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Ein zum Mythos gewordenes Schachturnier: Hastings 1895 [2]

Fortsetzung:

 

Das Turnierbuch steht deshalb schachpraktisch durch die Kommentare von Pillsbury, Tarrasch, Lasker, Steinitz, Schiffers, Teichmann, von Bardeleben, Blackburne, Gunsberg, Tinsley, Mason und Albin auf der Höhe seiner Zeit und ist ein Lehrbuch ersten Ranges.

 

Herbert E. Dobell (1864-1938), ein Schachfreund aus Hastings, hatte die Idee zur Durchführung eines grossen internationalen Schachturniers.         

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Herbert E. Dobell – schon etwas älter

Bild endgame.nl

 

Dobell war 1887 als 23jähriger junger Mann zum Sekretär des 1882 gegründeten Schachklubs von Hastings und

 St. Leonards-on-Sea gewählt worden.

   

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Logo: endgame.nl

  

Hastings war damals eine kleine Hafenstadt, die 1880 mit dem Bau der Eisenbahn eine gute Verbindung zu London erhalten hatte.

 

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Hastings 1892

 

Waren bis 1895 grosse internationale Schachturniere meist in grossen Städten wie Paris, Berlin, London und Wien durchgeführt worden, so eröffnete Hastings 1895 den Reigen der Kur- und Hafenstädte wie San Remo, Bled, Margate, Karlsbad, San Sebastian, Marienbad und Rohitsch-Sauerbrunn, die wie in neuerer Zeit Palma de Mallorca und Santa Monica Schauplatz grosser Turniere wurden.

 

Herbert E. Dobell war ein unternehmender junger Mann, der in seiner Freizeit seine ganze Energie in den Dienst des Schachklubs stellte und zu Beginn der achtziger Jahre des 19. Jahrhunderts Turniere und Wettkämpfe mit starken Londoner Schachklubs organisierte.

 

Er veranstaltete in Anlehung an die so erfolgreichen Kongresse des deutschen Schachbundes in den 1880er Jahren jährliche Schachkongresse, auf den die führenden Schachmeister der Zeit Kurse und Demonstationen gaben.

 

Darunter waren unter anderen Emanuel Lasker, Isidor Gunsberg, Henry Bird, David Janowsky, Richard Teichmann und Joseph Henry Blackburne.

 

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 Bild: www3.telus.net

 

Blackburne war 1884 an den See- und Badeort gekommen, um sich von einer Krankheit zu erholen und hatte dort um jene Zeit sogar seinen Wohnsitz genommen.

 

Der Zeitpunkt zur Ausrichtung eines grossen Schachturniers schien also günstig zu sein.

Wilhelm Steinitz hatte bislang vergeblich auf einen Revanchekampf gegen Emanuel Lasker gehofft, Tarrasch war nach seinem Sieg auf dem Kongress des Deutschen Schachbundes 1894 in Leipzig sehr stark und der russische Vorkämpfer, Michael Tschigorin, hatte mehrere Jahre lang kein Turnier mehr gespielt. Es lag nahe zu vermuten, dass bei der Teilnahme dieser vier Schachspieler, ein grosses denkwürdiges Turnier erfolgreich würde ausgerichtet werden können.

 

Tatsächlich erhielten die Organisatoren auf die in den massgeblichen Schachzeitungen publizierte Ausschreibung, die mit einem für die damalige Zeit exorbitant hohen Preisgeld von

500 Pfund Sterling (1. Preis: 150 Pfund, 2. Preis: 115 Pfund, 3.  Preis: 85 Pfund) warb,

32 Anmeldungen.

 

Es konnten jedoch lediglich maximal 22 Teilnehmer zugelassen werden, um das Turnier nicht zu lang werden zu lassen.

Das Organisationskomitee musste immerhin Spielern wie Schallop und Metger aus Deutschland, Baird, Hanham, Lee und Loman aus England sowie Winawer aus Polen absagen.

 

Einige von diesen spielten dann das parallel stattfindende “Hauptturnier” mit, das von dem jungen Geza Maroczy

 

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vor Atkins, Loman und Erich Cohn aus Berlin gewonnen wurde.

 

 

In Anlehnung an die Kongresse des Deutschen Schachbundes wurde auch ein Schachproblemturnier ausgetragen, für das der bekannte Schachproblemist A. E. Studd Preise gestiftet hatte und erstmals in der Geschichte des Schachs wurde ein Damenturnier veranstaltet, das von Lady Edith Margaret Thomas,

 

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Courtesy Arqto. Roberto Pagura, Buenos Aires

 

der Mutter des späteren Meisters von England im Schach,

Sir George A. Thomas gewonnen wurde.

 

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Fortsetzung 3. und letzter Teil folgt.

Sitges (Barcelona), im Oktober 2011

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