Noch ein Problem für die Berliner Linke. Wahlsiegerin Elif Eralp trat als Jura-Studentin der Roten Hilfe bei. Der Verein wird vom Verfassungsschutz beobachtet. Vor der ersten Sondierungsrunde mit Grünen und SPD gibt es neue Vorwürfe gegen die Linkspartei in Berlin . Laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" war Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp bis 2025 Mitglied der Roten Hilfe. Der Verein unterstützt zum Beispiel Gefangene durch juristische Beratung. Er wird vom Verfassungsschutz als linksextrem eingestuft. Die "FAZ" bezieht sich auf frühere Auflagen des Handbuchs des Berliner Abgeordnetenhauses. Die Landesgeschäftsstelle der Linken bestätigte der Zeitung, dass Eralp bis 2025 Mitglied gewesen sei. Rot-Rot-Grün: Union will Berlin die Mittel streichen Umfrage: Union fällt unter magische Marke Die Rote Hilfe ist ein Verein zur Unterstützung linker Aktivistinnen und Aktivisten. Der Verein mit Hauptsitz im niedersächsischen Göttingen wird seit 2012 vom Verfassungsschutz beobachtet. Laut "FAZ" wird der Verein vom Verfassungsschutz als "die größte und eine der wichtigsten Gruppierungen im deutschen Linksextremismus" eingestuft. Im aktuellen Verfassungsschutzbericht heißt es der Zeitung zufolge, primäres Betätigungsfeld der Roten Hilfe sei "die Unterstützung linksextremistischer Straftäter". Doch finden sich unter den rund 20.000 Mitgliedern auch passive Mitglieder, die die Arbeit durch Beiträge unterstützten. "Nur passives Mitglied" Laut Landesgeschäftsstelle war Eralp während ihres Jurastudiums in den Verein eingetreten. Sie habe unterstützen wollen, "dass Menschen einen juristischen Beistand haben, die sich für linke und soziale Themen engagieren, auch wenn sie selbst nicht über die nötigen finanziellen Mittel verfügen", zitierte die "FAZ" das Statement. Anschließend sei sie "über Jahre passives Mitglied" gewesen. Über die Mitgliedschaft habe Eralp auf der Homepage des Abgeordnetenhauses immer transparent informiert. Im vergangenen Jahr sei sie "wegen teilweise anderer politischer Ansichten" ausgetreten. Eralp war im Oktober 2025 zur Spitzenkandidatin der Berliner Linken gewählt worden. Mit ihr an der Spitze gewann die Linke die Abgeordnetenhauswahl am 20. September deutlich vor der bislang gemeinsam mit der SPD regierenden CDU . Für Donnerstag sind Vorgespräche für mögliche Sondierungen der Linken mit Grünen und SPD geplant. Die Linke in Berlin war zuvor schon wegen Clan-Kontakten und Antisemitismus-Vorwürfen in Bedrängnis geraten.