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Berlin | CSD-Anschlag im Liveblog: Polizei transportiert Auto ab

In der Nähe des Brandenburger Tors ist ein Auto beim CSD in eine Menschenmenge gerast. Es gibt eine Tote und viele Verletzte. Alle Entwicklungen im Liveblog. Am Samstagabend ist beim Christopher Street Day in Berlin ein Auto in eine Menschenmenge gefahren. Eine Frau starb, 29 Menschen wurden verletzt – mehrere davon schwer. Eine Großfahndung nach einem mutmaßlichen Täter läuft. Die Tat wird mittlerweile als islamistischer Terroranschlag eingestuft. Die Polizei hat eine Auskunftsstelle für Angehörige unter der Telefonnummer 030/8485-4460 sowie ein Hinweisportal für Fotos und Videos von Zeugen unter be.hinweisportal.de eingerichtet. "Gemeinsam stärker als der Hass": Wie Berlin am Tag nach dem Anschlag trauert Anschlag auf CSD: Das ist über den Tatverdächtigen Abdul Ballout bekannt ++ HIER AKTUALISIEREN ++ Auto vom CSD-Angriff verladen 17.20 Uhr: Die Polizei hat das Tatwerkzeug vom CSD-Angriff – einen weißen Van – verladen. Das Fahrzeug werde abtransportiert, sagte ein Sprecher der Polizei. Auf einem sogenannten Sicherstellungsgelände würden dann Ermittler intensiv nach Spuren suchen. Polizei nimmt mehrere Personen in Gewahrsam 17.03 Uhr: Die Polizei hat mehrere Menschen in Gewahrsam genommen. Von Tatverdächtigen sprach Polizeisprecher Florian Nath dabei aber nicht. Er sagte zugleich auch: "Wir haben immer noch die Ermittlungshypothese, dass es nicht nur ein Tatverdächtiger sein könnte." Der Sprecher weiter: "Wir haben mehrere Personen, die wir natürlich im Zusammenhang mit dieser ganzen Tat befragt haben, die wir auch teilweise im Gewahrsam hatten, die wir im Gewahrsam haben", sagte er. "Wir müssen diesen Personen aber konkrete Tatverdachtsmomente zuordnen. Wenn wir das nicht können, dann sind diese Personen nach Ablauf von 48 Stunden zu entlassen." Hier lesen Sie mehr zum Update von Polizeisprecher Florian Nath . Merz an queere Gemeinschaft: "Lassen Sie sich nicht einschüchtern" 16.31 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich an die queeren Menschen im Land gewandt. "Ich möchte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Christopher Street Days hier in Berlin, aber auch in ganz Deutschland zurufen: Lassen Sie sich, lassen wir uns nicht einschüchtern", sagte Merz am Sonntagnachmittag vor der Berliner Marienkirche kurz vor Beginn eines Trauergottesdiensts. Weiter sagte der Kanzler: "Wir werden die Freiheit, die Offenheit, die Liberalität unseres Lebens und unserer Gesellschaft mit allem, was wir tun können, verteidigen – und wir werden es gemeinsam auch machen." Derartige Taten hätten "nur einen Zweck: Sie wollen unsere Gesellschaft spalten." Bundesanwaltschaft wird CSD-Ermittlungen übernehmen 16.24 Uhr: Die Bundesanwaltschaft wird die Ermittlungen zu dem mutmaßlich islamistischen Terroranschlag am Rande des CSD übernehmen. Das kündigte Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) an. Verletzte nach CSD-Angriff nicht mehr in Lebensgefahr 16.03 Uhr: Die Polizei gibt mit Blick auf die Verletzten Entwarnung. Sie seien nicht mehr in Lebensgefahr, sagte ein Sprecher der Polizei. Niemand der Verletzten in den Krankenhäusern sei momentan in einem kritischen, lebensbedrohlichen