Für Adolfo Daniel Vallejo lässt sich nach seiner Niederlage bei den French Open zu einer abfälligen Bemerkung zur Schiedsrichterin verleiten. Das kommt ihm nun teuer zu stehen. Die abfällige Aussage über Schiedsrichterin Ana Carvalho bei den French Open kostet Tennisprofi Adolfo Daniel Vallejo die Hälfte seines Preisgeldes. Turnierdirektorin Amélie Mauresmo sagte bei einer Presserunde, der Paraguayer müsse 65.000 Dollar zahlen. Hinterher stellten die Organisatoren klar, dass es sich bei der Summe um Dollar handelt. Zuvor hatte das Grand-Slam-Turnier in Paris in diesem Zusammenhang "jegliche sexistische Äußerung" aufs Schärfste verurteilt und "eine empfindliche Geldstrafe" angekündigt. Der 22-Jährige hatte nach seiner dramatischen Fünfsatzniederlage in der zweiten Runde gegen den Franzosen Moïse Kouamé (17) zum Tennis-Magazin "Clay" gesagt: "Ein solches Match muss von einem Mann geleitet werden, für eine Frau ist das sehr schwierig." Vallejo entschuldigt sich In dem knapp fünfstündigen Match auf dem Court Suzanne Lenglen war die Stimmung aufgeheizt, die vielen Franzosen auf den Rängen hatten mächtig Stimmung für ihren Jungstar Kouamé gemacht. Bei diesen Bedingungen brauche man "viel Kraft, um gegen die Zuschauer anzukommen", meinte Vallejo. Der Tennisprofi hat sich für seine Aussagen bereits in den sozialen Medien entschuldigt. Er sei "sehr aufgebracht und emotional aufgewühlt" gewesen, schrieb Vallejo bei Instagram. Seine Aussagen seien aber falsch interpretiert worden: "Ich möchte außerdem klarstellen, dass ich ihr die Niederlage nicht anlaste, sie hat während des gesamten Spiels eine gute Leistung gezeigt."