Hendrik Herzog arbeitet über 20 Jahre für Hertha BSC als Zeugwart, vorher lief er sogar für den Hauptstadtklub in der Champions League auf. Jetzt ist er seinen Job los. Hertha BSC hat dem Ex-Profi und mittlerweile als Zeugwart arbeitenden Hendrik Herzog fristlos gekündigt. Wie die "B.Z." berichtet, ist der Auslöser dafür wohl ein Vorfall, der sich nach dem Heimspiel der "Alten Dame" gegen den VfL Bochum (1:1) Mitte März zugetragen haben soll. Herzog hat demnach mit einem Hertha-Transporter ein Auto der Gastmannschaft gestreift. Statt vor Ort zu bleiben, habe er aber zunächst noch Ausrüstung und einen verletzten Mitarbeiter in den Hertha-Trakt fahren wollen. Laut der Zeitung hat er jedoch Zeugen und einem Ordnungsdienst-Mitarbeiter darum gebeten, den Bochumern Bescheid zu geben, außerdem habe er angekündigt, zurückzukommen. Rechts-Chef Becker übergibt fristlose Kündigung Wie der Abend weiter verlief, schildert die "B.Z." nicht, berichtete im Anschluss allerdings von einem Termin einige Tage später. Herzog musste dem Bericht zufolge ins Büro von Sportchef Benjamin Weber, wo auch Marcus Becker, der Rechts- und Personalchef, auf ihn wartete und ihm die fristlose Kündigung überreichte. Hintergrund: Der Klub aus der 2. Bundesliga habe das Verhalten von Herzog als Fahrerflucht und gemäß § 142 Strafgesetzbuch als vorsätzlich und unerlaubtes Entfernen vom Unfallort gewertet. Auch Hertha BSC äußerte sich nach einer "B.Z."-Anfrage zu dem Vorfall: "Es ist richtig, dass wir uns von einem Mitarbeiter aufgrund schwerwiegender Verfehlungen sofort trennen mussten. Es blieb uns in Ansehung der Umstände und unter Abwägung aller Interessen nichts anderes übrig, als die Zusammenarbeit mit dem Mitarbeiter, der in seiner Rolle und Funktion eigentlich – intern wie extern – als Vorbild auftreten und agieren sollte, sofort zu beenden."