Der FC Schalke verpasst es im Topspiel, sich an der Tabellenspitze abzusetzen. Dresden wiederum verschafft sich mit einem fulminanten Sieg etwas Luft. Die 2. Bundesliga hat am Sonntagnachmittag einmal mehr große Unterhaltung geboten – allen voran das Topspiel zwischen dem FC Schalke 04 und Hannover 96 . Die Gelsenkirchener haben beim 2:2 (2:0) einen wichtigen Sieg im Kampf um den Aufstieg verpasst. Nach Treffern von Edin Džeko (29. Minute) und Kenan Karaman (38.) sahen die Hausherren lange Zeit wie der sichere Sieger aus, ehe ein Platzverweis für Džeko (52.) neue Spannung brachte. Hannover erarbeitete sich dank Maik Nawrocki (82.) und Benedikt Pichler (90.+8) noch spät einen Punkt. Schalke bleibt mit 51 Zählern Tabellenführer, hat drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang. Hannover bleibt als Fünfter in Schlagdistanz (46 Punkte). Am anderen Ende der Tabelle hat Dynamo Dresden ein Ausrufezeichen gesetzt. Die Sachsen setzten sich gegen ein überfordertes Preußen Münster mit 6:0 (3:0) durch. Es ist der höchste Zweitligasieg in der Dresdner Vereinshistorie. Ben Bozien (14., 18.), Niklas Hauptmann (31., 57.), Vincent Vermeij (59.) und Jason Ceka (74.) trafen bei dem historischen Erfolg. Die Sachsen haben als Zwölfter nun drei Punkte Vorsprung auf Münster , das auf dem Relegationsrang liegt. Im dritten Spiel des Nachmittags setzte sich der 1. FC Kaiserslautern gegen den Karlsruher SC mit 3:0 (2:0) durch. Semih Şahin (3.) und Mërgim Berisha (14.) stellten die Weichen früh auf Heimsieg, Mahir Emreli setzte den Schlusspunkt (90.+4). Kaiserslautern bleibt Tabellenachter, der KSC folgt auf dem neunten Platz. FC Schalke 04 – Hannover 96 Nach Hereingabe von Kenan Karaman brachte Džeko die Schalker mit 1:0 in Führung (29.). Für Karaman war das in dieser Saison der vierte Assist. Aber noch vor der Pause erhöhte Schalkes Kapitän auch sein Trefferkonto – auf elf. Nach Flanke von Soufiane El-Faouzi köpfte er zum 2:0-Pausenstand ein (38.). Nur sieben Minuten nach dem Wiederanpfiff wollte Džeko im Mittelfeld einen hohen Ball klären und traf dabei Hannovers Chakroun. Schiedsrichter Braun zückte sofort Rot. Nach einem Foul des Schalkers Nikola Katić im eigenen Strafraum an Noel Aseko Nkili scheiterte Enzo Leopold mit dem Elfmeter zwar am Torwart Loris Karius (81.), doch schon mit der daraus resultierenden Ecke kamen die Hannoveraner durch Maik Nawrocki zum 1:2 (82.). In der achten Minute der Nachspielzeit glich Benedikt Pichler nach einem Karius-Fehler zum 2:2-Endstand aus. Dynamo Dresden – Preußen Münster Sobald es den Gastgebern gelang, auch die zweite Preußen-Kette zu überspielen, wurde es brandgefährlich. Bobzien konnte in der 5. Minute gerade noch von Jano Ter Horst geblockt werden, danach machte er es bei seinen beiden Toren besser. Beim dritten Tor liefen die Preußen in einen Konter. Münsters einzige Chance war ein Schuss von Joshua Mees, den Thomas Keller von der Linie schlug (41.). In Halbzeit zwei ging Dynamo konsequent auf den vierten Treffer, schnürte Münster phasenweise sogar in deren Strafraum ein. Entlastung von den Gästen kam nicht, stattdessen besorgte Hauptmann nach einem starken Ballgewinn von Vermeij den vierten Treffer. Vermeij erzielte seinerseits das 5:0 nach einem Schenk-Fehler. Damit war auch die letzte Gegenwehr der Preußen gebrochen, Cekas 6:0 fiel folgerichtig. 1. FC Kaiserslautern – Karlsruher SC Vor 49.327 Zuschauern im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion begannen die Gastgeber engagiert und ebneten schon früh den Weg zum Sieg. Semih Sahin traf in der 3. Minute zur Führung, die Mërgim Berisha (14.) nach einem Fehler von Karlsruhes Torhüter Hans Christian Bernat ausbaute. In der Nachspielzeit erzielte der eingewechselte Mahir Emreli (90.+4) für den Endstand. Die Gäste kamen in der ersten Halbzeit kaum einmal gefährlich vor das gegnerische Tor und hatten es Bernat zu verdanken, dass sie zur Pause nicht schon aussichtslos im Hintertreffen lagen. Nach Wiederanpfiff war Karlsruhe um den Anschlusstreffer bemüht, aber Jisoo Kim konnte einen Schuss von Louey Ben Farhat (57.) in höchster Not abblocken. Im Gegenzug hätte Kaiserslauterns Luca Sirch für die Vorentscheidung sorgen können, traf aber nur den Pfosten. In der Schlussphase hatte auch der KSC bei einem Lattenschuss von Ben Farhat (89.) Alu-Pech. Kurz zuvor hatte FCK-Torwart Julian Krahl mit einer Glanzparade gegen Fabian Schleusener gerettet.