Red-Bull-Fußballchef Roger Schmidt erteilt einer Nagelsmann-Rückkehr nach Leipzig eine klare Absage. Stattdessen stellt er sich hinter den aktuellen Trainer – und begründet das mit einer besonderen Eigenschaft. Roger Schmidt hat Spekulationen über eine Rückkehr von Julian Nagelsmann zu RB Leipzig eine klare Absage erteilt. Der neue globale Fußball-Chef von Red Bull stellte sich stattdessen hinter Trainer Martín Demichelis. "Wir sind da ganz weit von entfernt", sagte Schmidt im ZDF-Sportstudio zu den Nagelsmann-Gerüchten. "Wir wollen an allen unseren Standorten eine gewisse Kontinuität auf der Trainerposition". "Klar versagt": DFB-Stürmer zerlegt Mitspieler Rote Karte statt Tor: wilde Szene um Vinícius Júnior Ausgelöst worden waren die Gerüchte durch den durchwachsenen Saisonstart der Leipziger unter Demichelis: Nur zwei Siege aus vier Bundesliga-Spielen standen für den Argentinier zu Buche, bevor Leipzig am Samstagabend Eintracht Frankfurt mit 6:0 überrollte. Sky hatte unter der Woche Ex-Bundestrainer Nagelsmann, der von 2021 bis 2023 in Leipzig arbeitete, ins Gespräch gebracht. Der Pay-TV-Sender betonte aber auch, dass noch keine konkreten Gespräche stattgefunden hätten. Schmidt mag argentinische Metalität Am Donnerstag hatte Schmidt, seit 1. Oktober der Nachfolger von Jürgen Klopp bei Red Bull, erstmals die Gelegenheit gehabt, sich länger mit Demichelis unterhalten. Der frühere Benfica-Trainer zeigte sich angetan von dem Austausch. "Mir hat das gefallen. Ich habe auch Erfahrung mit argentinischen Spielern. Ich mag deren Mentalität", sagte Schmidt. "Es ist nicht umsonst so, dass sie in Turnieren immer weit kommen." Argentinier brächten "das gewisse Etwas mit, das man braucht, um Spiele zu gewinnen" – diesen Eindruck habe er auch von Demichelis. Gerüchte wie die um Nagelsmann bezeichnete Schmidt als "heutzutage normal". Der 59-Jährige erklärte: "Im Fußball muss man solche Themen bearbeiten, wenn man mal zwei Spiele verliert." Den Blick richtet er bereits nach vorn: Am Dienstag wartet auf Leipzig in der Champions League die PSV Eindhoven – Schmidts Ex-Klub. "In der Champions League brauchen wir einen Sieg, denn da haben wir das erste Spiel verloren", sagte Schmidt. Danach stehen Auswärtsspiele bei Bayern München und Real Madrid an. "Das Potenzial ist da, bei Bayern und Real gut zu spielen. So viel Zuversicht kann man haben", betonte er.