Segeln: Kieler Woche: leichte Winde, schwere Aufgaben zum Auftakt
Volles Haus im Olympiazentrum: Am ersten Sonntag strömen die Zuschauer in die Herzkammer der Kieler Woche. Auf dem Wasser hatten die Olympia-Segler in leichter Sommerbrise schwere Aufgaben zu lösen.
Die deutschen Nationalsegler sind bei der 132. Kieler Woche mit unterschiedlichen Ergebnissen gestartet. Beste deutsche Crew waren am ersten Wochenende der weltgrößten Segelserie die Vizeweltmeister Simon Diesch/Anna Markfort (Deggerhausertal/Kiel), die das 470er-Mixed-Feld nach drei Rennen vor Malte Winkel/Bente Batzing (Hamburg/Schwerin) anführten. „Es hat so richtig Spaß gemacht“, sagte Anna Markfort im hochsommerlichen Kiel.
Die 32-Jährige ist im Doppeleinsatz: Tagsüber ist sie auf dem Kieler-Woche-Kurs, abends kommentiert sie im ZDF die Rennen beim SailGP-Halbzeitevent in kanadischen Halifax, wo Team Germany am Sonntagabend um den Finaleinzug kämpfte.
Im olympischen Ilca 7 segelte der Kieler Lokalmatador Ole Schweckendiek mit einem achten Rang und einem Tagessieg auf Platz zwei. Der dreimalige Olympia-Teilnehmer und 2020er-Weltmeister Philipp Buhl (Sonthofen) eröffnete die Regatta mit Gesamtplatz elf nach zwei Rennen.
49er-Crews mit Startschwierigkeiten
Etwas schwerer kamen sich die beiden deutschen Top-Teams im Olympia-Skiff 49er in Fahrt: Sowohl Richard Schultheis/Fabian Rieger (Norddeutscher Regatta Verein/Verein Seglerhaus am Wannsee) als auch die Olympia-Elften und WM-Vierten Jakob Meggendorfer/Andreas Spranger (Bayerischer Yacht-Club) müssen nach den ersten vier Rennen in den verbliebenen Qualifikationsrennen am Montag zulegen, wollen sie die Goldflotte der Top-20 noch erreichen. Sie greifen von den Plätzen 21 und 25 an.
Beide Crews taten sich in den sehr sanften Sommerwinden schwerer als manch leichtere Nachwuchscrew. 49er-Trainer Ryan Seaton sagte: „Wir müssen in den Starts disziplinierter sein, unseren Plan besser durchziehen. Dann können wir alle schlagen.“ Vorerst führen im 49er die Amerikaner Nevin Snow und Ian Macdiarmid.
Bei den Skiffseglerinnen im 49erFX lagen Jule Ernst und Lea Adoplph aus Bayern nach fünf Rennen als bestes GER-Duo auf Platz fünf. Die Medaillenrennen der Olympiasegler finden am Mittwoch statt.