Ermittlungen eingeleitet: Cyberangriff auf Fotodienstleister – Kinderfotos betroffen?
Hacker greifen die Server eines Fotodienstleisters aus Paderborn an – davon könnten offenbar auch Schulen und Kitas aus ganz Deutschland betroffen sein. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.
Nach einem Hackerangriff auf einen Fotodienstleister in Paderborn ermittelt die Staatsanwaltschaft Köln gegen Unbekannt. Das bestätigte ein Sprecher der dort eingerichteten Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime (ZAC NRW). Das Verfahren sei in einem sehr frühen Stadium. Details könne man noch nicht nennen. Zuvor hatte der NDR berichtet, dass auch Fotos aus Schulen und Kindergärten von dem Angriff betroffen sein könnten.
Nach Angaben des Landesdatenschutzbeauftragten von Mecklenburg-Vorpommern sind auch dort Fotografen und Fotostudios betroffen. Derzeit deute alles darauf hin, dass der Vorfall auch Kinderfotos betreffen könnte, teilte der Landesdatenschutzbeauftragte Sebastian Schmidt mit. Ob dem so ist und inwiefern weitere sensible Daten betroffen sind, sei noch unklar. Bis zum Nachmittag seien bei dem Beauftragten 20 bis 25 entsprechende Meldungen eingegangen.
Laut Medienbericht bundesweit aktiv
Dem Bericht des NDR zufolge sind auch Kitas und Schulen in Niedersachsen betroffen. Demnach betreibt das betroffene Unternehmen in NRW "unter anderem Online-Galerien für Kindergarten- und Schulfotografen". Unklar sei, ob und wie viele Bilder und Kundendaten betroffen sind. Das Unternehmen selbst gebe an, dass dessen System mehr als 2.000 Fotografinnen und Fotografen aus ganz Deutschland nutzen würden, heißt es im NDR-Bericht.