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Nahost-Krieg aktuell: Iran wird USA Lebensmittelblockade vor

JD Vance will die Öl- und Gasversorgung wieder herstellen. Der Iran wirft den USA vor, Lebensmitteltransporte zu blockieren. Alle Entwicklungen im Newsblog. Sonntag, 8. August Iran: USA blockieren Lebensmittel Die Preise für Lebensmittel und andere Güter des täglichen Bedarfs sind im Iran seit Beginn des Konflikts im Februar rasant gestiegen. Dies sagt der iranische Präsident Massud Peseschkian auf einer Pressekonferenz. Er machte die USA für Schwierigkeiten beim Import von Grundgütern verantwortlich. Ausnahmen von der US-Blockade für humanitäre Hilfe erwähnte er nicht. Das US-Zentralkommando hatte kurz zuvor mitgeteilt, seit Beginn der aktuellen Blockade hätten die US-Streitkräfte mehr als 30 Schiffe mit Hilfsgütern für den Iran passieren lassen. 53 Schiffe seien abgewiesen, zwei außer Gefecht gesetzt und zwei weitere geentert worden. Samstag, 8. August US-Ziel im Iran-Krieg: JD Vance nennt wichtigsten Punkt Ziel der USA ist es laut Vizepräsident JD Vance, beim Öl- und Gastransport durch die Straße von Hormus wieder das Niveau vor dem Iran-Krieg herzustellen. Das sagte der Republikaner dem US-Sender Fox News auf die Frage, was bei einem hypothetischen Abkommen ein akzeptabler Status quo für die Meerenge wäre. Vance gab an, dass die Iraner das zugesagt hätten und auch die Golfstaaten das wollten. Gleichzeitig sagte er auch, dass die USA darauf nicht vertrauten. In den vergangenen Wochen hätten die Iraner und die Golfstaaten, vor allem der Oman, darüber gesprochen, wie man einen sicheren Schiffsverkehr gewährleisten könne. Das Problem ist laut Vance vor allem, dass die Teheran zu Beginn des iran-Kriegs eine große Anzahl an Minen verlegt hätten. Aktuell arbeite man daher daran, wie man einen Mechanismus für eine sichere Schifffahrt dort einrichten könne. Vance zufolge schließt das sowohl eine Minenräumung als auch Zusagen des Irans ein, keine Handelsschiffe anzugreifen. Vor dem Ende Februar von den USA und Israel begonnenen Krieg gegen den Iran verlief die Schifffahrt in der Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman weitestgehend ungestört. Rund ein Fünftel des weltweiten Ölbedarfs wurde durch die Straße von Hormus transportiert, die auch etwa für den Transport von Flüssiggas und Dünger zentral ist. In den USA erhöhen insbesondere die gestiegenen Benzinpreise den Druck auf US-Präsident Donald Trump und sein Team, eine schnelle Lösung für ein Kriegsende zu finden – auch mit Blick auf die Midterms 2026 . Oman bezeichnet Hormus-Gespräche mit Iran als "positiv" Oman hat die Gespräche mit dem Iran über die Schifffahrt in der Straße von Hormus als "positiv und konstruktiv" bezeichnet. Zeitgleich warnte der Golfstaat aber vor weiteren Angriffen auf Schiffe im aktuellen Iran-Krieg. Das Außenministerium in Maskat verurteilte am Samstag die "wiederholten Angriffe" auf Schiffe in der Meerenge, ohne den Iran ausdrücklich zu nennen. Die Warnung erfolgte vor dem Hintergrund einer Serie von Angriffen, für die unter anderem die Vereinigten Arabischen Emirate den Iran verantwortlich machen. Ölkonzern meldet Angriff auf Schiff in Straße von Hormus In der strategisch wichtigen Straße von Hormus ist am Samstag ein Schiff der staatlichen Ölgesellschaft von Abu Dhabi (ADNOC) mit einer Rakete angegriffen worden. Verletzt wurde dabei niemand, wie das Unternehmen über die staatliche Nachrichtenagentur WAM mitteilte. Zu dem angegriffenen Schiff, seiner Ladung, dem Ausmaß des Schadens oder zur Verantwortung für den Angriff wurden zunächst keine Angaben gemacht. Die Lage sei aber unter Kontrolle, hieß es. Der Angriff erfolgte, während der Iran die Wiedereröffnung der Seestraße von der Erfüllung