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Kimberley Guilfoyle: Trump-Vertraute in Athen steht massiv unter Druck

Eine enge Trump-Vertraute steht massiv unter Druck: Die US-Botschafterin in Athen könnte Berichten zufolge abberufen werden. Seit Wochen häufen sich die Vorwürfe gegen Kimberly Guilfoyle, die seit 2025 als US-Botschafterin in Griechenland amtiert. Laut Berichten des "Wall Street Journal" soll die ehemalige Fox-News-Moderatorin und enge Vertraute der Trump-Familie ihre diplomatische Position mehrfach missbraucht haben. Präsident Donald Trump und Außenminister Marco Rubio erwägen nun offenbar, die 57-Jährige als Botschafterin abzuberufen. Laut einem hochrangigen US-Regierungsbeamten sollen Trump und Rubio noch in dieser Woche eine Entscheidung treffen, wie mehrere US-Medien berichten. Der Beamte, der anonym bleiben wollte, sagte, Trump und Rubio seien über Guilfoyles Verhalten verärgert. Rubio habe besonders großen Unmut gezeigt, auch weil er erst vergangene Woche Athen besucht hatte. Guilfoyle war bei fast allen seinen Terminen dabei und begrüßte ihn bei seiner Ankunft mit einer herzlichen Umarmung, während die Vorwürfe bereits kursierten. US-Botschafterin drohte Athen wohl mit Regierungssturz Das "Wall Street Journal" hatte seit Ende September in mehreren Berichten über fragwürdiges Verhalten Guilfoyles berichtet. Unter anderem wird ihr vorgeworfen, bei einem Empfang gedroht zu haben, die USA könnten die griechische Regierung destabilisieren. Außerdem soll sie die Geschäftsinteressen eines bestimmten griechischen Bau- und Energieunternehmens gefördert und dessen Lobbyisten Zugang zu vertraulichen diplomatischen Gesprächen verschafft haben. Während Rubios Besuch in Athen berichtete das "Wall Street Journal" zudem, Guilfoyle habe kurz vor ihrer Bestätigungsanhörung einen Trump-Unterstützer gebeten, eine Kreditkartenrechnung über 100.000 Dollar zu begleichen, und ihm dafür Zugang zu Regierungsvertretern in Aussicht gestellt. Einem weiteren Bericht zufolge soll sie sich darüber empört haben, nicht zu einer griechisch-thematischen Veranstaltung beim Weltwirtschaftsforum in Davos eingeladen worden zu sein, und dabei mit Luxusreisen nach Frankreich mit Energiemanagern geprahlt haben. Die britische Boulevardzeitung "Daily Mail" berichtete zudem, Guilfoyle habe das Personal der US-Botschaft in Athen vergrault und die Grenzen des für eine US-Botschafterin angemessenen Verhaltens überschritten. "Kriegsrecht oder Rücktritt": Der Vorschlag entsetzt selbst Trumps enge Vertraute US-Medienexperte: "Diese Art von Journalismus ist grundlegend korrumpiert" Rubo verteidigte Guilfoyle – "Starke Botschafterin" Rubio hatte Guilfoyle zunächst verteidigt. Am Mittwoch sagte er noch, sie sei eine "starke Botschafterin". Als kurz darauf ein weiterer Bericht über sie erschien, reagierte er am Donnerstag vor seiner Abreise aus Athen gereizt auf Journalistenfragen zu den Vorwürfen. Er erklärte, er wisse nicht, ob die Berichte der Wahrheit entsprächen, und werde sich nicht dazu äußern, solange er nichts bestätigen könne. An die Journalisten gewandt sagte er: "Ihr lauft herum und denkt, nur weil irgendeine Quelle euch etwas erzählt hat und ihr es veröffentlicht habt, sei es die reine Wahrheit. Das ist es nicht. Das ist es für mich nicht. So arbeiten wir nicht." Rubios Unmut soll mit jedem Bericht weiter gewachsen sein Ein zweiter US-Regierungsbeamter, der ebenfalls anonym blieb, teilte mit, der Generalinspektor des Außenministeriums prüfe die Vorwürfe. Ob eine förmliche Untersuchung eingeleitet worden sei, konnte er nicht sagen. Generalinspektoren führen häufig zunächst informelle Vorprüfungen durch, die nicht zwingend in ein offizielles Verfahren münden. Ein solches kann disziplinarische Maßnahmen bis hin zur Entlassung nach sich ziehen. Das Außenministerium wollte sich zu einer möglichen Untersuchung nicht äußern. Guilfoyle selbst hat die Berichte bislang nicht direkt kommentiert. Ihr Anwalt erklärte, sie habe nichts Falsches getan. Die US-Botschaft in Athen signalisierte Unterstützung für sie. Mehrere demokratische Abgeordnete haben bereits eine Untersuchung gefordert: Gregory Meeks aus New York als ranghöchster Demokrat im Auswärtigen Ausschuss des Repräsentantenhauses, Senatorin Jeanne Shaheen aus New Hampshire im Auswärtigen Ausschuss des Senats sowie Robert Garcia aus Kalifornien als führender Demokrat im Kontrollausschuss des Repräsentantenhauses. Guilfoyle, die vor ihrer diplomatischen Karriere als TV-Moderatorin und Staatsanwältin in Kalifornien arbeitete, gilt schon länger als polarisierende Figur. Ihre Ernennung zur Botschafterin in Griechenland hatte bereits 2025 Ärger ausgelöst – Kritiker bemängelten fehlende Erfahrung und ihre Nähe zur Trump-Familie. Sie war einst mit Donald Trump Jr. , dem Sohn des Präsidenten, verlobt.

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