Fast wäre Friedhelm Funkel Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft geworden. Die Geschichte dahinter erzählt die Trainerlegende nun zum ersten Mal. Im Podcast "Bit im Büdchen" hat Friedhelm Funkel eine bislang unbekannte Geschichte aus seiner Karriere verraten. Diese führt direkt zu Rudi Völler , Christoph Daum und einer der turbulentesten Phasen des deutschen Fußballs. Wie Funkel berichtet, erhielt er Anfang 2000 einen Anruf von Rudi Völler. Dieser sollte damals übergangsweise die Nationalmannschaft betreuen, ehe Christoph Daum das Amt des Bundestrainers übernehmen sollte. Für diese Übergangsphase suchte Völler einen Co-Trainer und dachte dabei an Funkel. "Das erste Mal, dass ich diese Geschichte erzähle", sagt der 71-Jährige im Podcast. Persönliches Treffen mit Völler Gemäß seinen Angaben blieb es nicht bei einem Telefonat. Völler sei sogar persönlich nach Krefeld gekommen, um mit ihm über die Aufgabe zu sprechen. "Wir haben uns beim Essen getroffen", erinnert sich Funkel. Die Anfrage habe ihn geehrt, und grundsätzlich habe er sich die Rolle bei der Nationalmannschaft auch vorstellen können. Dennoch sagte er ab. Der Grund: Völler habe ihm erklärt, dass die Zusammenarbeit nur acht oder neun Monate dauern solle. Anschließend sollte Christoph Daum übernehmen. Für Funkel war das zu wenig Planungssicherheit. Nach seiner Freistellung beim MSV Duisburg hoffte er auf eine neue Chance als Cheftrainer im Vereinsfußball – und erhielt sie wenig später bei Hansa Rostock. Heute blickt er mit einem gewissen Schmunzeln auf die Entscheidung zurück. Aufgrund seiner Kokain-Affäre trat Christoph Daum das Amt des Bundestrainers nie an. Stattdessen blieb Völler deutlich länger im Amt und führte Deutschland 2002 bis ins Finale der Weltmeisterschaft in Japan und Südkorea. "Wenn ich das im Vorfeld gewusst hätte, hätte ich es gemacht", sagt Funkel rückblickend.