Zustand. Hertha BSC: "Es macht uns tief betroffen" 15.55 Uhr: Hertha BSC reagiert auch in den sozialen Medien auf den Anschlag beim CSD: "Unser Mitgefühl gilt der Familie der verstorbenen Person und allen Verletzten. Es macht uns tief betroffen, dass ein Tag, der für Vielfalt, Liebe und Gemeinschaft steht, so endete." Der Fußball-Zweitligist war am Samstag zum ersten Mal mit einer Fußgruppe beim CSD dabei. Hertha bot nach dem Vorfall mit seinem Schutzkonzept "Wo ist Lotte?" Hilfe und Beratung an. Mehr Infos finden Sie hier. Füchse und Union reagieren auf Anschlag 15.52 Uhr: Handball-Bundesligist Füchse schrieb bei X: "Der CSD in Berlin ist ein friedliches Fest, bei dem es um die Liebe aller geht. Dass eine solche Tat begangenen wird, ist unbegreiflich. Wir verurteilen sie auf das Schärfste." Auch Union zeigte sich bestürzt und postete bei Instagram: "Wir bleiben bunt. Wir bleiben wild. Wir bleiben laut. Wir bleiben eisern!" Trauerkundgebung: Bis zu 10.000 Menschen am Brandenburger Tor 15.30 Uhr: Die Veranstalter der Trauerkundgebung am Brandenburger Tor teilen mit, dass laut Polizei die Kapazität des Pariser Platzes erreicht sei. Niemand dürfe mehr zur Kundgebung dazukommen. 8.000 bis 10.000 Menschen sind laut Veranstalter bereits dort. Trauermarsch und Gedenkgottesdienst: So trauert Berlin nach dem CSD-Anschlag Gedenken am Brandenburger Tor: "Hass ist tödlich" 15.04 Uhr: Hunderte Menschen gedenken am Brandenburger Tor der Opfer des Anschlags. Der FLINTA-Chor D-Dur Dykes* hatte nach dem Anschlag kurzfristig zu der Trauerkundgebung aufgerufen. In einem der Redebeiträge auf einer Bühne heißt es: "Gestern war ein Angriff auf uns alle, auf alle unsere Eventitäten, auf unsere Existenzen, auf unsere Gemeinschaft und unsere Demokratie. Und wir lassen uns davon nicht unterkriegen." Vor dem Brandenburger Tor wurde auch eine Schweigeminute abgehalten. Das Gelände ist teils durch Absperrungen gesichert, auch dahinter beteiligen sich viele Menschen an dem Gedenken. Trauermarsch in Richtung Brandenburger Tor geplant 15 Uhr: Das schwule Anti-Gewalt-Projekt "Maneo" hat zu einem Trauermarsch aufgerufen. Man wolle ab 17.30 Uhr von der St. Marienkirche in Richtung Brandenburger Tor laufen, hieß es von den Veranstaltern auf Instagram. "Wir trauern um die getötete Frau", hieß es in dem Beitrag. Der Anschlag habe einer "offenen, vielfältigen Gesellschaft" gegolten. Man wolle gemeinsam schweigend zum Brandenburger Tor gehen. "Ein Weg der Trauer, des Gedenkens und der Solidarität", schrieben die Veranstalter. Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten Blumen und Kerzen mitbringen. "Im Mittelpunkt stehen die Opfer", betonten die Organisatoren. Wegner: "Hohe Sicherheit beim CSD" 14.59 Uhr: Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat die Sicherheitsmaßnahmen beim CSD als sehr gut verteidigt. "Wir haben beim CSD eine hohe Sicherheit gehabt", sagte Wegner am Nachmittag in der Nähe des Tatorts des mutmaßlich islamistischen Terroranschlags auf den Berliner CSD. Wegner betonte: "Die Strecke des CSD wurde nicht getroffen. Dort ist der Täter nicht drauf gekommen. Weil die Polizei, die Sicherheitsbehörden, diesen Christopher Street Day abgesichert haben. Aber rund 400 Meter daneben sind immer noch Besucherinnen und