Nach dem Treffen von Trump mit Xi wächst die Sorge. Taiwan bangt. Und Trumps Umfeld nennt einen Termin für Chinas möglichen Angriff auf die Insel. Die Lage in Taiwan ist angespannt. Präsident Lai Ching-te umschrieb es am Sonntag auf Fecebook so: "Die Waffenverkäufe der USA an Taiwan und die Vertiefung der Sicherheitszusammenarbeit zwischen Taiwan und den USA sind nicht nur notwendig, sondern Schlüsselelemente bei der Bewahrung von Frieden und Stabilität in der Region." Der Grund für die Unruhe in Taiwan liegt nicht im nahen China , dass die Insel als abtrünnige Provinz erachtet. Der Unmut richtet sich vor allem gegen US-Präsident Donald Trump . D er hatte bei seinem Treffen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping in der abgelaufenen Woche erklärt: Künftige Waffenlieferungen an den Langzeit-Verbündeten Taiwan "hängen von China ab". Die Frage sei für die USA eine "sehr gute Verhandlungsmasse". Überblick: Alle Entwicklungen im US-Newsblog Interview: "Trump hat sich geirrt" Seither wächst in Taiwan die Unruhe. Und der Unmut über das Sicherheitsrisiko Donald Trump. Am Samstag hatte bereits das Außenministerium in Taipeh betont, Taiwan sei "eine souveräne und unabhängige demokratische Nation" und der Volksrepublik China "nicht untergeordnet". Zugleich verwies das taiwanische Präsidialamt auf "Bekräftigungen" der USA, die Insel weiterhin militärisch zu unterstützen. Die US-Regierung hatte im Dezember das zweite Waffenpaket für Taiwan seit Trumps Rückkehr ins Amt gebilligt. Mit einem Umfang von 11,1 Milliarden Dollar ist es das größte Paket seit 2001. Das Parlament in Taipeh billigte am 8. Mai Verteidigungsausgaben von 25 Milliarden Dollar für den Kauf von US-Waffen. Doch scheint nun wieder alles offen. Trumps Umfeld nennt möglichen Zeitplan für Angriff Taiwans Präsidialamt verwies auf "mehrfache Bekräftigungen" der USA, darunter von US-Präsident Donald Trump und Außenminister Marco Rubio, dass die bisherige US-Politik und Haltung gegenüber Taiwan unverändert blieben. Taiwans Außenministerium erklärte, US-Waffenverkäufe seien nicht nur "Teil der Sicherheitsverpflichtung Washingtons" gegenüber der demokratischen Insel, sondern auch "eine Form der gemeinsamen Abschreckung gegen regionale Bedrohungen". Taiwan freue sich darauf, "die Zusammenarbeit mit den USA im Rahmen der festen Verpflichtungen des Taiwan Relations Act fortzusetzen", erklärte das Präsidialamt weiter. Damit verwies das Amt auf ein Gesetz, das der US-Kongress 1979 verabschiedet hatte – nachdem Washington die Volksrepublik China diplomatisch anerkannt hatte. Es verpflichtet die USA, Taiwan Waffen zu dessen Verteidigung bereitzustellen. Doch vollzog Trump Ende vergangenen Jahres eine heimliche Wende. In der neuen Sicherheitsstrategie der US-Regierung heißt es entgegen früheren Bekundungen nicht mehr, man sei gegen eine einseitige Änderung des Status quo in Taiwan,. Vielmehr heißt es nur noch noch, dass die US-Regierung eine Veränderung der Verhältnisse durch China rund um Taiwan "nicht unterstützt". China-Expertin Lizzi C. Lee von der Forschungseinrichtung Asian Scoiety sprach in der "Financial Times" von einem "neuen Operationssystem" in den chinesisch-amerikanischen Beziehungen. Selbst Berater in Trumps Umfeld sind besorgt. Die Plattform Axios zitierte einen US-Regierungsbeamten mit den Worten: "Trumps Reise signalisierte eine weitaus höhere Wahrscheinlichkeit, dass Taiwan in den nächsten fünf Jahren auf dem Tisch liegt."