Uli Stein zieht vor Gericht – wegen eines Fernsehberichts über seine Zeit bei Eintracht Frankfurt. Der Fall landet vor dem OLG in München. Eintracht Frankfurts Torwart-Legende Uli Stein hat den TV-Sender n-tv vor dem Oberlandesgericht München verklagt. Das berichtet die "Bild" am Mittwoch (17.6.). Hintergrund sei ein Bericht, den n-tv im Jahr 2024 über den Rauswurf von Uli Stein bei Eintracht Frankfurt im Jahr 1994 veröffentlicht hatte. Darin habe der Sender behauptet, Stein habe den Stürmer Jan Furtok während seiner Zeit bei Eintracht Frankfurt beleidigt und bedroht. Furtok sagte demnach: "Der Uli macht mich fertig. Körperlich bin ich völlig fit, aber der hat mir mit seinen Beschimpfungen das ganze Selbstvertrauen genommen." Er könne deswegen nicht mehr schlafen, hieß es bei n-tv unter anderem. Stein widersprach den Vorwürfen: Er habe nie jemanden bedroht oder gemobbt. Eine abschließende Klärung gilt als schwierig. Hauptzeuge Furtok starb Ende 2024 im Alter von 62 Jahren an Alzheimer. Das OLG München tendiere deshalb dazu, der Klage teilweise stattzugeben und die Löschung bestimmter Aussagen anzuordnen. Der Anwalt des Senders warnte laut "Bild", damit mache das Gericht jegliche Art von Rückblick unmöglich. Das Urteil soll in zwei Wochen fallen. Stein spielte von 1987 bis 1994 bei Eintracht Frankfurt. Seit 2017 ist der sechsmalige deutsche Nationalspieler Markenbotschafter seines ehemaligen Vereins Eintracht Frankfurt.