eigener Bedingungen abhängig macht. Die Revolutionsgarden erklärten, eine Freigabe der Meerenge hänge von der Zustimmung der USA zu iranischen Forderungen ab. "Die Wiedereröffnung der Straße von Hormus unterliegt den spezifischen Mechanismen und Bedingungen der Islamischen Republik Iran", zitierte die Nachrichtenagentur Tasnim den Sprecher der Garden, Hussein Mohebbi. "Sie steht nicht im Zusammenhang mit den Verhandlungen zwischen dem Iran und Oman." Die iranische Erklärung ist eine Reaktion auf Äußerungen eines US-Regierungsvertreters vom Freitag. Dieser hatte von Fortschritten bei Gesprächen zwischen dem Iran und Oman berichtet, die bald zu einer Wiedereröffnung der Straße von Hormus führen könnten. Die für den Ölhandel wichtige Seestraße ist seit fünf Monaten durch den Konflikt zwischen den USA und dem Iran für die internationale Schifffahrt nur eingeschränkt passierbar. Iranischer Präsident äußert sich zu interner Kritik Der iranische Präsident Massud Peseschkian verteidigt trotz des Widerstands von Hardlinern Verhandlungen mit den USA. "Wenn wir unsere Rechte im Dialog durchsetzen können, warum sollten wir das dann nicht tun?", sagt er in einem am Freitag im Staatsfernsehen ausgestrahlten Interview. Die meisten ranghohen Kommandeure befürworteten Gespräche über ein Abkommen, das die Kämpfe beenden solle, sagt Peseschkian weiter. Dabei verweist er auf das Verhältnis zwischen Washington und Peking : "Der größte Feind Amerikas ist China . Warum bekämpfen die beiden einander nicht?" China gehe seinen eigenen Weg und werde immer stärker. Analysten zufolge könnten Anzeichen für Spannungen zwischen Peseschkian und anderen Akteuren im Machtapparat – etwa dem obersten geistlichen Führer Ajatollah Modschtaba Chamenei und den Revolutionsgarden – die diplomatischen Bemühungen erschweren. Freitag, 7. August Huthis starten weitere Angriffe im Jemen Die Huthi-Miliz hat nach Angaben regierungsnaher Medien erneut Ziele in der jemenitischen Provinz Marib mit Raketen und Drohnen angegriffen. Anwohner berichteten der Deutschen Presse-Agentur, sie hätten am Morgen mehrere Explosionen am Stadtrand von Marib gehört. Über einem Militärlager der international anerkannten jemenitischen Regierung seien Rauchwolken aufgestiegen. Der regierungsnahe Fernsehsender Saba TV berichtete, dass die Luftabwehr mehrere mit Sprengstoff beladene Drohnen über Marib abgefangen habe. Zugleich habe die Huthi-Miliz die Stadt mit Raketen und Drohnen beschossen. Opfer hat es nach bisherigen Erkenntnissen nicht gegeben. Die Huthi äußerten sich zunächst nicht zu den Angriffen. Bereits am Donnerstag hatte die Miliz nach eigenen Angaben Militärlager der Regierung in den Provinzen Marib und Hadramaut angegriffen. Militärsprecher Jahja Sari kündigte weitere Angriffe an. Schiffsverkehr durch Straße von Hormus deutlich zurückgegangen Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist in dieser Woche deutlich zurückgegangen. Von Montag bis Donnerstag passierten Daten des Analyseunternehmens Kpler zufolge lediglich 33 Schiffe die Meerenge im Persischen Golf. Im selben Zeitraum der Vorwoche waren es noch 50. Am Donnerstag fuhren vier Schiffe durch die Straße von Hormus. Darunter befand sich der Großtanker "Nissos Kea", der rund zwei Millionen Barrel im Irak geladenes Basrah-Rohöl transportierte. Bei den übrigen Schiffen handelt es sich um zwei Flüssiggas-Tanker und einen kleineren Massengutfrachter. Insgesamt verließen in dieser Woche Kpler zufolge nur sechs Rohöltanker die Straße von Hormus. 21 Schiffe fuhren ein, die meisten davon über die iranische Route. Vor dem Iran-Krieg passierten üblicherweise 130 bis 140 Schiffe in dem Zeitraum die Meerenge. Im Zuge des Iran-Kriegs, der mit den Angriffen der USA und Israels am 28. Februar begann, hat der Iran die Durchfahrt blockiert. Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan wollen offenbar Sicherheitsabkommen schließen Saudi-Arabien , die Türkei und Pakistan wollen Insidern zufolge ein Verteidigungsabkommen unterzeichnen. Die Vereinbarung solle in Saudi-Arabien besiegelt werden, sagen zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Details sind zunächst nicht bekannt. Riad strebt eine engere Sicherheitszusammenarbeit mit Verbündeten an und warnt vor einer zunehmenden Bedrohung durch vom Iran unterstützte Gruppen. Einem saudischen Regierungsvertreter zufolge könnten geplante Angriffe dieser Gruppen darauf abzielen, die diplomatischen Bemühungen um eine Entspannung im Verhältnis zum Iran zu stören. Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif ist bereits in Saudi-Arabien eingetroffen, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan wird noch erwartet. Elf Zivilisten bei Angriffen in Saudi-Arabien verletzt Nach Angaben des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses im Jemen sind bei Angriffen der jemenitischen Huthi-Miliz mindestens elf Zivilisten in Saudi-Arabien verletzt worden. Sieben seien saudische Staatsbürger gewesen, die bei dem Beschuss in der Region Nadschran unter anderem Verbrennungen erlitten hätten, teilte Koalitionssprecher Turki al-Maliki in der Nacht auf der Plattform X mit. Zudem seien zwei Staatsbürger Ägyptens sowie einer Pakistans und einer des Jemens aufgrund der "terroristischen Huthi-Angriffe" am Donnerstag verletzt worden. Trump sieht baldiges Ende des Kriegs US-Präsident Donald Trump rechnet nach eigener Aussage mit einem baldigen Ende des Kriegs gegen den Iran. "Ich glaube, er wird ziemlich bald vorbei sein", sagt Trump. Er gehe nicht davon aus, dass der Iran noch viel länger durchhalten könne. Zugleich räumt er ein, dass die US-Streitkräfte bei einigen Waffen mit Engpässen zu kämpfen haben. "Wir haben bestimmte Arten von Munition, die sehr schlagkräftig sind und von denen wir unbegrenzte, praktisch unbegrenzte Vorräte haben", sagt Trump. "Bei anderen ist es ein wenig knapper." Saudi-Arabien befürchtet Huthi-Angriff Saudi-Arabien stellt sich nach Angaben eines Regierungsbeamten auf "mehrere koordinierte Angriffe" irakischer Milizen in Zusammenarbeit mit den iranisch unterstützten Huthi-Rebellen ein. Im US-Sender CNN verwies der saudische Vertreter auf "mehrere Geheimdienstberichte" aus dem eigenen Land und der Region, wonach die Milizen "in Koordination mit den Huthis" in "sehr naher Zukunft" Ziele in dem Golfstaat angreifen wollten – angeleitet von den iranischen Revolutionsgarden (IRGC). Donnerstag, 6. August Mehrere Tote bei Huthi-Angriffen im Jemen Bei Angriffen der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz im Jemen sind Regierungskreisen zufolge mehrere Menschen getötet und verletzt worden. Aus Quellen der international anerkannten Regierung hieß es heute, mindestens zehn Menschen seien dabei getötet und fünf weitere verletzt worden. Andere Quellen sprachen von insgesamt 45 Menschen, die getötet oder verletzt worden seien. Die Huthis teilten mit, sie hätten "Hunderte" mit Saudi-Arabien verbündete Kämpfer getötet oder verletzt. Zudem hätten sie mehrere Truppen- und Waffenlager zerstört und verbrannt. Weitere Hinweise auf einen solch großen Angriff aus anderen Quellen gab es zunächst nicht. Die Miliz habe mit Raketen und Drohnen Ziele in den jemenitischen Provinzen Marib und Hadramaut angegriffen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen der Regierung. Die beiden ölreichen Provinzen sind schon lange umkämpft in dem seit mehr als zehn Jahren andauernden Bürgerkrieg. Geplante Maut für Straße von Hormus alarmiert Schifffahrtsbranche Die Pläne des Iran und Omans für eine faktische Maut in der