Bis zu 1,4 Milliarden Dollar für Neura Robotics: Hinter dem Mega-Deal steckt eine große Wette auf humanoide Roboter – und ein ehrgeiziger Plan bis 2030. Der deutsche Roboterhersteller Neura Robotics hat für seine weitere Expansion bis zu 1,4 Milliarden US-Dollar bei Investoren eingesammelt. Das teilte das Unternehmen mit Sitz in Metzingen bei Stuttgart mit. Die Finanzierungsrunde gehört zu einer der größten, die es in Deutschland je gegeben hat. Mit dem frischen Kapital will Neura unter anderem die Serienproduktion massiv ausweiten – auf mehrere Millionen Roboter bis zum Jahr 2030. Zu den Geldgebern zählen mehrere prominente Konzerne aus Tech-Branche und Industrie. Beteiligt sind das Kryptounternehmen Tether, die Chipkonzerne Qualcomm und Nvidia sowie Amazon . Aus der Industrie kommen unter anderem der fränkische Auto- und Industriezulieferer Schaeffler und der Technologiekonzern Bosch hinzu. Außerdem beteiligt sich die Europäische Investitionsbank. Angaben dazu, mit welchen Summen sich die einzelnen Investoren engagieren und wie viel Geld bereits geflossen ist, machte Neura nicht. Saß am Fenster: Airline verbietet humanoiden Roboter an Bord Video geht viral: Roboter jagt Wildschweine durch Metropole Roboter sollen auch fühlen können Neura-Gründer David Reger betonte, die Zukunft der Künstlichen Intelligenz werde nicht auf Bildschirmen verharren. Sie werde sich bewegen, interagieren, lernen und in der realen Welt an der Seite der Menschen arbeiten. Das Unternehmen entwickelt humanoide Roboter, die sehen und hören können und über einen Tastsinn verfügen. Sie sollen beispielsweise in der Industrie oder auch in Haushalten eingesetzt werden können. In Deutschland arbeitet das 2019 gegründete Start-up bereits mit Schaeffler und Bosch zusammen. Nach eigenen Angaben verfügt Neura über einen aktuellen Auftragsbestand und eine strategische Entwicklungspipeline von über einer Milliarde US-Dollar. Reger beschreibt einen grundlegenden Wandel im Umgang mit KI : Künftig würden die Menschen nicht mehr nur fragen, was Künstliche Intelligenz ihnen erzählen könne, sondern was sie physisch leisten könne. Automatisierung mithilfe humanoider Roboter steckt allerdings noch in den Anfängen – gilt in der Branche aber als zentraler Zukunftsmarkt.