Ein Trump-Biograf veröffentlicht Dokumente, die Briefe von Natalie Harp an den Präsidenten zeigen sollen. Sie bittet ihn um Vergebung – und trauert privaten Telefonaten mit Trump nach. Der US-Journalist Michael Wolff hat angebliche Briefe von Natalie Harp an US-Präsident Donald Trump in voller Länge veröffentlicht. Die 35-jährige enge Mitarbeiterin des 80-Jährigen war zuletzt immer wieder Fokus von Spekulationen – unter anderem der Secret Service warnte Trump vor ihr . Der demokratische Senator Jon Ossoff spottete vor wenigen Tagen, Trump ziehe es vor, "mit Natalie zu reisen", anstatt zu arbeiten. Auszüge aus den Briefen waren bereits aus Wolffs jüngstem Buch "All or Nothing" über Trump bekannt. Nun hat der Trump-Biograph dem US-Medium "Daily Beast" zwei Dokumente zur Verfügung gestellt, die nach seinen Angaben die Briefe in voller Länge sein sollen. Wolff will die Briefe von Mitarbeitern aus Trumps Team zugespielt bekommen haben. Von wann sie stammen, ist nicht klar. Beide beginnen mit der Anrede "Dear Mr. President". Gerüchte über Melania Trump : Dieser Satz spricht Bände Sorge über US-Anleihen unter Trump: "Wie das Umstellen von Liegestühlen auf der 'Titanic'" Die Briefe beziehen sich offenbar auf eine Reise nach Irland und Schottland . Harp entschuldigt sich im ersten Brief für einen Anruf bei Trump: "Ich hatte Panik und hätte den Secret Service anrufen sollen, nicht dich." Der Kontext ist hier unklar. Außerdem entschuldigt sie sich dafür, auf einem Golfkurs hinter Trumps Wagen hinterhergelaufen zu sein: "Man sagte mir, es gebe keine Wagen und die Leute würden laufen, also lief ich. Am zweiten Tag wurde ich ausdrücklich aufgefordert, zu laufen. Falls ich sonst etwas getan habe, um dir Probleme zu bereiten, bitte verzeih mir." "Das ist die Angst, die du in mir siehst" Harp schreibt an Trump: "Ich will, dass die Dinge zwischen uns gut sind." Zuletzt sei sie nicht sie selbst gewesen. "Ich habe den Verlust meines Vaters verarbeiten müssen. Bemerkungen von Leuten, die mir vorher nichts ausgemacht haben, treffen mich inzwischen – weil ich Angst habe, dass sie mich in deinen Augen schwächer machen, deine Meinung von mir zerstören. Das ist die Angst, die du in mir siehst, denn ich will dir nichts als Freude bereiten." An den 45 Jahre älteren Trump schreibt die Mitarbeiterin weiter: "Du bist alles, was mir wichtig ist. Ich will dich nie enttäuschen. Danke, dass du mein Wächter und Beschützer in diesem Leben bist." Der Brief endet mit den Worten: "Wir sehen uns bald. Von ganzem Herzen, Natalie." Im zweiten Brief dankt Harp Trump überschwänglich, sie mit nach Irland und Schottland gebracht zu haben. "Wir konnten auf dem Golfplatz sein und die Zeit vergessen. Ich musste nicht der 'menschliche Drucker' sein." Zu Harps Aufgaben gehört das Ausdrucken positiver Artikel und Social-Media-Beiträge über Trump. "Ich bin es, die deiner unwürdig ist" Welche Aufgaben sie darüber hinaus wahrnimmt und welches Verhältnis sie privat zu Trump hat, ist nicht bekannt. Das Weiße Haus reagierte auf Spekulationen zuletzt mit scharfer Kritik und beleidigte mehrere Journalisten. Harp schreibt, sie sei zuletzt auf einen Burnout zugesteuert: "Ich beneide die, deren Job es ist, nur mit dir zu reden und gut auszusehen. Ich will diesen Job!!" Im weiteren Verlauf trauert sie offenbar privaten Telefonaten mit Trump nach: "Ich vermisse die Tage, als du mich anriefst und wir über alles und nichts reden konnten. (...) Wir sollten nicht immer über die Arbeit reden müssen!" Sie müsse an sich arbeiten, so Harp weiter – für Trump: "Ich muss mein altes Ich wiederfinden, um zu einer besseren Version meiner selbst zu werden, um dich stolz zu machen. Bitte: Wenn ich scheitere, wirst du es mir sagen? Danke, dass du immer für mich da bist. Ich werde nie vergessen, was du mir nach dem Tod meines Vaters versprochen hast." Der Brief endet mit den Worten: "Ich bin es, die deiner unwürdig ist. Immer, Natalie."