Kanzler Friedrich Merz kontaktiert nach einer Gewalttat die Eltern des Opfers. Der Fall soll nun auch auf politischer Ebene Thema werden. Nach dem tödlichen Messerangriff auf einen Studenten in Trier hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) den Eltern des Opfers offenbar seine Unterstützung zugesichert. Das teilten die Eltern der Zeitung "Bild" mit. Der Fall soll nach ihren Angaben auch auf politischer Ebene thematisiert werden. Angaben der Eltern des getöteten 22-Jährigen zufolge hat Merz mit ihnen telefoniert und Unterstützung angeboten. Vater Thomas Dick sagte der "Bild"-Zeitung, der Anruf habe ihn überrascht. Das rund zehnminütige Gespräch sei "sehr emotional" gewesen. Einzelheiten wollte die Familie nicht nennen. Dem Bericht zufolge hätten sich auch der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) sowie der Chef der Mainzer Staatskanzlei, Marcus Klein (CDU), bei den Eltern gemeldet. Dabei sei ihnen unter anderem psychologische Unterstützung angeboten worden. Zudem hätten die Politiker Hilfe zugesichert, nachdem die Mutter nach eigenen Angaben wegen ihres ehrenamtlichen CDU-Engagements im Internet angefeindet worden sei. Spahn-Nachfolge: Merz ringt mit Söder Erinnerung an den 20. Juli 1944: Eklat bei Stauffenberg-Gedenken Eltern hoffen auf politische Folgen Die Eltern äußerten gegenüber der Zeitung die Hoffnung, dass der Tod ihres Sohnes politische Konsequenzen nach sich ziehen könnte. Nach ihren Angaben sei ihnen außerdem zugesichert worden, dass der Fall in Berlin auf die Tagesordnung komme. Eine Bestätigung dafür aus dem Bundeskanzleramt gibt es nicht. Der 22-jährige Student war am vergangenen Mittwoch in Trier auf offener Straße mit einem Messer angegriffen und tödlich verletzt worden. Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler befand er sich auf dem Rückweg von einem Einkauf. Trotz sofortiger Reanimationsmaßnahmen starb er später in einem Krankenhaus. Verdächtiger wird in Psychiatrie untergebracht Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts des Totschlags gegen einen 22 Jahre alten Afghanen. Nach Angaben der Polizei kannten sich Tatverdächtiger und Opfer nicht. Die Ermittler gehen derzeit von einer zufälligen Begegnung aus. Der Beschuldigte soll die Tat eingeräumt, sich darüber hinaus aber nicht geäußert haben. Das Amtsgericht Trier ordnete die einstweilige Unterbringung des Mannes in einer forensischen Psychiatrie an. Nach Angaben der Ermittler gibt es Hinweise auf eine psychische Erkrankung, wegen der der Beschuldigte zuvor behandelt worden war. Ob seine Schuldfähigkeit zum Tatzeitpunkt eingeschränkt war, soll ein psychiatrisches Gutachten klären. Bereits am Tag nach der Tat hatten in Trier rund 1.000 Menschen bei einer Schweigeminute des getöteten Studenten gedacht. Auch am Tatort legten Menschen Blumen und Kerzen nieder.