Nach mehr als 30 Jahren verlässt Sängerin Michelle die Bühne. Nun hat sie konkrete neue Pläne abseits der Musik verkündet. Nach ihrer Abschiedstournee und ihrem offiziell letzten Konzert am 15. Februar in Berlin verabschiedete sich Schlagersängerin Michelle nach mehr als 30 Jahren aus dem Musikgeschäft. Ein letzter musikalischer Fernsehauftritt steht noch an: in der ARD-Sendung "Schlagerbooom" bei Florian Silbereisen am Samstag, 27. Juni. Danach wolle sie auch ihren Künstlernamen ablegen, wie die 54-Jährige, die bürgerlich Tanja Hewer heißt, in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung verriet. "Mit Michelle ist dann Schluss. Ich bin wieder Tanja", sagte sie laut "Bild". Die Bühne, Kostüme, künstliche Wimpern, Applaus und Show fühlten sich für sie inzwischen fremd an. Sie habe immer stärker gemerkt, dass dies nicht mehr zu dem passe, wer sie heute sei. Vor rund zwölf Jahren absolvierte sie eine Heiler-Ausbildung, später folgte eine Ausbildung zum Medium. Nun will sie ein neues berufliches Angebot aufbauen. Künftig werde sie als spirituelle Heilerin unter dem Namen "Wakan" arbeiten. Der Entschluss sei über Jahre in ihr gewachsen. "Das ist nicht nur eine Überlegung, sondern das ist eine Überzeugung", sagte sie. Michelle: "Der richtige Moment" Zu ihrem Karriere-Aus hatte sie der Nachrichtenagentur dpa bereits vor ihrer Abschiedstournee gesagt, dass es auf gar keinen Fall ein Comeback geben werde. "Ich bin mir mit jeder Sekunde sicherer, dass es der richtige Moment ist, dieses wichtige Kapitel in meinem Leben abzuschließen und neue Wege zu gehen." Auch damals sagte sie schon, sie wolle sich dem Thema Spiritualität widmen. "Ich spüre, es ist jetzt der richtige Zeitpunkt, mich noch mehr mit Menschen zu beschäftigen, die in ihrem Leben an einem Punkt stehen und nicht verstehen, warum alles so ist, wie es ist", sagte die Sängerin. Bisher habe sie über die Musik ihren Fans Botschaften "geschenkt", die ihnen das Leben vielleicht leichter gemacht hätten. "Ich bin dankbar, dass ich diesen Start haben durfte. Aber ich weiß, da ist noch mehr. Ja, das reicht mir jetzt einfach nicht mehr", sagte Michelle. Menschen noch mehr persönlich begleiten: Das wolle sie nun zur Aufgabe machen. Ab Juli will die Sängerin mit einem Online-Angebot starten Sie erklärte, dass sie Mitte Juli zunächst online starten und Einzelsitzungen anbieten wolle, darunter Jenseitskontakte und Heilgespräche. "Ich möchte Menschen helfen zu heilen", sagte sie der "Bild". "Nicht mehr nur mit Musik. Sondern direkt. Persönlich. Tiefgehend." Ein Jenseitskontakt dauere "eine gute Stunde", sagte die Sängerin weiter. Sie glaube, dass gerade diese Kontakte "eine große Art von Heilung" seien. Bei ihren Kunden wolle sie nach eigenen Angaben auch an negativen Glaubenssätzen arbeiten, die viele Menschen aus der Kindheit mitnähmen. Den Namen "Wakan" habe sie laut "Bild" während einer Meditation gefunden. Sie habe ihr "geistiges Team" gefragt, wie sie das neue Angebot nennen dürfe, und dabei das Wort erhalten. Erst später habe sie erfahren, dass der Begriff aus einer indigenen Sprache stamme und so viel wie "heilig, spirituell oder heilige Energie" bedeute.