Donald Trump und Giorgia Meloni liefern sich einen öffentlichen Schlagabtausch. Die einst enge Vertraute des US-Präsidenten kontert seine Angriffe nun scharf. Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat ihren Ton gegenüber US-Präsident Donald Trump nach dessen erneuten herablassenden Bemerkungen über sie verschärft. "Diese ständigen, unprovozierten Angriffe sind sinnlos", erklärte Meloni am Sonntag im Onlinedienst Instagram, nachdem Trump sich erneut abfällig über die einstige enge Vertraute geäußert hatte. Trump hatte sich am Samstag erneut negativ über Meloni geäußert, nachdem er bereits zuvor mit seinen abfälligen Bemerkungen über sie Empörung in Italien ausgelöst hatte. Meloni habe ihn während des Gipfeltreffens "immer wieder" um ein Foto angebettelt, schrieb Trump nun auf seiner Onlineplattform Truth Social . Er warf ihr am Samstag zudem vor, aus innenpolitischen Gründen die Beziehungen zu den USA kitten zu wollen, nachdem Italien Washingtons militärisches Vorgehen gegen den Iran nicht unterstützt habe. "Jetzt, nachdem die Vereinigten Staaten den Iran militärisch besiegt haben, will sie wieder befreundet sein, um ihre 'Beliebtheitswerte aufzubessern'. Nein, danke", schrieb Trump. "Gebrochene Versprechen und Verträge": Iran schließt Straße von Hormus und droht Käfigkampf? Biden-Sohn fordert Trump-Sohn heraus "Konzentriere dich auf deine eigenen Beliebtheitswerte" "Deine Freundin zu sein, hat meiner Beliebtheit sicherlich nicht geholfen", schrieb dagegen Meloni bei Instagram. Sie fügte hinzu: "Meine Popularitätswerte gehen dich nichts an. Ich schlage vor: Konzentriere dich auf deine eigenen." Meloni wies auch Trumps Kritik hinsichtlich der Stützpunkt-Nutzung am Samstag zurück. Sie erklärte, diese unterlägen Vereinbarungen, an die sich Rom gehalten habe. Im Iran-Krieg hatte Trump Meloni vorgeworfen, Washington im Stich gelassen zu haben. Die italienische Regierung hatte der US-Armee Angriffe auf den Iran von Stützpunkten in Italien aus untersagt. In einem am Freitag veröffentlichten Telefoninterview mit dem italienischen Fernsehsender La7 hatte Trump gesagt, Meloni habe ihn beim G7-Gipfel im französischen Evian um ein gemeinsames Foto "angebettelt". Einer Abschrift des Senders zufolge, sagte er, er habe zugestimmt, ein Foto mit Meloni zu machen, weil er "Mitleid" mit ihr gehabt habe. Meloni könne sich "glücklich schätzen", dass er sich mit ihr unterhalten habe. "Ich musste gar nicht mit ihr reden." Die italienische Regierungschefin bezeichnete dies als "frei erfunden". Italiens Außenminister Antonio Tajani sagte aus Protest einen geplanten Besuch in den USA ab.