Kim Yo Jong weist US-Angaben zu einer Denuklearisierungs-Einigung zurück. Pjöngjang demonstriert vor dem Gipfeltreffen Stärke. Die einflussreiche Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un hat den Status ihres Landes als Atommacht für unumkehrbar erklärt. Kim Yo Jong wies zugleich US-Behauptungen über eine Einigung zur Denuklearisierung als "falsch" zurück. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Samstag. Nordkorea werde keine Drohungen tolerieren, sagte Kim Yo Jong laut KCNA. Die Politik der nuklearen Abschreckung zur Selbstverteidigung sei unumkehrbar. Sie müsse bedingungslos umgesetzt werden. Die US-Regierung hatte behauptet, Xi Jinping und Donald Trump hätten bei einem Gipfeltreffen im Mai das Ziel der Denuklearisierung bestätigt. Nordkoreas Machthaber: Wollen Atomwaffen-Programm ausweiten Kim erhöht Raketenproduktion Die Äußerungen reihen sich in eine Serie von Machtdemonstrationen ein. Anfang der Woche stellte Nordkorea eine neue Fabrik zur Herstellung von Nuklearmaterial vor. Dort forderte Kim Jong Un eine "massive" Erweiterung des Atomwaffenarsenals. Am vergangenen Sonntag habe Machthaber Kim bei dem Besuch einer Munitionsfabrik angeordnet, die Raketenproduktion in fünf Jahren um das 2,5-fache zu erhöhen. Das berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Analysten zufolge ziele die Präsentation des neuen Standorts darauf ab, die Verhandlungsposition vor dem Gipfeltreffen zu stärken. Der chinesische Präsident Xi Jinping wird am Montag zu diesem Gipfeltreffen in Nordkorea erwartet. Es ist sein erster Besuch in dem Land seit fast sieben Jahren.