Besucher, viele Menschen, die die Veranstaltung verlassen haben oder wieder hingehen wollten." Dobrindt spricht von "islamistischem Terroranschlag" 14.22 Uhr: Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat die Bluttat beim Christopher Street Day in Berlin als "islamistischen Terroranschlag" eingestuft. Auf eine derartige Motivation des Tatverdächtigen deute "alles" hin, sagte Dobrindt am Sonntag in Berlin. Eine Frau sei getötet worden, zudem gebe es "29 Verletzte und Schwerstverletzte", sagte der Minister. Bericht: Ermittler vermuten Beweismittel in Bahntunneln 14.11 Uhr: Die Fahndung richtet sich nach Informationen von "Welt TV" auch auf Berliner Bahntunnel. Dort könnten sich möglicherweise Tatmittel oder Beweismittel befinden. Die Polizei bestätigte das bislang nicht. Eine Sprecherin sagte der Regionalredaktion von t-online lediglich: "Auch der ÖPNV ist von der Fahndung betroffen." Am Anhalter Bahnhof war am Vormittag die Anti-Terror-Einheit GSG 9 im Einsatz. Von dort fahren die Züge durch den Nord-Süd-Tunnel zum Potsdamer Platz. Weitreichende Einschränkungen auf den Berliner Bahnverkehr gibt es bislang nicht. An den Bahnhöfen gehen die Einsatzkräfte konkreten Hinweisen nach. Das sagte Polizeisprecher Jan Misselwitz der Nachrichtenagentur AFP bereits am Vormittag: "Wir sind mittendrin in den wirklich umfassenden Maßnahmen." Bericht über angebliche Festnahme: Polizei bestätigt nicht 13.21 Uhr: Der RBB berichtet, dass es noch in der Nacht eine Festnahme gegeben haben soll. Die Polizei habe Informationen des Senders zufolge einen iranischen Staatsbürger gefasst. Die Beamten würden davon ausgehen, dass er mit im Auto des Attentäters saß. Eine Polizeisprecherin sagte dazu auf Nachfrage von t-online, die Polizei "kann das nicht bestätigen". Bericht: Verdächtiger wollte sich dem IS anschließen 13.01 Uhr: Der Tatverdächtige war den Behörden offenbar schon länger als Islamist bekannt. Nach einem Bericht des "Spiegel" versuchte der in Berlin geborene Abdul Ballout im vergangenen Jahr, sich der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) anzuschließen . Es soll aber beim Versuch geblieben sein. Nach seiner Rückkehr aus dem Libanon saß er demnach in Untersuchungshaft. Später verurteilte ihn ein Gericht laut "Spiegel" zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung. Zum Motiv der Tat vom Samstagabend gibt es offiziell bislang keine Erkenntnisse: Die Ermittler hätten "noch keinerlei Hinweise auf seine konkreten Motivationshintergründe", sagte ein Polizeisprecher. Nachbarn berichten: "Kleine süße Familie" 12.45 Uhr: Ein Nachbar berichtet einer t-online-Reporterin, man habe in der Nacht einen Knall im Treppenhaus gehört, als vermutlich die Wohnung gestürmt wurde. Es sei auch Rauch im Treppenhaus gewesen. Ein anderer Nachbar erzählt, dass er in der Nacht vier Stunden vor dem Haus gestanden habe, bevor er gegen 5 Uhr mit Begleitung hoch in die Wohnung durfte. Über das Umfeld sagt er: "Kleine süße Familie eigentlich". Der erste Nachbar erzählt auch, Abdul Ballout sei seit Kurzem verheiratet gewesen, die große Hochzeit habe vor dem Haus stattgefunden. Polizei durchsucht Wohnung von Abdul Ballout 12.35 Uhr: Die Polizei hat die Wohnung von Abdul Ballout durchsucht. Eine t-online-Reporterin vor Ort