Nach dem Tod ihres Vaters konnte Kelly Osbourne vor Schmerz kaum essen. Erst bei der Anprobe für die Grammy Awards bemerkte sie ihren Gewichtsverlust. Ozzy Osbourne , Frontmann von Black Sabbath, starb am 22. Juli 2025 im Alter von 76 Jahren. In den Wochen danach kursierten Berichte über den Zustand seiner Tochter Kelly Osbourne: Freunde und Familie schlugen Alarm, weil sie so abgemagert war. Jetzt hat Kelly Osbourne der britischen Zeitung "Daily Mail" ein Interview gegeben. Darin beschreibt die 41-Jährige, wie der Schmerz über den Verlust ihres Vaters sie körperlich verändert hat – und warum sie bei dem Musikpreis eine Perücke trug. Ozzy Osbourne: Kelly Osbourne äußert sich erstmals zum Tod ihres Vaters Erster Hochzeitstag ohne Ozzy: Sharon Osbourne zeigt sich beim emotional Jack Osbourne: Realitystar benennt fünfte Tochter nach seinem verstorbenen Vater Bei der Anprobe eines Outfits für die Preisverleihung sah sie ein Foto von sich – und wurde sich in dem Moment erst über das Ausmaß ihres Gewichtsverlusts bewusst: "Ich sagte: 'Das ist erschreckend. Ich wusste nicht, dass ich so aussehe!' Meine Wirbelsäule – man hat jeden einzelnen Knochen gesehen", erzählte sie in dem Interview. Dass Freunde und Familie schon lange besorgt gewesen waren, habe sie nicht wahrgenommen. "Ich konnte nicht sehen, was andere Leute gesehen haben, weil ich so sehr gelitten habe", sagte sie. "Ich habe einfach nur einen gebrochenen Menschen gesehen." Hunger habe sie schlicht nicht mehr gespürt: "Man ist so erfüllt von Schmerz, dass das Gefühl von Hunger gar nicht erst auftauchen kann." Sie wollte ihren Gewichtsverlust kaschieren Bei den Grammy Awards , bei der Ozzy Osbournes Lebenswerk geehrt wurde, wollte Kelly Osbourne nicht, dass ihr Aussehen die Aufmerksamkeit vom Gedenken an ihren Vater ablenkt. "Ich habe eine Perücke getragen, um mein Gesicht zu verbergen, damit man nicht sehen konnte, wie eingefallen meine Wangenknochen wirklich waren", sagte sie. Ihr Styling-Team habe gezielt nach Kleidung gesucht, die sie nicht noch schmaler wirken ließ. Im Rückblick zweifelt die Tochter des verstorbenen Rockers daran, ob die Teilnahme die richtige Entscheidung war: "Ich hatte Angst. Ich wollte dort sein, um meine Mutter zu unterstützen und das Vermächtnis meines Vaters zu würdigen. Aber ganz ehrlich, wenn ich darüber nachdenke, glaube ich, dass ich nicht hätte gehen sollen. Es ging mir nicht besonders gut." Ozzy Osbourne starb in seinem Haus in Buckinghamshire, weniger als drei Wochen nach seinem letzten Konzert im Villa Park in seiner Heimatstadt Birmingham. Zehntausende Fans säumten die Straßen der Stadt beim Trauerzug, die Familie legte Blumen an der Black Sabbath Bridge nieder. Ihre Erfahrungen will Kelly Osbourne in einer dreiteiligen Dokumentationsreihe über Trauer und psychische Gesundheit festhalten. Den Sender darf sie nach eigenen Angaben noch nicht nennen. Auf Ozzys sich über fast zehn Jahre hinziehende Krankheit habe sie sich mit dem vorbereitet, was sie "antizipatorische Trauer" nannte. Dennoch sei der Tod anders gewesen als erwartet. "Die Person, die ich vor dem Tod meines Vaters war, ist tot", sagte sie. "Diese Person existiert nicht mehr."