Der US-Armee gehen laut einem Bericht wohl nicht nur die Abfangraketen aus. Pete Hegseth wird in den sozialen Medien emotional. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach fast 80 Prozent der Abwehrraketen für ein wichtiges Raketenabwehrsystem des US-Militärs im Iran-Krieg aufgebraucht seien. Hegseth, der von der US-Regierung "Kriegsminister" genannt wird, bekam auf der Plattform X einen veritablen Wutanfall. Zu einem entsprechenden Banner des TV-Senders CNN schrieb er: "Dieses Banner ist NICHT WAHR, @CNN. Schämt euch." "Heilige Pflicht": Hegseth kündigt Testosteron-Test für Soldaten ab 30 an Krieg dauert an: So trotzt der Iran den US-Angriffen Historische Wende: Trump ist plötzlich das Establishment Doch Hegseth beließ es nicht dabei. Zugleich schimpfte er erneut über den TV-Sender, der ihm offenbar unliebsame Fakten präsentierte. "Wir hassen die Fake News Medien nicht genug", schrieb Hegseth. CNN hatte unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen berichtet, US-Militärkommandeure warnten davor, dass die Munitionsbestände des Pentagons "gefährlich niedrig" seien. In dem CNN-Bericht heißt es weiter unter Berufung auf Angaben von zwei mit dem jüngsten Bestandsbericht vertrauten Quellen, dass das US-Militär seit Kriegsbeginn fast vier Fünftel seines THAAD-Raketenbestands im Vergleich zum Vorkriegsbestand aufgebraucht und etwa die Hälfte seiner Patriot-Abfangraketen eingesetzt habe. Terminal High Altitude Area Defense (THAAD) steht für ein System, das Kurz- und Mittelstreckenraketen abwehren kann. Massie – Wenn nicht 80 Prozent: "Wie viele denn?" Unter Hegseths X-Beitrag kommentierte der republikanische Kongressabgeordnete Thomas Massie mit Bezug auf die Zahlen: "Wie viele sind es denn?". Massie, der als Trump-Gegner in der republikanischen Partei gilt, wollte wissen, wie hoch oder niedrig die aktuellen Waffenbestände denn sind, angesichts des Dementis des Verteidigungsministers. Doch Hegseth blieb eine Antwort schuldig. Die Denkfabrik Center For Strategic & International Studies (CSIS) in Washington schätzte Stand Ende Juli, dass der USA noch bis zu knapp 830 Patriot-Abwehrraketen zur Verfügung stünden. Vor dem Krieg seien es geschätzt gut 2.300 gewesen. Bei THAAD-Abwehrraketen ging die Denkfabrik von 452 vor dem Krieg aus. Ende Juli seien es geschätzt noch bis zu 278 Raketen gewesen. Deutscher General macht in den USA guten Eindruck Unterdessen ließ einer von Hegseths Angestellten mit wohlwollenden Tönen über Deutschland aufhorchen. So äußerte sich das Pentagon überraschend positiv über Deutschlands Verteidigungsstrategie. "Durch sein Handeln positioniert sich Deutschland als eine der führenden Kräfte der konventionellen Verteidigung Europas", schrieb Unterstaatssekretär Elbridge Colby, die Nummer Drei in der Hierarchie des US-Verteidigungsministeriums, auf der Plattform X nach einem Treffen mit dem Generalinspekteur der Bundeswehr, General Carsten Breuer. Er verwies dabei auf "Deutschlands historische und höchst lobenswerte neue Militärstrategie", ohne Einzelheiten zu nennen. Der Plan samt der Zusage des sogenannten Fünf-Prozent-Ziels würde eine Neuausrichtung der Nato erheblich beschleunigen und die Abschreckungsfähigkeiten des Bündnisses stärken. Auf Drängen von US-Präsident Donald Trump hatten die Alliierten im vergangenen Jahr vereinbart, spätestens ab 2035 jährlich fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung und Sicherheit auszugeben. Davon sollen 3,5 Prozent klassische Verteidigungsausgaben sein, weitere 1,5 Prozent können etwa in die Infrastruktur fließen. Deutschland will das Fünf-Prozent-Ziel bis 2029 erreichen.