Kabarettist Dieter Nuhr wird mit dem Leo-Baeck-Preis ausgezeichnet. So begründet der Zentralrat der Juden seine Entscheidung. Der Zentralrat der Juden in Deutschland verleiht dem Kabarettisten Dieter Nuhr seine höchste Auszeichnung. Mit dem Leo-Baeck-Preis werde Dieter Nuhrs entschiedener Einsatz "gegen Antisemitismus in der Medienlandschaft" gewürdigt, teilte der Zentralrat in Berlin mit. Der 65-Jährige setze sich "mit herausragender Klarheit" gegen Antisemitismus ein. "Hat er sich das ausgedacht?": Dieter Nuhr löst mit "Schutzgeld"-Anekdote Wirbel aus "Dabei nutzt er seine Rolle als Kabarettist und seine Plattform im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, um konsequent Doppelstandards in der deutschen Debatte um Israel offenzulegen", teilte Präsident Josef Schuster mit. Dieter Nuhr setzt "Kontrapunkt zu antisemitischen Narrativen" "Mit seinen Beiträgen setzt er einen Kontrapunkt zu antisemitischen Narrativen in der deutschen Medienlandschaft und positioniert sich klar an der Seite jüdischen Lebens." Die Auszeichnung soll Dieter Nuhr am 10. Juni in Berlin verliehen werden, die Laudatio soll der Autor Ahmad Mansour halten. Die Auszeichnung erinnert an den Rabbiner Leo Baeck (1873-1956). Gewürdigt wurden damit unter anderem die früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, Roman Herzog und Christian Wulff sowie die frühere Kanzlerin Angela Merkel . Die seit 1957 vergebene Auszeichnung ist mit 15.000 Euro dotiert.