Bildung: Grüne wollen Netz an Kitas und Grundschulen auf dem Land
Kleine Grundschule als sozialer Anker: Die Grünen fordern Ausnahmen bei Mindestgrößen und wollen Tageseltern stärken.
Die Grünen wollen Kinderbetreuung und Schulen auf dem Land stärken. „Kinder in ländlichen Räumen verlieren heute häufig den Anschluss, weil die nächste Kita zu weit entfernt ist oder eine kleine Grundschule schließen muss“, heißt es in einer beim „Ostkongress“ auf Rügen vorgestellten „Sassnitzer Erklärung“.
Kinderbetreuung in Reichweite als Ziel
Die Grünen setzen sich für ein flächendeckendes Netz zur Kinderbetreuung ein. „Auch in strukturschwachen Regionen sollte die nächste Kinderbetreuung nicht weiter als 15 Minuten entfernt sein“, heißt es in dem dreiseitigen Papier. Auch Tageseltern möchte die Partei stärken.
Grundschulen dienten als „sozialer Anker im Dorf“ und sollten erhalten bleiben, heißt es weiter. „Dafür braucht es Ausnahmen in den Vorschriften für Mindestgrößen von Schulen.“
Woher das Geld kommen soll
Finanzieren will die Partei das über eine Erweiterung des Startchancenprogramms für Schulen in sozialen Brennpunkten und das Sondervermögen für Infrastruktur.
Unterstützt wird die Erklärung ausdrücklich von den beiden Grünen-Spitzenkandidatinnen für die Landtagswahlen im September in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, Claudia Müller und Susan Sziborra-Seidlitz.