Meister Magdeburg lässt in der Schweiz nichts anbrennen und gewinnt überlegen. Lange hält auch die MT Melsungen mit. Doch dann setzt sich das routiniertere Team aus Polen durch. Der SC Magdeburg ist in der Handball-Champions League weiter auf Kurs. Der deutsche Meister siegte auch beim Schweizer Champion Kriens-Luzern vor 3.899 Zuschauern klar mit 39:29 (20:11). Gleich vier Magdeburger kamen als beste Schützen auf fünf Treffer. Dagegen musste sich die MT Melsungen beim polnischen Spitzenteam Wisla Plock mit 24:25 (13:15) geschlagen geben. In einem spannenden und packenden Match scheiterte Aron Mensing drei Sekunden vor dem Ende am starken Wisla-Torhüter Mirko Alilovic. Magdeburg in Kriens gut in die Partie, nutzte Fehler der Schweizer Gastgeber zu einer frühen Zwei-Tore-Führung (4:2/6.). Als Kriens - mit dem Ex-Berliner Lukas Herburger und den früheren Kieler Mykola Bylik - auf Sieben-gegen-Sechs umstellte, verdoppelte Magdeburg den Vorsprung. Auch im Tor hatte der deutsche Meister Vorteile, Matej Mandic kam bis zur Pause auf eine Quote von 45 Prozent. So führte der deutsche Meister schon zur Pause deutlich. Nach dem Seitenwechsel hielt der SCM die deutliche Führung in der fairen Partie aufrecht, führte in Überzahl erstmals mit zehn Treffern (25:15/37.). Vor allem die Defensive um Kapitän Magnus Saugstrup und Elvar Örn Jonsson arbeitete aufmerksam, zwang die Gastgeber von Trainer Andy Schmid immer wieder in schlechte Wurfsituationen. Melsungen überzeugt, verliert jedoch unglücklich Bei Melsungen überzteugte in Plock vor allem der starke Isländer Reynir Thor Stefansson, mit sieben Toren bester Schütze. Der Rechtshänder brachte auf der ungewohnten rechten Rückraumposition alle seine sechs Versuche im ersten Durchgang im Tor unter. Die etatmäßigen Linkshänder Dainis Kristopans und Nikolaj Enderleit fehlten. Nach Wiederanpfiff machte Stefansson erst einmal genauso weiter. Allerdings bekam die MT-Defensive den Dänen Frederik Bjerre nicht in den Griff. Er brachte seine Mannschaft wieder heran. Gegen die nun immer härter zupackenden Hausherren hatte Melsungen in der Offensive seine Probleme. Zudem vernagelte der 40 Jahre alte Alilovic mit starken Paraden sein Tor. Nur drei Treffer in den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit waren die Quittung.