Straße von Hormus stoßen in der Schifffahrtsbranche auf erhebliche Bedenken. Vier Insidern zufolge wäre eine solche Regelung wegen US-Sanktionen und restriktiver Versicherungsklauseln kaum umsetzbar. Die USA haben die im Mai vom Iran gegründete Behörde für die Wasserstraße mit Strafmaßnahmen belegt. Dies birgt für Reedereien bei Zahlungen die Gefahr von Sanktionsverstößen und könnte zum Einfrieren von Vermögenswerten führen. Erschwert wird die Lage durch eine Ende Juli eingeführte Klausel der Lloyd's Market Association (LMA). Diese sieht vor, dass der Versicherungsschutz für Kriegsrisiken erlischt, sobald ein Schiff eine Transitgebühr für die Route entrichtet. Einem hochrangigen iranischen Insider zufolge fordert die Regierung in Teheran eine Abgabe in Höhe von fünf bis sieben Prozent des Frachtwerts für Schiffe, die die Meerenge passieren. Der Oman erwäge Gebühren von rund drei Prozent, während die USA auf eine kostenfreie Durchfahrt dringen. Die Reedereien befänden sich in einer Zwickmühle, sagte ein Insider aus der Versicherungsbranche. Führende Schifffahrtsverbände warnten in dieser Woche in einem offenen Brief an die UN-Schifffahrtsorganisation IMO, die Abgaben kämen einer Maut gleich. Dies schaffe einen Präzedenzfall, der den international anerkannten rechtlichen Rahmen für Meerengen untergraben könnte. Die IMO hatte im Juli betont, dass die Durchfahrt für alle Schiffe diskriminierungsfrei und kostenlos bleiben müsse. Die Kontrolle über die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman mit seinem Zugang zum Indischen Ozean ist einer der größten Streitpunkte bei den Bemühungen, den Iran-Krieg zu beenden. Bis zum Angriff der USA und Israels auf die Islamische Republik Ende Februar war die Wasserstraße die Hauptroute für etwa ein Fünftel der weltweiten Öllieferungen und für alle Schiffe frei zugänglich. Dem jüngsten Vorschlag zufolge könnte der Iran künftig bei Bedarf in den einlaufenden Schiffsverkehr eingreifen. Der auslaufende Verkehr solle einer Route zwischen dem Iran und Oman folgen, wobei die entsprechende Genehmigung nach Benachrichtigung Teherans durch Oman erteilt werde, erklärte der iranische Insider. Iran droht Golfstaaten Der Iran hat den Golfstaaten für den Fall erneuter Angriffe der USA Insidern zufolge mit massiver Vergeltung gedroht. Wie die Nachrichtenagentur Reuters von mehreren Personen erfuhr, warnte Teheran diese mit den USA verbündeten Länder, dass jeder neue Angriff der USA auf iranisches Staatsgebiet Vergeltungsmaßnahmen gegen die kritische Energieinfrastruktur in der gesamten Region nach sich ziehen würde. Diese Botschaft wurde demnach im Zuge einer Reihe hochrangiger diplomatischer Kontakte übermittelt, nachdem US-Präsident Donald Trump seinerseits am 28. Juli damit gedroht hatte, das Energienetz und die Infrastruktur der Islamischen Republik anzugreifen. Am 2. August erklärte Trump schließlich, er habe der Absage des Angriffs auf den Iran zugestimmt – unter der Voraussetzung, dass rasch eine Einigung erzielt werden könne. Die niederländische Zeitung "Volkskrant" hatte schon zuvor über eine Liste möglicher Angriffsziele in den Golfstaaten berichtet, die iranische Staatsmedien nach dem 28. Juli veröffentlichten. Darunter befand sich auch das Ghawar-Ölfeld in Saudi-Arabien, das rund fünf Prozent des weltweiten Ölbedarfs deckt. Saudi-Arabien habe sich demnach bei Trump dafür eingesetzt, den geplanten Angriff auf den Iran abzusagen. Iran und Saudi-Arabien sind strategische Rivalen in der Golfregion, seit den US-Angriffen ist der saudische Ölexport um rund ein Drittel eingebrochen. Trump: Will lieber reden als Menschen töten US-Präsident Donald Trump hat sich erneut für ein Abkommen mit dem Iran ausgesprochen. "Ich würde lieber einen Deal schließen, weil ich