Zum WM-Auftakt gelingt der deutschen Nationalmannschaft ein Kantersieg. Die Partie schreibt jedoch auch eine weitere Geschichte: die DFB-Rückkehr von Manuel Neuer. Aus Houston berichtet William Laing Einmal musste Manuel Neuer hinter sich greifen. Ansonsten blieb der Bayern-Schlussmann bei seiner Rückkehr ins Tor der Nationalmannschaft weitestgehend beschäftigungslos. Zwei Jahre nach seinem Rücktritt stand Weltmeister von 2014 beim WM-Auftakt der DFB-Elf gegen Curaçao nun doch wieder zwischen den Pfosten – und durfte einen furiosen 7:1-Erfolg seines Teams bejubeln. Die Zufriedenheit über den gelungenen Turnierstart war dem 40-Jährigen im Nachgang in den Katakomben des Houston-Stadiums deutlich anzusehen. Der Kantersieg gebe der Mannschaft nun "ein bisschen Zuversicht und ein bisschen Ruhe", betonte Neuer, bemühte sich aber auch, die Partie richtig einzuordnen. "Das war jetzt kein Halbfinale gegen Brasilien, dieses 7:1. Das war das erste Gruppenspiel gegen Curaçao." Auch das müsse man in dieser Höhe aber erst einmal gewinnen, stellte er klar. Kuriose Szene im Live-TV: Wegen Schweinsteiger – frecher Spruch von Thomas Müller Müller reagiert auf Kritik: "Werden uns nicht verbiegen lassen" "Mich freut es sehr, Teil des Ganzen zu sein" Im Fokus stand an diesem Sonntag in Texas aber ohnehin nicht nur das Ergebnis. Neuers Rückkehr in die Nationalelf war in den vergangenen Wochen wiederholt Diskussionsgegenstand bei Fans und Medien gewesen. Eigentlich hätte Oliver Baumann als Nummer eins ins Turnier gehen soll. Doch Bundestrainer Nagelsmann vollzog kurz vor WM-Start eine Kehrtwende und beorderte Neuer zurück in die Mannschaft. Der laborierte bis zuletzt noch an einer Wadenverletzung, wurde nun aber rechtzeitig zum Match gegen Curaçao wieder fit. Als "sehr besonders" beschrieb Neuer nach dem Spiel seine Rückkehr ins DFB-Tor. Es mache ihn "unglaublich stolz" wieder für die Nationalmannschaft zu spielen und an seiner fünften Weltmeisterschaft teilnehmen zu können. "Ich bin überglücklich darüber. Ich muss auch sagen, dass ich das ganze Turnier so angehe und mich darüber so freue, als wenn es die erste WM wäre", sagte der Torhüter. Lob fand Neuer dann auch noch für die Art und Weise, wie die Mannschaft ihre Auftaktpartie angegangen war. "Ich bin einfach froh, dass wir auch dieses Spiel so gestaltet haben heute mit dem klaren Sieg, mit Spielfreude, mit Fußball nach vorne und der Kreativität im letzten Drittel", erklärte er. "Mich freut es sehr, Teil des Ganzen zu sein, der Mannschaft helfen zu können." Das soll der fünffache Welttorhüter im besten Fall auch weiterhin tun – zunächst einmal am kommenden Samstag. Dann trifft Deutschland im kanadischen Toronto im zweiten WM-Gruppenspiel auf die Elfenbeinküste. Im Anschluss folgt in East Rutherford die letzte Vorrundenpartie gegen Ecuador.