Schon die Nominierung von Thomas Partey für die WM in den USA, Kanada und Mexiko rief Kritik hervor. Nun steht fest: Er wird seinem Team zum Auftakt nicht helfen können. Grund. Schwere Vorwürfe. Herber Schlag für Ghana kurz vor dem Start in die Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko: Leistungsträger Thomas Partey wird dem Land im Auftaktspiel in Kanada nicht zur Verfügung stehen. Die kanadischen Behörden haben dem Mittelfeldspieler die Einreise verweigert. Wie die Fifa am Freitag mitteilte, wurde Parteys Visaantrag von der kanadischen Regierung abgelehnt. Der Profi des spanischen Klubs FC Villarreal kann deshalb nicht vom ghanaischen Trainingslager in Boston nach Toronto reisen. Zunächst hatte "The Athletic" berichtet. Der Weltverband verwies darauf, dass Visa-Entscheidungen ausschließlich von den jeweiligen Staaten getroffen werden. "Die Fifa ist nicht in die Einwanderungspolitik von Gastgeberländern involviert, dies schließt die Vergabe von Visa ein." Mehr noch: "Die Regierung des Gastgebers entscheidet letztendlich, wer ein Visum erhält und ins Land einreisen darf." Partey steht seit April wegen Missbrauchsvorwürfen in London vor Gericht, die nächste Anhörung ist für den Oktober angesetzt. Dem Spieler vom FC Villareal wird vorgeworfen, im Dezember 2020 eine Frau in London zweimal vergewaltigt zu haben. Vor dem Southwark Crown Court in London plädierte Partey auf nicht schuldig. Ein Urteil soll nicht vor Mitte 2027 fallen. Zuvor war der Fußballer im Juli 2025 wegen fünf weiteren Fällen von Vergewaltigung und einem Fall von sexueller Nötigung angeklagt worden, die sich auf die Jahre 2021 und 2022 beziehen. Damals hatte er beim FC Arsenal unter Vertrag gestanden. Die Vorwürfe stammen von mehreren Frauen. Der Mittelfeldspieler wies auch damals sämtliche Vorwürfe zurück. Ghana bestreitet seine WM-Auftaktpartie in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag deutscher Zeit (1.00 Uhr/MagentaTV) in Toronto gegen Panama . Partey absolvierte bereits 57 Länderspiele für die "Black Stars", im März stand der 32-Jährige im Testspiel gegen Deutschland in Stuttgart auf dem Platz.