keine Menschen töten will. Ich will keine Menschen töten", sagte der Republikaner in einer Rede vor Anhängern in Las Vegas . Zum aktuellen Stand von möglichen Gesprächen machte er keine Angaben. Trump sagte lediglich, dass man rede. Man werde sehen, was passiere. Iran: Kommunikation mit oberstem Führer "sehr schwierig" Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat die Kommunikation mit dem neuen obersten Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, als "momentan sehr schwierig" bezeichnet. "Es ist momentan sehr schwierig, mit ihm zu kommunizieren, aber auf jeden Fall ist seine Anwesenheit eine sehr große Quelle der Kraft für uns, um weiterzumachen", sagte Peseschkian am Mittwoch. Warum es schwierig sei, mit ihm zu sprechen, sagte Peseschkian nicht. Ajatollah Ali Chamenei, der seit 1989 an der Spitze der Islamischen Republik gestanden hatte, wurde am ersten Tag des US-israelischen Kriegs gegen den Iran am 28. Februar getötet. Sein Sohn Modschtaba Chamenei wurde iranischen Angaben zufolge bei dem Angriff verletzt. Er wurde zum Nachfolger seines Vaters ausgerufen, trat bislang aber nicht öffentlich auf. Auch an den sechstägigen Trauerfeiern für seinen getöteten Vater nahm er offenbar nicht teil. Mittwoch, 5. August Teheran: Neue Einigung in der Straße von Hormus Der Iran und Oman haben sich nach Angaben aus Teheran auf eine neue Route durch die Straße von Hormus verständigt. Beide Seiten hätten sich auf die "geografischen Koordinaten" für die Route durch die Meerenge geeinigt, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Bakaei, am Mittwoch nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Eine gemeinsame Erklärung zu den zentralen Punkten der Vereinbarung werde derzeit fertiggestellt, sagte der Sprecher weiter – "wenn bestimmte dritte Parteien den Prozess nicht behindern". Der Iran und Oman hatten über eine neue Route durch die seit Beginn des Iran-Kriegs weitestgehend durch Teheran blockierte Straße von Hormus beraten. Die Meerenge ist für den weltweiten Erdöl- und Erdgashandel von enormer Bedeutung. Netanjahu widerspricht Trump zu Einigung mit Hamas Israel hat laut Ministerpräsident Benjamin Netanjahu dem kürzlich verkündeten Plan des Friedensrats zur Entwaffnung der Hamas im Gazastreifen nicht zugestimmt. Israel sei ein "Entwurf" zugeschickt worden, sagte Netanjahu in einer in sozialen Medien verbreiteten Videobotschaft. "Wir haben nicht zugestimmt." Israel habe stattdessen Anmerkungen geschickt. Details dazu nannte Netanjahu zunächst nicht. Der israelische Regierungschef äußerte sich damit erstmals öffentlich zu dem Plan des von US-Präsident Donald Trump gegründeten Friedensrats. Er sieht vor, dass die islamistische Terrororganisation Hamas ihre Waffen abgibt und Israels Armee aus dem Gazastreifen abzieht. Trump hatte am Freitag mitgeteilt, der Friedensrat habe eine Einigung auf eine "vollständige Entwaffnung" der Hamas erzielt. Nun widerspricht Netanjahu öffentlich. Netanjahu macht die vollständige Entwaffnung der Terrorgruppe Hamas zur Bedingung für einen Abzug der israelischen Truppen aus dem Gazastreifen. Im Libanon praktiziert Israels Armee laut einem Bericht der Zeitung "Le Monde" ein ähnliches Modell. Demnach entwaffnet die libanesische Armee Kämpfer der Terrorgruppe Hisbollah, im Gegenzug zieht das israelische Militär aus den entsprechenden Regionen ab. Bericht: USA und Iran vor Übergangsdeal in Straße von Hormus Im Iran-Krieg stehen die USA, der Iran und Oman dem US-Portal "Axios" zufolge kurz vor einer Übergangslösung zur Öffnung der für die Handelsschifffahrt wichtigen Straße von Hormus. Demnach streben die USA bereits für heute eine Einigung an, berichtet "Axios" unter Berufung auf einen US-Regierungsbeamten sowie zwei Quellen aus der Golfregion. US-Präsident