Trotz Roter Karte musste US-Stürmer Balogun bei der WM nicht aussetzen. Norwegens Verbandspräsidentin will das nicht ignorieren. Der Balogun-Fall erregt im Weltfußball weiter Aufregung und Erklärungsbedarf. Nun hat Norwegens Verbandspräsidentin Lise Klaveness angekündigt, eine formelle Beschwerde bei der Fifa einzureichen. Sie wolle die Einmischung von US-Präsident Donald Trump nicht ignorieren, erklärte sie in einem Interview der englischen "Times". "Wer gegen eine solche Regel verstößt, begibt sich auf einen gefährlichen Weg und gefährdet den gesamten Sport", sagte die 45-Jährige. Klaveness rügte die Fifa-Funktionäre und warf ihnen vor, den Fall vertuschen zu wollen. Trump hatte Fifa-Präsident Gianni Infantino angerufen, woraufhin die Sperre von US-Stürmer Folarin Balogun aufgehoben wurde. Der US-Stürmer hatte das Achtelfinale gegen Belgien trotz einer zuvor erhaltenen Roten Karte bestritten – das 1:4 gegen Belgien konnte er trotzdem nicht verhindern.