Brasiliens Präsident Lula zog beim Demokratiegipfel in Barcelona einen scharfen Vergleich. Er sprach eine deutliche Warnung aus. In Barcelona haben linksgerichtete Staats- und Regierungschefs eine Allianz gegen nationalkonservative und ultrarechte Kräfte gebildet. Das Treffen stand unter der gemeinsamen Leitung von Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva und Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez. Den schärfsten Ton setzte Lula bereits im Vorfeld. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Sánchez warnte er, eine geschwächte Demokratie könne Diktaturen hervorbringen. Sein Satz war unmissverständlich: "Weil, wenn es einen Rückschlag gibt, taucht ein Hitler auf." Demokratie dürfe nicht bei Wahlen enden, betonte Lula laut AFP. Sie müsse "für das Leben der Menschen konkrete Vorteile bringen" Sanchez: Werte werden durch Autoritäre attackiert. Sánchez forderte, die multilaterale Weltordnung zu erneuern. Demokratische Werte würden durch eine "reaktionäre Welle, durch Autoritäre, durch Desinformation" attackiert, sagte er laut der Nachrichtenagentur AFP. Das seit dem Zweiten Weltkrieg geltende System internationaler Zusammenarbeit stehe unter Druck – durch Kriege und die Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump . Aus Deutschland nahm Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) teil. Weitere Teilnehmer waren laut AFP EU-Ratspräsident António Costa, die irische Präsidentin Catherine Connolly, Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa, Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum sowie Kolumbiens Präsident Gustavo Petro.