Donald Trump sagte vor Reportern auf den Medienbericht hin angesprochen, es könnte passieren, dass die Meerenge am Mittwoch geöffnet wird – oder am darauffolgenden Tag. Er sprach von Fortschritten. Dem Sender Fox News sagte der Republikaner in einem Interview außerdem, man führe "sehr gute" Gespräche. "Axios" schrieb weiter, die Übergangslösung erfülle einige der Forderungen des Iran und gebe ihm mehr Kontrolle über diese strategisch wichtige Meerenge, als er vor dem Krieg hatte. Vom Weißen Haus oder anderen US-Behörden gab es zunächst keine Stellungnahme. Dienstag, 4. August Schiff sinkt nach Beschuss im Roten Meer Im Roten Meer ist vor der Küste des Jemen am Dienstag ein unter indischer Flagge fahrendes Handelsschiff angegriffen worden und gesunken. Die Küstenwache habe alle Besatzungsmitglieder der "Faize Noore Oliya" – darunter 13 indische Staatsangehörige und ein Staatsbürger des Jemen – gerettet, teilte ein Beamter aus der jemenitischen Stadt Mokka mit. Seinen Angaben zufolge war das Schiff südlich der von der pro-iranischen Huthi-Miliz kontrollierten Hafenstadt Hodeida angegriffen worden. Die international anerkannte Regierung des Jemen machte die Huthis für den Angriff verantwortlich, wie die amtliche Nachrichtenagentur Saba berichtete. Die von Teheran unterstützte Huthi-Miliz hatte in der vergangenen Woche eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und seither nach eigenen Angaben saudi-arabische Öltanker und Ölanlagen angegriffen. Saudi-Arabien griff seinerseits Ziele in von den Huthis kontrollierten Gebieten an. Indiens Schifffahrtsminister Sarbananda Sonowal teilte im Onlinedienst X mit, das Schiff sei "in der Nähe jemenitischer Gewässer von einem Geschoss getroffen worden". Indien verurteile "diesen unprovozierten Angriff aufs Schärfste", fügte er hinzu. Bessent: Chance für Iran-Deal zu Hormus heute oder morgen US-Finanzminister Scott Bessent hat eine mögliche Einigung mit dem Iran zur Öffnung der Straße von Hormus für heute oder morgen in Aussicht gestellt. "Wir befinden uns in Gesprächen mit den Iranern, und ich denke, es besteht die Chance, dass wir heute oder morgen eine Einigung erzielen, um die Meerenge zu öffnen", sagte er in einem Interview des US-Senders CNBC. US-Finanzminister Scott Bessent hat eine mögliche Einigung mit dem Iran zur Öffnung der Straße von Hormus für heute oder morgen in Aussicht gestellt. "Wir befinden uns in Gesprächen mit den Iranern, und ich denke, es besteht die Chance, dass wir heute oder morgen eine Einigung erzielen, um die Meerenge zu öffnen", sagte er in einem Interview des US-Senders CNBC. Katar: Vermittlungsbemühungen im Iran-Krieg dauern an Die Vermittlungsbemühungen zur Beilegung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran dauern nach Angaben Katars weiter an. Eine Einigung gebe es zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht, sagte der Sprecher des katarischen Außenministeriums, Madschid al-Ansari, in der Hauptstadt Doha. Er sprach aber von laufenden diplomatischen Bemühungen, die "bereits weit fortgeschritten" seien. Die Vermittler arbeiteten daran, die unterschiedlichen Standpunkte zusammenzuführen. "Es werden ständig Entwürfe ausgetauscht", so al-Ansari. Mit Blick auf eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus sei bisher keine Einigung erzielt worden. "Das könnte sich in den nächsten Stunden oder Tagen ändern", so der Außenamtssprecher. Der Schwerpunkt liege nun darauf, eine Eskalation zu verhindern und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus zu erreichen, sagte er weiter. Katar vermittelt unter anderem neben Pakistan im Konflikt zwischen dem Iran und den USA. Ältere Nachrichten zum Krieg in Nahost lesen Sie hier .

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