berichtet, dass Polizisten einen Karton mit der Aufschrift "Spusi" aus dem Wohnhaus in ein Auto tragen. Weitere Polizisten seien noch in der Wohnung, ein Spürhund geht in die Wohnung. Verletzte bei CSD-Anschlag: Neuer Stand bei Charité-Patienten 12.20 Uhr: Beim Anschlag auf den CSD haben mehrere Menschen schwere Verletzungen erlitten. Die Charité hat am Mittag einen Überblick zum Zustand der von ihr versorgten Patienten gegeben. "Die Charité hat gestern Nacht acht auf dem CSD verletzte Menschen versorgt, vier konnten inzwischen entlassen werden", schrieb ein Sprecher des Klinikums. Vier weitere Patienten werden ihm zufolge aktuell auf Intensivstationen behandelt. Es bestehe "zum jetzigen Zeitpunkt keine Lebensgefahr". Wegner und Dobrindt wollen um 13 Uhr über aktuellen Stand informieren 12.05 Uhr: Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) wollen sich am Mittag vor der Presse äußern. Für 13 Uhr ist am Tatort im Tiergarten eine Pressekonferenz angesetzt, teilte die Senatsverwaltung mit. An dieser werde auch Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel teilnehmen. Gegen 16 Uhr sind nach einer Sondersitzung des Senats Pressestatements am Roten Rathaus geplant. Andacht nach CSD-Angriff in Berliner St. Marienkirche 11.43 Uhr: Am Nachmittag laden die Evangelische Kirche und ihre Gemeinden zu einer Andacht in die Berliner St. Marienkirche ein. Sie beginnt um 16.30 Uhr in Berlin-Mitte. "Alle sind herzlich willkommen, miteinander zu trauern, des verstorbenen Menschen zu gedenken und den Verletzten, Betroffenen und Angehörigen im Gebet beizustehen", teilte eine Sprecherin der Landeskirche mit. Bischof Christian Stäblein hält eine kurze Ansprache. "Voller Mitgefühl": Passanten schreiben auf Plakate am Tatort 11.34 Uhr: Am Tatort liegen zwei Plakate mit Stifte aus. Passanten können darauf ihre Gedanken schreiben. "Wir sind:" steht als Überschrift auf dem einen Plakat, "Wir sind nicht:" auf dem anderen. Auf dem ersten sammeln sich Worte wie "voller Mitgefühl" und "Trauer", dazu haben Besucher Herzen in Regenbogenfarben und Blumen gemalt. Auf dem zweiten Plakat steht unter anderem "voller Hass" und "ängstlich". Spurensuche im Tiergarten geht weiter 11.19 Uhr: Die Polizei durchsucht das Gebiet rund um den Wagen, der am Samstagabend in die Menschenmenge gefahren ist. Kurz nach 11 Uhr starteten die Beamten die Suchaktion, zuvor hatten sie sich am Rand des Areals im Tiergarten gesammelt. Eine Reporterin vor Ort beobachtet, wie Polizisten das Unterholz neben dem Rondell mit der Skulptur "Amazone zu Pferd" durchkämmen. Wonach sie genau suchen, teilten die Beamten bislang nicht mit. Anhalter Bahnhof soll wohl für Durchsuchungen gesperrt werden 11.05 Uhr: Schwer bewaffnete Einsatzkräfte durchsuchen weiter den unter der Erde liegenden S-Bahnhof Anhalter Bahnhof in Berlin. Dieser soll dafür gesperrt werden. Polizeisprecher Florian Nath erklärte "Bild": "Die Einsatzkräfte haben den Auftrag, dort alles zu durchsuchen. Das wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Der Bahnhof muss gesperrt werden. Es wird nach möglichen Spuren im Zusammenhang mit dem Tatgeschehen gesucht." Wie der "Tagesspiegel" berichtet, öffneten Sicherheitskräfte der Deutschen Bahn dazu mehrere sonst verschlossene Räume im Zwischengeschoss. Die