Im Garten des Weißen Hauses wächst ein Oktagon für Trumps MMA-Spektakel. Die Show zum US-Jubiläum wird als historisches Megaereignis inszeniert. Heute in zwei Wochen feiert der US-amerikanische Präsident Donald Trump seinen 80. Geburtstag. Dies nimmt er zum Anlass, sich einen bereits lange gehegten Traum zu erfüllen. Am 14. Juni soll im Garten des Weißen Hauses in der Hauptstadt Washington D.C. ein MMA-Kampf stattfinden. Offiziell soll der Kampf Teil der Festlichkeiten zum 250-jährigen Bestehen der USA sein. Entsprechend wird das Spektakel auch vonseiten des Weißen Hauses inszeniert. Davis Ingle, ein Sprecher Trumps, erklärte, dass es sich bei dem Event um nichts Geringeres als "eines der größten und historisch bedeutsamsten Sportereignisse der Geschichte" handeln werde. Überblick: Alle Entwicklungen zur US-Politik im Newsblog Israel droht im Krieg: Der Rachefeldzug eskaliert Wie ein internes Dokument des US-Verteidigungsministeriums, das der "Washington Post" vorliegt, nun zeigt, ist wohl auch nicht jeder zu der exklusiven Veranstaltung geladen. Derzeit ist das Pentagon demnach wohl mit der Rekrutierung von Zuschauern aus den Reihen des US-Militärs beschäftigt. Strenge Körper-Kriterien für Soldaten Um zu dem Event zugelassen zu werden, müssen die Soldaten jedoch ganz bestimmte Kriterien erfüllen. So geht aus dem Dokument hervor, dass sie vorgegebene Fitnesstests für ihre jeweiligen Kampfeinheiten bestehen und gewisse Gewichts- und Körperindizes erfüllen müssen. So darf der Taillenumfang beispielsweise nicht mehr als 55 Prozent der Körpergröße betragen. Die Cleveland Clinic gibt die durchschnittliche Körpergröße amerikanischer Männer mit 1,75 Meter und die von Frauen mit 1,63 Meter an. Bei diesen Körpergrößen dürften Soldaten einen maximalen Taillenumfang von 96 Zentimetern bei Männern beziehungsweise 89 Zentimetern bei Frauen haben. Die neuen Vorgaben stehen im Zusammenhang mit den Bemühungen von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth , die körperlichen Fitnessstandards der Streitkräfte zu verschärfen. Hegseth hatte bereits im Oktober bei einer Rede auf dem Marinestützpunkt Quantico im Bundesstaat Virginia angekündigt, dass es im US-Militär keine "fetten Soldaten" und auch keine "fetten Generäle und Admiräle in den Hallen des Pentagons" mehr geben solle. Soldaten müssen selbst zahlen Zu dem Event sollen nun vor allem junge Soldaten und Offiziere mit niedrigen Dienstgraden rekrutiert werden. Laut dem Chef der UFC, dem Veranstalter des Events, sollen rund 4.000 Menschen Platz finden, ein Großteil davon aus den Reihen des Militärs. Ob sich genug Interessenten dafür finden werden, bleibt abzuwarten. Zwar erfreuen sich die blutigen MMA-Kämpfe in den USA großer Beliebtheit, doch hat das Pentagon wohl ausdrücklich kommuniziert, dass die Soldaten sowohl für Anreise als auch Unterkunft selbst aufkommen müssten. Dies dürfte einige Soldaten davon abschrecken, sich zu bewerben, da gerade die Junioroffiziere, die dem Bericht nach wohl rekrutiert werden sollen, den niedrigsten Lohn beim Militär erhalten. Bereits in der vergangenen Woche war zu beobachten, wie mit den Vorbereitungsmaßnahmen rund um das Weiße Haus begonnen wurde. Aufnahmen zeigten, wie Arbeiter damit beschäftigt waren, ein für den Kampfsport typisches Oktagon auf dem Gelände des Weißen Hauses aufzubauen.