte feste Stoffe enthält, besteht bei seltenem Gebrauch die Gefahr einer Verstopfung der Druckkopfdüsen.
Kann ich auch Tinte und Papier von Drittanbietern nutzen?
Die Verwendung von Tinte und Papier von Drittanbietern ist generell möglich, kann aber zu einer geringeren Druckqualität führen. Um die Feinabstimmung zwischen dem verwendeten Papier, der Tinte und dem Drucker zu berechnen, arbeiten die Hersteller mit sogenannten ICC-Profilen. Sie sind meist vorinstalliert, basieren aber auf der Nutzung von Original-Verbrauchsmaterial. Wechseln wir zum Beispiel zu einem anderen Papier, sollten wir das dem Drucker mitteilen. Das funktioniert, indem wir ihm das ICC-Profil zur Verfügung stellen, sofern der Hersteller des Fotopapiers es anbietet. Ist das nicht der Fall, hilft für den Hausgebrauch auch die Wahl eines vergleichbaren Profils in den Drucker-Einstellungen.
Wie hoch ist der Stromverbrauch eines Fotodruckers?
Fotodrucker verbrauchen wenig Strom. Sie kommen im Regelfall mit 10 bis 30 Watt pro Stunde aus. Stromkosten spielen daher beim Fotodruck eine untergeordnete Rolle. Hier ein Beispiel: Wenn Sie zwei Stunden im Monat drucken und 30 Cent pro Kilowattstunde bezahlen, liegen die jährlichen Kosten bei einem Fotodrucker mit einem Durchschnittsverbrauch von 20 Watt bei 14 Cent im Jahr. Für den ununterbrochenen Stand-by-Betrieb kämen allerdings rund drei Euro hinzu.
Was bedeutet dpi?
Der dpi-Wert steht für „Dots per Inch“. Er gibt an, wie viele Tröpfchen pro Zoll (2,54 cm) auf dem Papier landen. Je höher die dpi-Zahl, desto detailreicher und schärfer der Druck. Oftmals geben Hersteller zwei dpi-Werte an, die für die horizontale und vertikale Dichte stehen, die durch die Form und die Bewegung des Druckkopfes entstehen.