schwer bewaffneten und vermummten Kräfte hätten den Bahnhof inzwischen wieder verlassen, würden aber weiter draußen mit Wagen postiert bleiben. Der S-Bahnhof befindet sich einige hundert Meter südlich des Tatorts. Bericht: Auffällige Beobachtung am Auto des Täters 10.50 Uhr: Der Berliner "Tagesspiegel" will aus Sicherheitskreisen erfahren haben, dass im Fahrzeug des geflüchteten Täters beide Airbags bei dem Vorfall ausgelöst haben sollen. Das könne auf einen zweiten Täter hindeuten, müsse es aber nicht zwingend. Auch die "B.Z." hatte am Morgen berichtet, dass die Ermittler derzeit aufgrund von Zeugenhinweisen prüfen, ob es einen zweiten Tatverdächtigen gibt. Polizei und Staatsanwaltschaft hatten am Morgen mitgeteilt, dass nach der Tat "eine oder mehrere Personen" aus dem Tatfahrzeug geflüchtet seien. CSD-Angriff: Pressekonferenz am Abend 10.41 Uhr: Innensenatorin Iris Spranger (SPD), Staatsanwaltschaft und Polizei wollenj am späten Nachmittag oder frühen Abend bei einer Pressekonferenz über die Ermittlungen informieren. Spranger habe ihren Urlaub unterbrochen und sei auf dem Weg zurück nach Berlin, sagte eine Sprecherin. Sie stehe im Austausch mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). Blumen am Tatort abgelegt: "Das hat mein Herz gebrochen" 10.39 Uhr: Am Tatort im Tiergarten ist es derweil sehr ruhig. Die Polizei hat den Bereich weiträumig abgesperrt. Einzelne Passanten legen Blumen ab. Unter ihnen sind Mitglieder des queeren Chors canta:re. "Es ist wie ein Angriff auf die Familie", sagt eines der Chormitglieder einer Reporterin vor Ort. Es ist ein "sehr großer Schock für mich, ich bin angereist, um hier das zu feiern was ich bin.“ , sagt ein junger CSD-Besucher namens Daniel Stein aus Landshut t-online. "Ich war nicht vor Ort, aber ich will mein Mitgefühl und meine Trauer ausdrücken und hab deswegen Blumen mitgebracht. Wir haben gestern Liebe und Freude verbreitet. Dann von dem Angriff zu hören, das hat mein Herz gebrochen." Der Vorfall werde die Community mehr zusammenschließen, glaubt er. Queerer Verband spricht von "Riss" im Regenbogen 10.34 Uhr: Die queere Gemeinschaft ist nach dem Angriff am Rande des Berliner Christopher Street Days (CSD) bestürzt. "Der Regenbogen hat heute einen Riss bekommen. Das ist ein dunkler Tag für unsere Community und unser Land", schrieb die Organisation LSVD+ - Verband Queere Vielfalt auf Instagram. "Unsere Gedanken sind bei allen, die direkt betroffen sind." Der Landesverband Berlin-Brandenburg schrieb: "Heute ist ein Tag der Trauer. Unsere Gedanken sind bei den Verletzten, ihren Angehörigen und allen, die die Ereignisse beim CSD Berlin miterleben mussten." Der Verband bat darum, keine Spekulationen zu verbreiten, bis gesicherte Informationen vorliegen. Der LSVD+ vertritt die Interessen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen sowie weiteren queeren Menschen. Auch der bekannte queere Moderator Riccardo Simonetti äußerte sich am Sonntag. Der Berliner, der am CSD in Stuttgart am Wochenende teilgenommen hatte, äußert sich angesichts des Anschlags mit mahnenden Worten . Bericht: Kanzler und Innenminister auf dem Weg nach Berlin 09.54 Uhr: Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung sind Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) auf