Norwegens Trainer Ståle Solbakken verkündet Nylands Degradierung im Fernsehen – bevor der Keeper selbst davon weiß. Was danach folgt, bereut Solbakken noch am selben Abend. Norwegens Nationaltrainer Ståle Solbakken hat Torhüter Ørjan Nyland im Fernsehen auf die Bank gesetzt – ohne ihn vorher in Kenntnis zu setzen. Keine zwölf Stunden später räumte Solbakken seinen Fehler öffentlich ein. Im Fernsehsender TV2 hatte Solbakken angekündigt, dass im Nations-League-Spiel gegen Portugal am Sonntag (20.45 Uhr im Liveticker bei t-online) nicht Nyland im Tor stehen werde, sondern Egil Selvik. Dabei sagte er im Gespräch mit TV2: "Ich habe das bis jetzt noch niemandem erzählt." Das Problem: Auch Nyland wusste zu diesem Zeitpunkt noch von nichts. "Da ist mir das Herz aufgegangen": Jürgen Klopps Wunsch wird wahr "Nicht mein Anspruch": Ex-DFB-Profi sauer über Rolle bei Aufstiegsfavorit Auf einer kurzfristig anberaumten Medienrunde zeigte sich Solbakken am Freitag deshalb reumütig: "Das hätte ich nicht tun sollen, das nehme ich auf meine Kappe." Nyland habe die Situation gut aufgenommen. Solbakken: "Ørjan war dankbar für die Ehrlichkeit." Der 36-Jährige habe schon vor der Länderspielmaßnahme geahnt, dass er nicht alle vier Spiele bestreiten werde. Zuletzt präsentierte sich Nyland im norwegischen Tor nicht immer ganz sattelfest. Gegen Dänemark (3:2), beim Hinspiel gegen Portugal (1:2) und beim 1:2 in Wales zeigte er sich fehleranfällig. Selvik hätte bereits gegen Wales im Tor stehen sollen. Nach einem Patzer Nylands im ersten Portugal-Spiel entschied Solbakken sich jedoch um und gab dem Routinier die Chance zur Wiedergutmachung. Selvik ist Stammkeeper beim französischen Erstligisten Stade Brest und hatte vor dem Wales-Spiel erfahren, dass er gegen Portugal auflaufen werde. Solbakken über den Keeper: "Er hat es sich verdient." Ob Selvik damit zur neuen Nummer eins avanciert, ließ der Trainer offen: "Nein, alles hängt von der Leistung ab." Wichtig sei, dass Nyland bei RB Leipzig – wo er hinter Maarten Vandevoordt die Nummer zwei ist – wieder zu Einsatzzeiten komme.