dem Weg nach Berlin, demnach wird erwartet, dass sich der Innenminister am Nachmittag im Tiergarten selbst ein Bild von der Lage machen will. Moderatoren des CSD äußern sich fassungslos 9.40 Uhr: Die Moderatorin des CSD-Hauptprogramms, Ricarda Hofmann, und ihr Co-Moderator Jochen Schropp haben sich in der Nacht zu Sonntag auf Instagram zu der Tat geäußert. Hofmann schrieb, ihr fehlten die Worte; sie sei nicht nur als Moderatorin, sondern als Teil der Community vor Ort gewesen. Schropp berichtete von vielen Menschen, die nach der Tat unter Schock gestanden hätten, und dankte den Helfenden. Hier lesen Sie mehr dazu. Bundesanwaltschaft in Kontakt mit der Berliner Polizei 9.23 Uhr: Nach dem Angriff eines Autofahrers am Rande des Berliner CSD steht die Bundesanwaltschaft mit den Ermittlungsbehörden vor Ort in Kontakt. Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen in diesem Fall aber bislang nicht übernommen. Die Bundesanwaltschaft ist die oberste Anklagebehörde in Deutschland, sie kann unter anderem Fälle von islamistisch motiviertem Terrorismus übernehmen und zudem solche mit besonderer Bedeutung an sich ziehen. Spezialpolizisten besetzen Berliner Bahnhöfe 9.08 Uhr: Schwer bewaffnete Spezialpolizisten ziehen auf. Unter anderem haben sie am Anhalter Bahnhof in Berlin Stellung bezogen. Ein Sprecher der Bundespolizei sagt t-online dazu, dies geschehe im Rahmen der Fahndung nach dem CSD-Attentäter. Auch an anderen Berliner Bahnhöfen liefen Maßnahmen. Polizei richtet Hinweisportal ein 9 Uhr: Die Polizei hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung und hat dafür ein Hinweisportal eingerichtet. "Zeuginnen und Zeugen werden gebeten, sachdienliche Hinweise in Form von selbst aufgenommenen Fotos oder Videos zum Tatgeschehen über den folgenden Link für die weiteren Ermittlungen an unser Hinweisportal be.hinweisportal.de zu übersenden", teilt die Polizei bei X mit. Die Polizei fahndete in der Nacht weiterhin nach dem oder den Tätern. Polizei veröffentlicht Foto von Tatverdächtigem 6.30 Uhr: In der Nacht gab die Polizei bekannt, dass sie einen mutmaßlichen Verdächtigen identifiziert habe . "Der Mann ist polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet", sagte Polizeisprecher Florian Nath. Am Morgen veröffentlichte die Polizei ein Foto, mit dem sie nach dem 21 Jahre alten Abdul Ballout fahndet. Generalstaatsanwaltschaft und Landeskriminalamt Berlin teilten mit, sie ermittelten "aufgrund des Verdachts eines Anschlags". Die Behörden warnten: "Sollten Sie den Tatverdächtigen antreffen, wählen Sie unverzüglich die 110! Sprechen Sie ihn nicht an, er ist möglicherweise bewaffnet und gefährlich!" Der Verdächtige wird als schlank und etwa 1,90 Meter groß beschrieben. Nach dpa-Informationen hat der Tatverdächtige Familie in Berlin und wurde erst im Mai 2026 aus dem Jugendarrest entlassen. Behörden sprechen von Anschlag 6.29 Uhr: Generalstaatsanwaltschaft und Landeskriminalamt Berlin ermitteln "aufgrund des Verdachts eines Anschlags". Die Polizei prüft, ob es nach der Fahrt eine "zweite Tatphase" gab, während der Personen mit einer Stichwaffe verletzt wurden. Zeugen hätten von am Boden liegenden Opfern mit Stichverletzungen berichtet, sagte Nath.

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